Schweigen ist silber, reden ist giftig

Foto: Voyagerix/fotolia
(Foto: Voyagerix/fotolia)

„Die Nationalsozialisten haben Sprache ganz gezielt eingesetzt, um ihre Ideologie in der Gesellschaft zu verankern und Macht auszuüben. Sie hatten sogar ein Propagandaministerium, das sich damit beschäftigt hat. Geistern ihre Begriffe noch immer in unserer Sprache umher?“

Von Thomas Schlawig

Es ist gar nicht so einfach einen halbwegs gescheiten Bogen zu schlagen, um auf des Pudels Kern zu kommen. Gestolpert bin ich zuerst über folgendes Foto auf Facebook:

Es brauchte lange bis ich „verstand“, was damit gemeint sein sollte und ich machte mir Gedanken über diese schwarze Berliner Uni-Dozentin Natasha A. Kelly und worin sie wohl dozieren mag? Als erstes und einziges  fiel mir „Sozialwissenschaft“ ein, denn dazu braucht es keiner besonderen Befähigung oder gar Wissen. Ich googelte also den Namen und…. Bingo. https://www.taz.de/programm/2015/Gedoens/de/speakers/406.html

Aber  ich wollte immer noch nicht glauben, daß ein Mensch einen derartigen Schwachsinn von sich geben kann und recherchierte weiter. Schließlich stieß ich auf folgenden Artikel im Tagesspiegel vom 30.08.2017. Das Lesen dieses Artikels ließ mich mit offenem Mund und innerlichem Kopfschütteln zurück, Zitat:Rassismus betrifft alle Disziplinen und alle Fächer und es gibt große Wissenslücken diesbezüglich. Ich habe mich vor Kurzem mit einem Physiker über das Thema unterhalten. Er glaubte, dass Rassismus die Physik nicht betreffe. Doch er irrt sich. Wenn wir etwa die Technik der Fotografie anschauen: Die Belichtungstechnologie wurde für weiße Haut entwickelt. Das ist eine Normsetzung, wie es sie in zahlreichen anderen Bereichen auch gibt, ohne dass das vielen Menschen bewusst wäre.

Wie hat er reagiert?

Er war sprachlos. Ich glaube, er hatte gar nicht darüber nachgedacht, wie strukturell Rassismus ist.“

Das sich dieser „Kämpfer gegen Rassismus“ damit selbst als Rassist zu erkennen gibt, scheint ihm nicht klar zu sein. Und wo bleibt der Kampf gegen Schnee, weiße Autos, weiße Hemden, Bücherseiten usw. usw. usw. Schwachsinn ist und bleibt Schwachsinn und es lohnt nicht, weiter darüber nachzudenken, aber ich bin über einen weiteren Artikel gestolpert, welcher ebensolchen geistiger Dünnschiß absondert. http://www.bento.de/politik/nazi-sprech-benutzt-du-diese-saetze-im-alltag-1827666/

Der Sprachwissenschaftler Anatol Stafanowitsch behauptet darin folgendes: „Entwicklungen, in denen bestimmte Bevölkerungsgruppen entrechtet, vertrieben und vernichtet wurden, haben immer mit einer entmenschlichenden Sprache begonnen.“

Er macht es unter anderem fest an Worten, wie Lügenpresse, Volk, Mädel, „ich und meine Mädels“ usw. All diese Worte sind Nazi-Jargon und deswegen unsagbar. Dem Professor für Linguistik scheint dabei folgendes entgangen zu sein:

Pack, daß eingesperrt werden muß  (Gabriel, SPD)

http://www.focus.de/politik/videos/spd-chef-spricht-klartext-gabriel-attackiert-rechte-fluechtlingshetzer-pack-und-mob-das-eingesperrt-werden-muss_id_4899288.html

Mischpoke  (Özdemir, Grüne)

http://www.n-tv.de/politik/Hier-demonstriert-die-Mischpoke-article14164906.html

Haßbürger  (Hofreiter, Grüne)

https://www.bayernkurier.de/inland/14229-die-gruene-verrohung/

Nazis in Nadelstreifen   (Jäger,SPD)

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-12/innenminister-strategie-salafisten

Dumpfbacken  (Schäuble,CDU)

http://www.bild.de/politik/inland/wolfgang-schaeuble/schaeuble-bezeichnet-afd-als-dumpfbacken-43929068.bild.html

Dunkeldeutschland  (Gauck)

http://www.sueddeutsche.de/politik/bundespraesident-joachim-gauck-die-ossis-und-dunkeldeutschland-1.2622780

