Jusos starten Petition gegen Große Koalition

Grafik: Collage
Der Herr schickt seine Gesandte in die SPD (Grafik: Collage)

Berlin – Als Reaktion auf das Spitzengespräch zur Regierungsbildung in Schloss Bellevue startet der SPD-Parteinachwuchs eine Kampagne gegen eine Neuauflage der Großen Koalition. Die Jusos wollen noch am Freitagvormittag auf ihrer Homepage eine Petition unter dem Motto #NoGroko veröffentlichen, in der sie alle SPD-Mitglieder dazu aufrufen, gegen ein solches Regierungsbündnis zu unterschreiben, berichtet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Wir bleiben dabei: Die Absage der SPD an eine Fortsetzung der Großen Koalition war zwingend und richtig“, heißt es in dem Begleittext des Aufrufs.

„Sollten auf dem Parteitag Anträge gestellt werden, eine große Koalition zu bilden, oder Gespräche darüber zu führen, werden die auf unseren erbitterten Widerstand stoßen. Bei Bedarf werden wir den Ausschluss der großen Koalition beantragen“, sagte Juso-Chef Kevin Kühnert dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Eine Minderheitsregierung wäre in der aktuellen Lage wohl das Beste“, so der Juso-Chef weiter.

Sozialdemokratische Minister dürften einer solchen Regierung aber auf keinen Fall angehören. „Allen muss klar sein, dass in so einer Bundesregierung keine SPD-Minister mehr am Kabinettstisch sitzen dürfen. Und dabei ist es egal, über welche Art von Verabredungen wir mit der Union reden“, sagte der Juso-Chef.

„Jegliche Beteiligung der SPD an einer unionsgeführten Regierung wäre in Wahrheit nur eine verkappte Fortsetzung der Großen Koalition unter anderem Namen. Die wollen wir nicht.“ (dts)

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