Kaum Bilder vom Besuch der AfD beim Bundespräsident

Bild: Guido Bergmann/ Bundespresseamt
Eines der wenigen Bilder vom Treffen der AfD-Spitze mit dem Bundespräsident (Bild: Guido Bergmann/ Bundespresseamt)

Berlin – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat im Rahmen seiner Gespräche über die Regierungsbildung auch die AfD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland und Alice Weidel zu einem kurzen Besuch empfangen. Die Begründung, warum es keine offiziellen Bilder vom Treffen mit der AfD gibt, ist indes dubios.

Vor dem Gespräch mit den Parteivorsitzenden von Union und SPD ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag in seinem Amtssitz Schloss Bellevue doch noch mit der AfD-Fraktionsspitze zusammengekommen. Die AfD hatte Steinmeier scharf kritisiert, nachdem er die Partei nicht zu einem Gespräch geladen hatte. Das „undemokratische Ausgrenzen“ der AfD schade dem Amt des Bundespräsidenten, erklärte Weidel noch am Mittwoch in Berlin.

AfD wird Vorschläge, von wem auch immer, die vernünftig sind, nicht von vornherein ablehnen

Die AfD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland und Alice Weidel bestätigten nun nach dem stattgefundenen Treffen mit Steinmeier gegenüber der Presse, dass eine Regierungsbeteiligung für die AfD frühestens 2021 in Betracht komme.

Auch die Tolerierung einer Minderheitsregierung unter Führung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) schloss Gauland aus. Er sagte, die AfD sei nun eine im Bundestag vertretene Partei und wisse, wie „wichtig die AfD sei, wenn der Bundespräsident Gespräche über die Aussichten für eine Regierungsbildung führe. Beide AfD-Politiker hätten Steinmeier gesagt, dass die AfD im Bundestag „Vorschläge, von wem auch immer, die vernünftig sind, nicht von vornherein ablehnen“ werde

Bundespräsidialamt will die Presse nicht „beballern”

Aus der Presse wollte das Bundespräsidialamt jedoch wie es scheint, Bilder über das Treffen gezielt heraushalten. So berichtet der Nordkurier, dass auf Nachfrage, ob der Zeitung ein Foto zur Verfügung gestellt werden könnte, folgende Antwort gegeben wurde. Steinmeiers Sprecherin Anna Engelke erklärte am späten Abend gegenüber dem Blatt, man habe das Foto noch nicht an die zuständige „Bundesbildstelle“ übermittelt. Zur Begründung sagte sie: „Wir wollten die Medien damit nicht beballern.“

„Damit hat Steinmeier, der auch im politischen Berlin schon für seine recht breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit bekannt ist, normalerweise allerdings kein Problem – wie sich bereits wenige Stunden später zeigte. Denn vom Treffen mit CDU, CSU und SPD, zu dem ebenfalls keine Pressefotografen zugelassen waren, gab das Amt noch am Abend ein Foto für die Medien heraus. Auch von den Treffen mit den Parteichefs von Grünen und FDP hatte das Amt Fotos herausgegeben – von den Linken allerdings nicht“, so die Feststellung der Zeitung. (SB)

Hier ein Bild vom Treffen, auf der Facebook des Bundespräsidenten veröffentlicht:

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