Mecklenburg-Vorpommern, das am dümmsten besiedelte Bundesland   (Mack,Grüne)

http://www.stern.de/politik/deutschland/netzreaktionen-zur-wahl—das-am-duemmsten-besiedelte-bundesland–7042040.html

Wenn Sie etwas Ordentliches gelernt haben, brauchen Sie keine drei Minijobs. (Tauber,CDU)

http://www.tagesspiegel.de/politik/cdu-generalsekretaer-peter-tauber-wenn-sie-was-ordentliches-gelernt-haben-brauchen-sie-keine-drei-minijobs/20015392.html

Im Thüringer Landtag hat sich zudem folgendes zugetragen:

„Nach Schluss der Plenarsitzung vom 27. September 2017 befanden sich die AfD-Abgeordneten Olaf Kießling und Stefan Möller auf dem Weg vom Plenarsaal zum Abgeordnetengebäude. Im Verbindungsgang beschimpfte der Linke-Abgeordnete Steffen Harzer, der 1980 in die SED ein trat und über ihre Nachfolgeparteien schließlich in die Partei Die Linke kam, die beiden als „Nazis, Faschistenpack, Dreckfressen“. Zusätzlich drohte er Kießling mit „Halt deine Fresse, ich hau dir gleich aufs Maul“, weil Kießling ihn gebeten hatte, sich an die Umgangsformen eines Landtages zu halten. Die Drohungen mit körperlicher Gewalt erfolgten mehrfach. Der Abgeordneten der Grünen, Roberto Kobelt, der Harzer begleitete, war sichtlich peinlich berührt, schritt aber nicht ein. Die AfD-Fraktion hat gegen Harzer Strafanzeige gestellt.“

Nicht zu vergessen der Spruch einer gewissen Andrea Nahles nach der verlorenen Bundestagswahl 2017: „Von nun an gibt´s auf die Fresse.“

Das sind allesamt Aussagen gewählter „Volksvertreter“ und sie zeigen eine bedenkliche Verachtung dieser Leute gegenüber dem VOLK, welches sie großzügig für andauerndes Versagen alimentiert.

Nun stellt sich allerdings die Frage, wer bestimmt eigentlich, was sagbar ist und was nicht? War es das Propagandaministerium der Nazis oder ist es das Justizministerium des unsäglichen Herrn Maas mit seinem „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“, welches sogar vom Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages als verfassungsrechtlich bedenklich angesehen wird, Zitat: Im Ergebnis kann in den Vorgaben des 3 NetzDG-E ein Eingriff in das Grundrecht der Meinungsfreiheit erkannt werden. Dieser Eingriff erscheint nach Abwägung der erörterten Belange nicht verfassungsrechtlich gerechtfertigt zu sein.“ §https://www.bundestag.de/blob/510514/eefb7cf92dee88ec74ce8e796e9bc25c/wd-10-037-17-pdf-data.pdf

Aber damit nicht genug. Viel schlimmer zu bewerten ist die Tatsache, daß der Justizminister diese Kontrolle u.a. einem privaten Unternehmen überläßt, u.a. der Amadeo-Antonio-Stiftung deren Vorsitzende die Stasi-Kahane (ich habe niemanden geschadet) IM Viktoria ist. Diese Stiftung darf nach verlorenem Rechtsstreit mit der AfD nicht zu unrecht als „Stiftung der Schande“  bezeichnet werden.

Wem obliegt es nun also, was sagbar ist und was nicht? Ist es eine „Sprachpolizei“, die Stiftung der Schande, der Justizminister? Oder ist es das unsägliche Gutmenschentum, welches sich auf ungeschriebene Gesetze beruft? Nun sagt man über diese Menschen nicht umsonst:  „Ein Gutmensch ist jemand, der sich eine ideale Welt erträumt in der er sich einredet zu leben oder leben zu können. Gutmenschen verhalten sich dabei schizophren, indem sie jeden, der nicht ihre Ansichten teilt zum Bösen in Menschengestalt erklären. Gutmenschen verhalten sich dabei wie die Gefolgsleute von Führern wie Hitler oder Stalin, nur daß sie nicht einer einzigen Person hinterherlaufen, sondern einer fixen Idee, die sie selbst im Angesicht von eindeutigen Beweisen und Argumenten nicht willens sind aufzugeben.

