Martin Schulz: „Der Papst hat´s nicht so schwer wie ich“

Bild: © European Union 2016 - European Parliament
Martin Schulz und seine Last (Bild: © European Union 2016 - European Parliament)

Der Papst hat es schon schwer. Aber das ist nichts gegen die Last, die der  SPD-Parteivorsitzende Martin Schulz zu tragen hat. Der arme Kerl glaubt, dass seine sozialistischen Schultern mehr Last zu tragen hätten, als die nicht minder sozialistischen des aktuellen Papstes. 

„Der (Papst) hat’s schwer, aber ich würde sagen: Nicht so schwer wie ich.“ Diesen Ausspruch des SPD-Vorsitzenden Martin Schulz zitiert die „Welt“. Schulz bezog sich auf einen Ausspruch des früheren SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering, der das Amt des Parteivorsitzenden der deutschen Sozialdemokraten als „das schönste Amt neben dem Papst“ bezeichnet hatte.

Wie schwer es der reichste – und wohl auch erfolgloseste – Kanzlerkandidat aller Zeit tatsächlich hat, kann sich natürlich nur erahnen lassen. Einen Vergleich anstellen, ob sich Schulz tatsächlich mit dem nicht minder sozialistischen Papst messen kann, darf jedoch zumindest angezweifelt werden. Auch in Anbetracht der Tatsache, dass Martin Schulz am Freitag am vom Genossen Walter Steinmeier verordneten Gespräch mit der Union, teilnehmen muss.

Die Jungsozialisten, die Jugendorganisation der SPD, hat ja bereits klar gemacht, dass für sie eine neue Große Koalition nicht in Frage komme. Der neue Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert hat Schulz laut der NOZ aufgefordert, beim Spitzentreffen mit Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer die Bildung einer Großen Koalition abzulehnen.

Sollten sich die Union und SPD einigen, wäre diese Große Koalition die bisher kleinste unter Angela Merkel (CDU). Die Regierungspartner hätten 399 von 709 Sitzen im Bundestag – also rund 56 Prozent. Ohne die CSU würden rund 6,5 Prozent der Sitze wegfallen und somit käme keine Mehrheit zustande. (SB)

 

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