Bundeswehr – bald ohne Soldaten?

Foto: jouwatch
Hat diese Dame bald die Bundeswehr abgeschafft? (Foto: jouwatch)

Bei der Bundeswehr melden sich immer weniger Freiwillige zum „Dienst an der Waffe“. Sechs Jahre nach dem „Aus“ für die Wehrpflicht haben sich bis August nur noch 10.105 Männer und Frauen für die „Truppe“ begeistern können – ein Einbruch um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Doch das Verteidigungsministerium unter Ursula von der Leyen sieht darin kein Problem: „Die Trendwende Personal greift“, verkündet es unbeirrt. Der jährliche Mindestbedarf von 8.500 Frauen und Männern werde auch im laufenden Jahr sichergestellt so das Ministerium und spricht von einer „Schwerpunktverlagerung“.

Im Schnitt geben fast 30 Prozent der Rekruten ihren Dienst bei der Bundeswehr schon in den ersten sechs Monaten wieder auf. Das sei ein guter Wert im Vergleich zum zivilen Arbeitsmarkt, findet das Bundesverteidigungsministerium. Unter den Zeitsoldaten brechen im Schnitt 18 Prozent ihren Dienst noch in der Probezeit ab.

Ursula von der Leyen versucht seit Jahren, mit allerlei Werbekampagnen und Youtube-Serien die Bundeswehr zum attraktiven familienfreundlichen Arbeitgeber umzubauen und so die Jugend zum Truppenbeitritt zu bewegen.

Gab es am Tag der Wiedervereinigung 1990 noch 585.000 Soldaten erreichte die Bundeswehr im Juni 2016 mit 166.500 Zeit- und Berufssoldaten ihren bisherigen Tiefstand. Seither ist man im Ministerium um eine Trendwende bemüht. Bis 2024 sollen die Streitkräfte demnach auf 198.000 Soldaten anwachsen. (MS)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.