Gutmenschen sind dabei auch durchaus pathologisch und folgen alle den Idealen ihrer fixen Idee, welche sie als ihre eigene Meinung ausgeben. Wenn Gutmenschen die Möglichkeit erhalten, sind sie gegenüber ihren Gegnern weitaus totalitärer als das, was sie vorgeben zu bekämpfen.“ (The Liberal Mind: The Psychological Causes of Political Madness. (Das Liberale Gemüt: Die Psychologischen Ursachen für Politischen Wahnsinn) Amerikanischer Psychiater: „Gutmenschen klinisch geisteskrank“, 16. September 2009)

Soll man diese Irren tatsächlich ernst nehmen? NEIN, weil: „Mit Gutmenschen zu diskutieren, ist in der Regel anstrengend und in den meisten Fällen Zeitvergeudung. Das liegt vor allem daran, dass sich das Weltbild unserer politisch korrekten Mitmenschen immer weniger mit der Realität in Einklang bringen lässt. Statt die eigene Position und das Weltbild zu überdenken und zu revidieren, adaptiert der linke Gutmensch lieber seine Argumentationsstrategie. Auf Kritik argumentiert er nur mehr in den seltensten Fällen mit Sachargumenten, die sind ihm schon lange ausgegangen. Stattdessen bedient er sich stets der gleichen Abwehrstrategien.

Die beliebteste und häufigste Art der Gutmenschen- Kritik und unangenehme Wahrheiten zu begegnen, ist der Wechsel von der sachlichen auf die persönliche Ebene. Damit vermeidet er, sich auch nur im Ansatz mit Zahlen, Fakten und den tatsächlichen Problemen aus­einander­zusetzen. Stattdessen lenkt er die Diskussion auf den Kontrahenten, um ihn so in die Defensive zu drängen. Allseits bekannt und beliebt ist die Nazikeule. Sie wird jedem über­gezogen, der nicht ins linke Weltbild passt. Die Nazikeule funktioniert selbst dann, wenn die Anwürfe extrem weit hergeholt sind. Ralph Giordano ins rechtsextreme Eck zu stellen, ist ein gutes Beispiel dafür. Und weil es so einfach ist, keinerlei Wissen oder Sachkenntnis erfordert und man immer auf die Unterstützung der Medien zählen kann, wird in Deutschland der Nazivorwurf exzessiv gebraucht. Abnützungs­tendenzen scheint es nicht zu geben.

Ebenfalls beliebt und in bester kommunistischer und national­sozialistischer Tradition ist es, dem Gegner psychische Defekte und Krankheiten zu unterstellen. Man kennt das, unliebsamen Zeitgenossen werden Phobien (Xeno-, Islamo- etc.), also Geistes­krankheiten angedichtet. Kurz, wer nicht auf Linie der linken Gutmenschen ist, der muss ein Nazi, ein Rassist, ein Volksverhetzer, ein geistig Minder­bemittelter oder ein Psychopath – jedenfalls gesellschaftlicher Abschaum – sein.

Die oberflächliche Bildung der linken Gutmenschen stammt eben nicht aus Geschichts­Büchern, sondern aus den Medien. Gutmenschen versuchen, sich und den anderen die Welt schön zu reden. Mit Zahlen, Fakten und harten Argumenten kommt man gegen die Vorurteile der linken Gutmenschen nicht an. Mit ihrem Einfluss auf Medien, Politik und Justiz haben sie die Deutungshoheit in Europa errungen.“[17]

Wie dem auch sei, ich werde mich ganz bestimmt keinem Diktat einer „Sprachpolizei“, einer Stiftung der Schande, einem Propaganda/Justizministerium oder gar irgendwelchen durchgeknallten Irren beugen und mir in irgendeiner Weise das Wort verbieten lassen. Es wird zwar immer wieder versucht und ich bin in diesem Jahr zum vierten Mal für 30 Tage auf Facebook gesperrt, aber sie werden sich vergeblich an mir abarbeiten. Diesmal hat man sich an dem Wort Neger gestört. Im französischen nègre, im spanischen negro, im lateinischen niger, haben diese Worte eines gemeinsam. Sie bedeuten übersetzt, schwarz. Und daran wird auch niemand etwas ändern können. Beugen wir uns aber diesem Irrsinn, wird neben dem Neger, dem Negerkuß, dem Zigeunerschnitzel morgen auch der Weihnachtsmann und Weihnachten auf dem Index dieser Spinner stehen. Die Gesellschaft hat sie viel zu lange gewähren lassen und inzwischen empfinden viele Leute diese Verbote als normal. Aber das ist es definitiv nicht.

„Je mehr Leute es sind, die eine Sache glauben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß die Ansicht falsch ist. Menschen die Recht haben, stehen meistens allein“   Sören Kiergegaard (1813-1855), dän. Philosoph und Theologe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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