Immer mehr Schweden bleiben aus Angst zu Hause

Symboldbild: Einwohner schwedischer
Symboldbild: Einwohner schwedischer "No-Go" Zonen haben Angst, Fotoquelle: pxhere.com

Schweden – Fast die Hälfte der Schweden, die in sogenannten „No-Go Zonen“ leben, verlassen bei Einbruch der Dunkelheit aus Angst nicht mehr das eigene Haus. Sie fürchten überfallen, ausgeraubt oder angegriffen zu werden.  

Von Bianca Hoe

Laut einer Umfrage des Schwedischen Nationalen Rates für Kriminalprävention (Brå) fürchten sich die Einwohner in den unruhigen Vorstädten der stark besiedelten Städten wie Malmö zunehmend davor, von Kriminellen beraubt oder verletzt zu werden. Die Umfrage ergab, dass 48 Prozent der Befragten, die in den Vororten von Malmö leben, der Meinung sind, daß die Gegend zu gefährlich ist, um nachts vor die Tür zu gehen, berichtet SVT.

Die Zahl der verängstigten Schweden ist in den Stadteilen besonders hoch, in denen dank Masseneinwanderung der Anteil an ausländischen Bewohnern zunimmt. Im Norden von Malmö sagten 36 Prozent, sie hätten Angst, abends auszugehen und in der nahe gelegenen Stadt Lund erklärten 22 Prozent, daß sie sich bei Dunkelheit nicht mehr sicher fühlen.

Die Umfrage widmete sich auch den Meinungen der Anwohner zu Verbrechen in der schwedischen Gesellschaft im Allgemeinen. In einigen Gegenden wie der Stadt Ystad beklagten 58 Prozent, daß sie große Angst vor dem Ausmaß der Kriminalität in ihrer Umgebung haben.

Andere Großstädte in Schweden wie Stockholm und Göteborg lieferten ähnliche Umfrageergebnisse und viele Schweden sind angesichts jahrelanger Berichte über Unruhen und Gewalttaten zunehmend besorgt über die Gewalt in abgelegenen Vorstädten.

Im vergangenen Monat forderte die Moderate Partei die Unterstützung durch das Militär, da in den No-Go-Zonen Polizisten immer häufiger Opfer von gezielten Angriffen durch jugendliche Migranten werden. So rufen „Jugendliche“ absichtlich Notdienste oder Feuerwehr in ein bestimmtes Gebiet, um die Rettungskräfte dann aus dem Hinterhalt anzugreifen.

 

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