Das gefährliche Frauenleben unter dem Halbmond

Für Frauen ist die ägyptische Hauptstadt Kairo die gefährlichste Großstadt. Das fand die Thomson-Reuters-Stiftung heraus. Nicht die Einzige unter dem Halbmond. Überrascht?

Von Volker Kleinophorst

Das Leben als Frau in Kairo ist gefährlich, und in Karachi, und in Lagos, und in Dhaka, und in Jakarta und Istanbul. Kurz: Islam nix gut für Frauen.

So die Ergebnisse einer Umfrage der Thomson-Reuters-Stiftung, die Expertinnen in Frauenfragen befragt hat, welche Megastädte der Welt für Frauen sicher sind – und welche mehr tun müssen, um Frauen vor sexueller Gewalt, Belästigung und schädlichen kulturellen Praktiken zu schützen und ihnen Zugang zu Gesundheitsversorgung, Finanzen und Bildung zu verschaffen.

Wäre es nur um Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe gegangen, wäre Kairo allerdings noch von Neu Dehli und Sao Paulo auf den dritten Platz verwiesen worden. Wenn es um “kulturell geduldete“ Gewalt geht wie Genitalverstümmlung und Zwangsverheiratung haben die Frauen in Kairo, Karachi und Dhaka am meisten zu erleiden, so die Studie, die 19 Mega-Cities untersucht hat. Am sichersten seien Tokyo, Moskau und Shanghai. Eine deutsche Stadt war bei den Untersuchungen nicht dabei.

Nun hat jeder hat seine eigenen Grundlagen, welche Zahlen man wie ermittelt. Die reise reporter gehen nach dem Safe Cities Index andere  nach der Mordrate wie dieser Artikel der Welt (dann ist Südamerika Weltmeister, angeführt von Caracas in Venezuela).

Die Welt: „In zehn Ländern werden 58 Prozent aller Morde weltweit verübt: Brasilien, Indien, Nigeria, Mexiko, Demokratische Republik Kongo, Südafrika, Venezuela, USA, Kolumbien und Pakistan.“

Thompson Reuters hat sich für eine persönlichere Methode der Datenerhebung entschieden und in den einzelnen Städten jeweils 20 verschiedene Personen (Experten) kontaktiert, die sich mit Frauenfragen beschäftigen, „darunter Akademiker, Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen, Mitarbeiter im Gesundheitswesen, politische Entscheidungsträger und Sozialkommentatoren.“ Das ist natürlich eher unwissenschaftlich, denn es wird von persönlichen Eindrücken bestimmt.

Außerdem wird es natürlich nur durch die „Arme Frauen“-Brille gesehen.

Was die Sichtweise nämlich impliziert, diese Städte seien nur für Frauen so unsicher. Dabei sind diese Städte für Männer in gleicher Weise gefährlich. In Ländern in denen Frauen keinen Zugang zu Bildung, Finanzen und Gesundheitsversorgung haben, ist das Leben generell kein Zuckerschlecken und sieht für die meisten Männer genau so aus. Nix mit Männerbonus.

Außerdem: „Weltweit sind die 79 Prozent aller Mordopfer Männer.“

Kann mich nicht erinnern, dass da nach einer Quote oder mehr Teilhabe gerufen wurde.

Was auffällt, die in der Studie von Thompson Reuters identifizierten gewaltkulturellen Schwerpunktzonen liegen zum großen Teil in den Weltgegenden, aus denen auch ein großer Teil der „Schutzsuchenden“ kommt, die bei uns die Straßen unsicher machen.

Aber da hat wieder nix mit nix zu tun, wie auch die Unsicherheit für Frauen in islamischen Ländern sicher nichts mit dem Islam zu tun hat und nicht damit, dass Frauen im Islam einfach nichts wert sind.

Sogenannte Ungläubige übrigens auch.

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