Fake News auf höchstem Niveau – von der 15cm langen Schnittwunde zum Kratzer

Foto: Screenshot/Youtube

Gibt man heute bei Google den Begriff „Messer“ ein, so erscheinen ganz oben nicht etwa die Weihnachtsangebote aus Solingen sondern die aktuellen Meldungen zu einer Messerattacke:

Das ist insofern interessant, als dass die manchmal auch tödlich endenden Messerattacken, von denen überwiegend Menschen betroffen sind, die schon länger hier leben, es, wenn überhaupt, höchstens in die Lokalpresse schaffen, meist aber in den Polizeimeldungen hängen bleiben.

Da es sich aber im Fall von Altena um einen deutschen Täter handelte, stürzten sich die Medien selbstverständlich wie die Geier auf das Ereignis und überboten sich in Übertreibungen.

Die „Welt“ titelte entsetzt:

15 Zentimeter lange Schnittwunde – „Ich habe um mein Leben gefürchtet“

15 Zentimeter? Das schaffen normalerweise nur die Schächter des Islamischen Staates und dann ist der Kopf auch gleich mal ab. Wer das dazugehörige Foto betrachtet, sieht vermutlich eher einen 15 Millimeter langen Kratzer. Aber in Zeiten von Fake News kann man natürlich auch ungestraft übertreiben.

Selbst in die „ehrenwerte“ Tagesschau schaffte es der Vorfall:

Nach dem offenbar politisch motivierten Angriff auf den Bürgermeister der Stadt Altena zeigen sich Politiker aller Parteien entsetzt. Der für seine Flüchtlingspolitik bekannte CDU-Politiker hat das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen…

Hat es je eine Messerattacke, bei der ein Deutscher sterben müsste, in die Tagesschau geschafft, oder wurde so etwas eher als „lokales“ also uninteressantes Ereignis abgetan?

Nun wissen wir von unserer Kanzlerin, dass ihr das Schicksal der von ihrer unverantwortlichen Flüchtlingspolitik arg gebeutelten Bürger so ziemlich komplett egal ist und sie sich nur entsetzt zeigt, wenn es ihr politisch in den Kram passt, also nutzt.

Klar für Polizei und Medien war natürlich auch sofort der politische Hintergrund – eben, weil angeblich das Thema „Flüchtlinge“ ins Gespräch gebracht wurde und ohne lange zu fackeln wurde ein politisch motivierter „Mordversuch“ konstruiert, so als ob der Täter das Opfer monatelang ausspioniert und ihn dann in der Dönerbude abgepasst hätte.

Doch etwas später gab der „Focus“ dann ein interessantes Detail preis:

Die Ermittler gehen von einer spontanen Tat aus, da der angetrunkene Täter erst im Imbiss bemerkt habe, dass der andere Kunde der Bürgermeister war. Hinweise, dass der Angreifer Verbindungen in die organisierte rechte Szene gehabt habe, seien bislang nicht gefunden worden, sagte Oberstaatsanwalt Gerhard Pauli am Dienstag in Hagen.

Den Ermittlern zufolge hatte der 56-jährige Beschuldigte dort ein politisches Gespräch zwischen dem Imbissbesitzer und Hollstein mitgehört. Plötzlich habe er Hollstein angesprochen und gefragt, ob er der Bürgermeister sei. Dann habe er dem Politiker vorgeworfen, ihm das Wasser abgedreht und 200 Flüchtlinge in die Stadt geholt zu haben…

Zum Thema „Wasser“ haben wir auch etwas Interessantes gefunden und auf die Seite der Wasserwerke Altena geschaut:

Herr Hollstein wird dort als einer der Geschäftsführer gelistet. Vielleicht also war dieser Messerangriff – so unverzeihlich er auch ist – gar nicht politisch motiviert und Frau Merkel hat sich umsonst aufgeregt?

Tatsache steht das Haus des Angreifers vor der Zwangsvollstreckung und ihm wurde das Wasser abgedreht.

Auch der Spiegel hat sich inzwischen korrigiert:

Anmerkung: In einer früheren Version des Artikels hieß es, der Täter habe auf Andreas Hollstein eingestochen. Inzwischen hat sich Hollstein zum genauen Ablauf des Angriffs und der Art der Verletzung geäußert. Demnach hatte der Angreifer dem Politiker ein Messer an den Hals gehalten, das er selbst wegdrücken konnte. Seine leichte Schnittwunde habe nur geklebt werden müssen, so Hollstein. Wir haben die Textstelle entsprechend angepasst.

Um sein Leben musste Herr Hollstein also wahrlich nicht fürchten.

Auch diese Meldung im „Westen“ widerspricht der Aussage, dass es sich um eine politisch motivierte Tat handelt:

Bei der Tat war Werner S. offenbar angetrunken: Etwa 1,2 Promille Alkohol hatte er im Blut. Weil er offenbar unter psychischen Problemen leidet, hat die Staatsanwaltschaft eine psychiatrische Untersuchung beantragt…

Da war doch vor kurzem etwas? Wir lesen in der „Bild“:

Cuxhaven – Was für ein Schock am Sonntagmorgen!

Ein Citroen raste mit aufheulendem Motor in eine Gruppe junger Leute. Sechs Fußgänger wurden verletzt. Der betrunkene Fahrer (29) steuerte angeblich absichtlich in die Menge.

Zwei Frauen (21,19) und vier Männer (26, 23, 29, 29) sind verletzt. Doch der Fahrer rast weiter, wird erst ein Stück weiter von einer niedrigen Mauer gestoppt. Augenzeugen und Türsteher zerren den Syrer aus dem Auto, übergeben ihn alarmierten Polizisten.

Hat sich Frau Merkel zu diesem Vorfall geäußert, ihr Entsetzen bekundet?

Nein!

Vielleicht geht es in Wirklichkeit beim Altenaer Messerangriff um etwas ganz anderes. Vielleicht soll hier mal wieder eine schändliche Tat instrumentalisiert werden, um der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin den Rücken zu stärken. Wir lesen wieder in der „Welt“:

Er (Hollstein, Anm.d.R.) werde sein Engagement jedoch fortsetzen und sich weiter für die Bürger seiner Stadt und für Flüchtlinge einsetzen. „Ich weiß, wofür ich’s mache, und ich mach’s auch weiter.“ Der vierfache Vater betonte, dass er sich außerdem der zunehmenden Verrohung entgegenstellen werde.

Und wie pervers die linke Denkweise ist, lesen wir im „Neuen Deutschland„:

Kipping macht AfD für Messerattacke mitverantwortlich

Klar, oder? Für die LINKE ist die AfD sicherlich auch Schuld daran, wenn in China ein Sack Reis umfällt, oder irgendein islamischer Terrorist Ungläubige tötet.

Wir wünschen Herrn Hollstein auf jeden Fall gute Besserung und hoffen, dass der Täter nicht zu den vielen anderen psychisch gestörten Messer-Attentätern gesperrt wird, nicht, dass er noch zur „Friedensreligion“ konvertiert. (TB)

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