Kurz nach dem zweiten Jahrestag: Bataclan-Überlebender begeht Selbstmord

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Ein Überlebender des islamischen Bataclan-Massakers hat sich jetzt das Leben genommen. Der 31-jährige Guillaume Valette beging kurz nach dem zweiten Jahrestag des Massenmordes am 18. November Selbstmord, teilte die Hilfsorganisation „13onze15: Fraternité et Vérité“ mit, die sich um die Bataclan-Opfer kümmert.

Während der Alltag in Paris seinen gewohnten Lauf nimmt, sind viele der Überlebenden weiterhin gefangen in den schrecklichen Erlebnissen der Nacht vom 13. November 2015, in  der 90 Konzertbesucher regelrecht abgeschlachtet worden waren.

„Guillaume war 31 Jahre alt und er überlebte die Terrorattacke im Bataclan. Er lehnte unsere und die Hilfe seiner Familie ab und wollte allein sein. Er wurde von einem Psychiater und einem Psychologen unterstützt“, so die Opfer-Organisation. Die Überlebenden seien jahrelang auf umfassende Unterstützung durch Familie, Ärzten und Psychologen angewiesen um den erlebten Horror verarbeiten zu können, betonte „13onze15: Fraternité et Vérité“.

Einige der Überlebenden lehnten es ab, bei der diesjährigen offiziellen Gedenkveranstaltung teilzunehmen. Sie protestierten damit gegen die Entscheidung des Präsidenten Emmanuel Macron, die Unterstützung für die Opfer des Massakers abzuschaffen. (MS)

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