Haftbefehl aufgehoben: Franco A. – ein Phantom?

Foto: Collage
Ursula von der Leyen: Die Truppen-Trümmer-Frau (Foto: Collage)

Es kommt zur Aufhebung des Strafbefehls gegen den Bundeswehrsoldaten Franco A. durch den Bundesgerichtshof, wie n-tv meldet. Der Verdacht, A. habe aus rechtsextremen Motiven Anschläge auf Politiker verüben wollen, fällt weg. Es gibt keinen konkreten Tatverdacht, wie das Gericht mitteilt.

von Max Erdinger

Die Bundesanwaltschaft wirft A. vor,  bereits Schusswaffen gekauft und auf dem Flughafen in Wien versteckt zu haben. Der Oberleutnant der Bundeswehr hatte monatelang ein Doppelleben als syrischer Flüchtling geführt und sich so beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge einen Schutzstatus erschwindelt. Mit seiner fiktiven Identität wollte A. nach Auffassung der Bundesanwaltschaft nach einem Anschlag den Verdacht von sich auf Flüchtlinge umlenken.

Es ist völlig unfassbar! Allein schon die Tatsache, daß es die Bundesanwaltschaft für möglich gehalten hat, daß jemand, der einen Anschlag auf Politiker plant, die Waffen dazu auf einem Flughafen versteckt, das ist – ja was ist das? Realsatire? In diesen Zeiten sind Flughäfen praktisch total überwacht. Warum würde irgendjemand dort Waffen verstecken? Gibt´s keine einsamen Waldstücke mehr in Gottes schöner und unbewachter Natur? Und wenn die Bundesanwaltschaft schon partout einen Flughafen wie den von Wien für ein geeignetes Waffenlager hält – ja zum Donnerwetter – kann man Waffen auf einem Flughafen derartig verstecken, daß sie sogar für die Bundesanwaltschaft unauffindbar bleiben?

Anders gefragt: Gibt es Franco A. überhaupt? Der fragliche Oberleutnant soll schließlich im französischen Illkirch stationiert gewesen sein, in einer deutsch-französischen Garnison („francoallemande“). Was für ein Name, Franco A.! Und was sollte der ganze Medienhype um diese lächerliche Story? War der bewußt inszeniert, um prohylaktisch schon mal die geplanten Razzien bei der Bundeswehr zu rechtfertigen, in deren Zug dann sensationelle Nazi-Devotionalien beschlagnahmt worden sind? Modellpanzer, Rommelsand aus Afrika, Fotos von Wehrmachtsgenerälen, Bundeswehr-Gesangbücher mit Naziliedern usw. – alles falscher Alarm?

Lügen die Medien?
Unterstützen Sie jouwatch
durch Ihren Einkauf!

Wenn ich mal einen kleinen Presserückblick mache, komme ich zu dem Ergebnis, daß die Hysterie schier grenzenlos gewesen ist. Die ZEIT im Mai dieses Jahr: „Bundeswehr hat strukturelles Problem mit rechtsextremem Gedankengut.“ Alles wegen Franco A.!

Spiegel, Stern, Welt, Web.de, Süddeutsche, FAZ – bei allen schrillten im Wonnemonat Mai die Alarmglocken in größter Lautstärke. Quer durch die deutsche Presselandschaft war Nazi-Alarmstufe Rot! Spinde von Soldaten wurden durchkämmt, die ganze Bundeswehr wurde dargestellt, als sei sie auf dem Sprung gewesen, einen nationalsozialistischen Putsch gegen Mama Merkel zu beginnen. Ursula von der Leyen wurde zur Retterin aus größter Not hochgehypt. Was sollte das ganze Theater?

Darf man in dem Zusammenhang vielleicht nochmal fragen, wer Böhnhardt und Mundlos erschossen und ins Wohnmobil gelegt hat, bevor es angezündet worden ist – und ob dieser ganze NSU evtl. der reine Fake ist? Sollte man sich vielleicht den Zschäpe-Prozess auch nochmal ganz genau anschauen? Beate Zschäpes erste drei Verteidiger hatten Namen, die mindestens so merkwürdig waren wie der von Franco A. aus der Garnison franco-allemande. Sie hießen Heer, Sturm und Stahl. Kein Witz.

Nach einem derartigen Medientheater und einer derartigen Anti-Nazi-Kampagne gegen die Bundeswehr insgesamt, wird der Haftbefehl gegen denjenigen aufgehoben, wegen dem diese ganze Hysterielawine losgetreten worden ist!? – Es ist vollkommen unglaublich!

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.