Bal paradox (oder: die Welt des Irrealen)

Foto: Vom Autoren übermittelt
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Als Reaktion auf das krachende Scheitern der Schmierentheater-Posse mit dem Titel „Jamaika“, ruft der Bundespräsident die beteiligten Schauspieler dazu auf, „sich ihrer Verantwortung gegenüber dem deutschen Volk bewusst zu werden“; in dasselbe Horn stößt – mit wirkungsvoll staatstragender Stimme – der neugebackene Bundestagspräsident Schäuble. Diese Ermahnung wird – in der Manier des klassischen griechischen Theaters – vom Chor der Vertreter sämtlicher bundesdeutschen Block-Parteien aufgenommen (mit Ausnahme der Linken, denen Neuwahlen die Gelegenheit geben würden, ihr eigenes Süppchen wieder aufzuwärmen).

Von Quo usque tandem

Wovon reden diese Mahner denn eigentlich? Davon, dass die Verantwortung gegenüber der Volksgemeinschaft darin besteht, den Leichnam des Frankenstein-Monsters „Jamaika“ doch noch zum Leben zu bringen? Eines Monsters, welches – sofern auf eben diese Gemeinschaft losgelassen – im Verlauf der kommenden vier Jahre die Voraussetzungen für einen muslimischen Mehrheits-Anteil an der Bevölkerung Deutschlands bis spätestens 2050 sowie das Erstehen eines Kalifats Almanya irgendwann vor der nächsten Jahrtausendwende schaffen würde? Dies nur als gravierendster Effekt unter einer ganzen Reihe für das autochthonische deutsche Bevölkerungs-Element äußerst schmerzhafter Folgen, deren Aufzählung den Rahmen diese Artikels sprengen würde.

Fakt ist, dass die einzigen Akteure der erwähnten Posse, die sich der so larmoyant beschworenen „Verantwortung gegenüber dem Volk“ – spät, aber immerhin doch noch rechtzeitig – bewusst geworden sind (und die als Konsequenz richtig gehandelt haben) FDP und Lindner heißen.  Und genau auf sie wird gegenwärtig seitens der restlichen Meute mit dem Vorwurf der „Verantwortungslosigkeit“ eingeprügelt.

Leben wir Deutschen eigentlich in einer Art Parallelwelt, in der alle Gesetze der Logik in ihr Gegenteil verkehrt sind? Einer Welt, in der das spöttische Lachen Till Eulenspiegels die ständige Hintergrundmusik bildet? In der die Bürger von Schilda den Kurs des Handelns bestimmen?

Falls dem nicht so ist, sollte sich die Neuauflage des altgriechischen Chors der Erynnien eigentlich bemüßigt fühlen, statt ihrer Totenerweckungs-Bemühungen auf eine vom zwei Lösungen der gegenwärtigen Patt-Situation hinzuarbeiten:

  1. a) Entweder schnellstens den reinigenden Prozess von Neuwahlen in Gang zu setzen, oder aber
  2. b) (dies ist die weniger wünschenswerte Option) eine Neu-Auflage der GroKo-Ehe in Angriff zu nehmen – dies allerdings, seitens der sich noch zierenden Braut SPD, mit der sine-qua-non-Bedingung, dass in dem Neue Hausstand unter keinen Umständen das Element Angela Merkel vorkommen darf.

Möge (um das klassische Griechenland nochmals zu bemühen) Athene, die Göttin der Weisheit und des logischen Handelns, die (mehrheitlich noch vernebelten) Gehirne alle derzeit unter Gackern und Flügelschlagen  auf der politischen Bühne  im Kreis  rennenden Akteure in einem für die Zukunft Deutschlands positiven Sinne beeinflussen.

 

 

 

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