„Wolfskind“ (6) endlich in Sicherheit

Durch Olesia Bilkei/ Shutterstock
In sich zurückgezogenes KInd (Foto: Durch Olesia Bilkei/ Shutterstock)

Es gibt Vorkommnisse in unserem Land, die einen beispiellosen Verfall dokumentieren. Kleinkinder, die in der elterlichen Wohnung verhungern und verdursten. Zwei Fälle, einmal hier und einmal hier.

Kitzingen – In der unterfränkischen Kreisstadt konnte jetzt ein sechsjähriges Mädchen aus der Wohnung seiner amphetaminsüchtigen Eltern gerettet werden. Seine drei Geschwister, eines davon ein Baby, wurden ebenfalls in Sicherheit gebracht. Die Behörden sprechen bei der Sechsjährigen von einem „Wolfskind“. Sie sei total verwahrlost, beiße, kratze und verletzte ihre Betreuer und habe in ihrem bisherigen Leben absolut nichts gelernt. Als „Wolfskinder“ werden Kinder aus Legenden bezeichnet, die davon handeln, daß sie von Tieren großgezogen wurden. Unter dieser Bezeichnung fanden sie ihren Weg in die Literatur und die Schlagzeilen.

Wie „infranken“ berichtet, äußert sich Bernd Adler, Leiter des Allgemeinen sozialen Dienstes (AsD) in Kitzingen wie folgt: Seine Mitarbeiter erlebten derzeit „ein Ausmaß von Verwahrlosungen, wie es so noch nie da war“. Zuletzt habe es sich um zwei Kinder gehandelt, die in einer völlig  verwahrlosten Wohnung gehaust hätten, in der die Eltern sich nach exzessivem  Alkoholkonsum so verletzt hätten, „dass alles voller Blut war“. Eine Erklärung für die Häufung derartiger Phänomene hat der erfahrene Sozialpädagoge nicht. (ME)

 

 

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