Nazi-Skandal! Bystron fordert Entlassung der Uganda-Botschafterin

Bild: jouwatch / Screensho
Sigmar Gabriel ist aufgefordert die stellvertretende Botschafterin in Uganda aus dem Amt zu entfernen (Bild: jouwatch / Screenshot)

Petra Kochendörfer ist stellvertretende deutsche Botschafterin in Uganda. Nach der Bundestagwahl verursachte die stellvertretende Botschafterin einen Skandal. Kochendörfer kommentierte den Wahlausgang im ugandischen Fernsehsender „News Vision TV“. Dabei entgleiste die „Diplomatin“ völlig, als sie den Einzug der AfD in den Bundestag mit den Worten kommentierte: „We have now Nazis in the German Bundestag“. (jouwatch berichtete).

Der stellvertretende Vorsitzende der Außenpolitischen Gruppe der AfD im Bundestag, Petr Bystron, wandte sich am Mittwoch mit einer Beschwerdenote (liegt der Redaktion vor) an Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SDP). Der AfD-Außenpolitiker fordert Gabriel dazu auf, Kochendörfer abzumahnen und sie mit sofortiger Wirkung von ihrem Posten als stellvertretende deutsche Botschafterin zu entfernen. Die Botschafterin habe dem „Ansehen Deutschlands in der Weltöffentlichkeit schweren Schaden zugefügt“. Außerdem habe sie mit ihrer Aussage „den Grundsatz der politischen Neutralität“, zu dem alle Diplomaten verpflichtet seien, verletzt, so Bystron.

Auch René Springer kritisierte die Aussage von Kochendörfer. Der AfD-Bundestagsabgeordnete aus Potsdam, wertet wie Bystron die öffentlichen Äußerungen Kochendörfers als „ungeheuerlich und vollkommen inakzeptabel“ und forderte in einer Presseerklärung deren Abberufung. Die stellvertretende Botschafterin sei „nicht mehr in der Lage, die politische Situation in Deutschland realistisch zu beurteilen“, so Springer weiter. Zudem hat sie gegen die für eine Diplomatin unabdingbare parteipolitische Zurückhaltung verstoßen.

Wer ist eigentlich Frau Petra Kochendörfer?

Die Frage, die sich bei Kochendörfers Agieren stellt, lautet: Ist die stellvertretende Botschafterin überhaupt jemals in den Genuss einer ordentlichen Diplomatenausbildung gekommen? Dies kann nicht einmal halbwegs geklärt werden. Denn: Auf der Internetseite der „Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Kampala“ ist über Frau Kochendörfers Werdegang, ihre Vita, Parteizugehörigkeit oder ihr sonstiges politisches Wirken nichts zu erfahren. Lediglich wird informiert, dass sie in der ugandischen Hauptstadt Kampala als Vertreterin Deutschlands verantwortlich zeichnet.

Die Suche auf der Bundesseite nach Frau Kochendörfer liefert lediglich zwei Treffer, die über ihre Anti-Korruptionsarbeit in dem ostafrikanischen Land unterrichtet. Mehr Einblick in ihr Tun gewährt zwar die Facebookseite „Germany in Uganda“ anhand von Bildstrecken. Wer aber Frau Kochendöfer nun tatsächlich ist, wird schlussendlich nirgends ersichtlich.  

„Es kann nicht sein, dass deutsche Diplomaten den Ruf unseres Landes in der Welt mit politisch motivierten Falschaussagen schweren Schaden zufügen“, sagte Bystron zu jouwatch. „Es muss aufgeklärt werden, was der Hintergrund für diese ungeheuerliche Entgleisung war. Egal ob Unprofessionalität, politische Motive oder eine Mischung aus beiden – der Vorfall muss Konsequenzen haben!“, schloss der Außenpolitiker. (SB)

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