Französisch/marokkanisch sprechende Täter: Paar im eigenen Haus gefoltert

Hessen/Gießen – In dem kleinen Ort Gonterskirchen nahe Gießen spielte sich am Dienstagabend ein Drama ab. Ein Paar wurde im eigenen Haus überfallen und gefoltert. Anschließend zündeten die Täter das Haus an. Nachdem der Brand gelöscht war, fanden Polizisten den toten 57-jährigen Lebensgefährten gefesselt im seinem Bett im Schlafzimmer.  Die Polizei fahndet jetzt nach sechs marokkanisch und französisch sprechenden Tätern.

Die Gesuchten stehen laut Polizeibericht im Verdacht, am Dienstagabend die Hausbewohnerin und ihren Lebensgefährten vor dem Haus überfallen und die beiden ins Haus gezwungen haben.

Vier Stunden Martyrium – Haus offenbar bewusst in Brand gesetzt

Polizeisprecher Jürgen Reinemer berichtete laut der Bildzeitung: „Die Frau wurde zusammengeschlagen, die Verbrecher  forderten Wertsachen und durchsuchten anschließend die Wohnräume.“

Nach vier Stunden Martyrium hätten Nachbarn einen lauten Knall und Schreie gehört. Sie entdeckten die Frau am Fenster. Im Haus wüteten bereits die Flammen. Die zur Hilfe geeilten Nachbarn konnten die Frau durch das Fenster ins Freie ziehen.

Die Polizei geht davon aus, dass die Täter das Feuer gelegt und auch ein Auto ihrer Opfer gestohlen haben. Wie die Person – vermutlich der Lebensgefährte der Frau – die tot im Bett aufgefunden wurde, ums Leben kam, ist noch nicht geklärt. Die Frau konnte noch nicht befragt werden. Die 59-Jährige liegt verletzt und schwer geschockt im Krankenhaus.

Fahndungshinweise der Polizei   

In der Nähe des Tatortes wurde ein blauer Audi A4 Kombi mit Hamburger Kennzeichen gefunden. Das Auto wurde durch eine Streife gegen 01.30 Uhr etwa 800 Meter vor dem Ortseingang Gonterskirchen auf der Landesstraße 3138 entdeckt. Offenbar wurde das Auto auf einem Feldweg festgefahren.

Gefahndet wird nach einem (weiteren) silberfarbenen Audi Avant. An dem Auto sollen sich polnische Kennzeichen befinden. Möglicherweise haben die Täter das Fahrzeug nach der Brandstiftung am frühen Mittwochmorgen entwendet. Dieser PKW konnte bislang nicht aufgefunden werden.

Täter sollen marokkanisch und französisch gesprochen haben 

Bei den Tätern soll es sich um sechs Personen, die dunkel gekleidet und maskiert waren, handeln. Die Personen sollen sich in auf marokkanisch und französisch unterhalten haben. Eine weitere Beschreibung liegt derzeit noch nicht vor.

 

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