Alle bösen Dinge sind drei – in Deutschland

Symbolfoto: Durch mattomedia Werbeagentur/Shutterstock
Symbolfoto: Durch mattomedia Werbeagentur/Shutterstock

Während die Politiker in Berlin weiterhin ihr abgekartetes Spielchen betreiben und an der vorhersehbaren GroKo herumbaseln, setzt sich das Grauen im Alltag weiter fort. Hier drei Polizeimeldungen:

Ermittler des Raubdezernats für die Region Wandsbek (LKA 154) haben gestern vier Serben (25, 29, 39, 44) dem Haftrichter zugeführt, die im Verdacht stehen im Rahmen eines vereinbarten Autokaufs einen erpresserischen Menschenraub begangen zu haben.

Drei der späteren Täter trafen sich mit einem 26-Jährigen in Hamburg-Wandsbek, um einen VW T6 zu kaufen.

Der Bus war von einem Bekannten des 26-Jährigen im Internet zum Verkauf angeboten worden.

Nachdem sich die potentiellen Verkäufer das Fahrzeug eingehend angesehen hatten, baten sie darum, eine Probefahrt machen zu dürfen.

Die Probefahrt startete in Richtung Friedrichsberg. Nach ca. 500 Metern schlug der 29-Jährige dem Geschädigten ins Gesicht. Der 39-Jährige und der 44-Jährige hielten den Geschädigten fest und raubten sein Handy.

Die Fahrt setzte sich durch Hamburg und schließlich über die Autobahn nach Lüneburg fort, wo der 25-jährige Tatverdächtige an einer Raststätte dem Bus zustieg.

Die Täter telefonierten während der Fahrt mit dem eigentlichen Verkäufer des VW-Busses, einem 37-Jährigen und forderten von diesem Geld, da er im Juni 2017 ein gestohlenes Auto an die Männer verkauft haben soll. Während der Autofahrt und des Telefonats mit dem 37-Jährigen wurde der 26-jährige Überbringer des T6 mehrfach von den vier Männern geschlagen und mit einem Messer bedroht. Zudem drohten die Täter, den 26-Jährigen solange festzuhalten, bis sie von dem 37-Jährigen das Geld erhalten würden. Zwischenzeitlich wurde das Fahrzeug gewechselt und der VW-Bus an einen unbekannten Ort verbracht.

Die vier Tatverdächtigen drohten dem Geschädigten zudem, seine Großmutter zu entführen, falls das Geld nicht gezahlt werde und er die Polizei einschalten würde. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, hatten sich zwei der Beschuldigten bereits am 23.11.2017 kurzzeitig in der Wohnung der Großmutter aufgehalten.

Gegen 00:08 Uhr fuhren die Täter mit dem 26-Jährigen zu seiner Wohnung und ließen ihn dort frei. Der 26-Jährige alarmierte die Polizei und Ermittler des LKA 154 übernahmen die weitere Sachbearbeitung. Im Rahmen der laufenden Ermittlungen erhielten die Beamten Kenntnis von einem vereinbarten Treffen zwischen dem 37-jährigen Autoverkäufer und den Tätern in einem Schnellrestaurant. Auf dem Parkplatz des Schnellrestaurants konnten die vier Tatverdächtigen von den Ermittlern des LKA 154 vorläufig festgenommen werden. Der 37-Jährige entfernte sich zunächst.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen sollen Geldforderung der Täter, die mit einem betrügerischen Autoverkauf eines VW-Busses im Juni 2017 im Zusammenhang stehen, Hintergrund der Tat sein. Am 22.11.2017 hatten die Täter ein identisches Verkaufsinserat auf einem Internet-Verkaufsportal entdeckt und Kaufinteresse vorgegeben, um so das eingebüßte Geld wieder zu erlangen.

Der aktuell zum Verkauf angebotene VW T6 wurde am 28.08.2017 in Hamburg unterschlagen. Am Fahrzeug waren gefälschte Kennzeichen angebracht. Der VW-Bus konnte in Seevetal aufgefunden und sichergestellt werden.

Der 37-jährigen Autoverkäufer und mutmaßliche Hehler konnte telefonisch kontaktiert werden. Er erschien hiernach am Polizeikommissariat 37. Gegen ihn wurden ebenfalls Ermittlungen eingeleitet und ihm wurde rechtliches Gehör angeboten.

Die vier Tatverdächtigen wurden erkennungsdienstlich behandelt und im Anschluss einem Haftrichter zugeführt.

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Dresdner Polizeibeamte konnten gestern Abend zwei Männer (34/45) stellen, die zuvor einen 57-Jährigen genötigt und geschlagen hatten. Der 34-Jährige wurde festgenommen, da gegen ihn ein Haftbefehl vorlag.

Der 57-Jährige befuhr mit einem Paketdienst-Transporter die Zwickauer Straße. Vor ihm fuhr sehr langsam ein Mercedes, welcher den Transporterfahrer letztlich zum Anhalten nötigte. Als beide Fahrzeuge standen, stiegen zwei Männer aus dem Mercedes und gingen zum Transporter. In der Folge schlugen sie den 57-Jährigen, so dass dieser leicht verletzt wurde.

Alarmierte Polizeibeamte stellten den Fahrer des Mercedes, einen 45-jährigen Deutschen, noch auf der Zwickauer Straße fest. Den zweiten Angreifer machten Einsatzkräfte kurz darauf in einem Nachtclub an der Zwickauer Straße ausfindig. Da gegen den 34-jährigen Albaner ein Abschiebehaftbefehl vorlag, wurde er vorläufig festgenommen.

Gegen die beiden Männer wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

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Am Donnerstagabend des 23.11.2017, gegen 19:10 Uhr, wurde ein 35-jähriger Mann an der Hattinger Straße in Velbert-Nierenhof, in Höhe der „Alte Poststraße“, von vier unbekannten Personen zusammengeschlagen. Anschließend forderten die Unbekannten den 35-Jährigen unter weiterer Gewaltandrohung auf, sich zu entkleiden. Mit Kleidungsstücken ihres Opfers flüchteten die Täter anschließend zu Fuß in unbekannte Richtung. Der schwerverletzte Mann, der nur noch mit einer Unterhose und Socken bekleidet war, musste mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht und dort stationär aufgenommen werden. Er konnte sich bislang noch nicht zu der Tat äußern. Nach Angaben von Zeugen soll es sich bei den vier Personen um zwei Männer und zwei Frauen mit südländischem Aussehen handeln. Die beiden Männer sollen ca. 20-25 Jahre alt sein. Die Polizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen.

Alltag in Deutschland. Oben schieben sie sich die Posten zu, unten regiert Gewalt und Verbrechen.

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