Wegen sexueller Belästigung: Dornröschen schläft ab jetzt für immer

Foto: Collage
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In Großbritannien zieht eine Mutter gegen das Märchen „Dornröschen“ in die Schlacht. Sie forderte die Schule ihres kleinen Sohnes auf, das Buch zu verbannen. Grund: Der Kuss des Prinzen, mit dem er Dornröschen aus ihrem hundertjährigen Schlaf weckt, vermittle den Kleinen eine „unangemessene sexuelle Botschaft“.

Von Marilla Slominski

Sarah Hall, Mutter eines 6-Jährigen Jungen, ist der Ansicht, es sei verantwortungslos, den Kleinsten die Geschichte vorzulesen, schließlich habe Dornröschen nicht eingewilligt, geküsst zu werden. Den Kindern werde so vermittelt, es sei in Ordnung eine Frau zu küssen, die schläft.

„Ich meine, in diesem Märchen geht es um ein spezielles Problem. Es geht um sexuelles Verhalten und die Zustimmung dafür. In unserer heutigen Gesellschaft ist so ein Verhalten unangemessen. Ich sage ja nicht, das Buch soll völlig aus dem Unterricht verschwinden, aber es sollte nur älteren Kindern vorgelesen werden. Mein Sohn ist erst 6 Jahre alt und er nimmt alles auf, was er sieht“, argumentiert die zweifache Mutter aus North Shields.

Die „Me Too“-Kampagne in den sozialen Netzwerken habe sie für das Thema sensibilisiert.

„Es sind die kleinen Dinge, die zusammengenommen den Unterschied machen“, so die 40-jährige Sarah Hall.

Andere Märchen sehe sie genauso kritisch, aber am meisten verstöre sie der unerlaubte Kuss in Dornröschen.

„Solange wir solche Geschichten in den Schulen vorlesen, wird sich unangemessenes sexuelle Verhalten nie ändern“, weiß Sarah Hall.

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