Aufschrei bei Merkels Musterschülern: Der Rock’n’Roll ist nicht mehr „links“

Foto: Durch Christian Bertrand/Shutterstock
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Wenn Hofschranzen hassen. Soeben wurde mal wieder auf einen Abweichler und Renegaten, einen politisch Unkorrekten, eingeprügelt. Nichts Neues im Westen, möchte man meinen, doch diesmal ist alles anders. Der Geprügelte ist nicht irgendein streunender Meinungsköter, der vom Staatshof mit seinen Häschern ge- und verjagt wird, dieses Mal haben wir es mit einem edleren Exemplar der Gattung unabhängiger Rebell zu tun. Und das schmerzt die Schranzen, nicht nur an Merkels Hof. Die Süddeutsche Zeitung macht ihrem Ruf als Pitbull des schranzigen Zeitgeistes und der untertänigsten Untertanenkontrolle mal wieder alle Ehre – und tappt dabei in die eigene Falle. Popstars schlägt man nicht, denn sie können sehr wirkungsvoll zurückschlagen, manchmal haben sie sogar mehr Verehrer als der Angreifer. Die SZ aber meint, sie könne Superstar Steven Patrick Morrissey mal so eben das Mikrophon entreißen und ihm ans Bein pinkeln – Hochnäsigkeit kommt vor dem Fall! Auf diese Meute des feigen Mainstreams wartet ein tiefer Abgrund.

Von Hans Salvador Mundi

Hätte man es wissen können? Austritte nach rechts gab es in Morrisseys Karriere schon immer. Man hat als Fan jahrelang über sie hinweggesehen. Oder sie erst gar nicht bemerkt. Weil sich bei Morrissey Brachialität und Fragilität immer bedingten. Weil er seine gröbsten Hiebe immer mit dem zartesten Verlangen verband. Das Problem mit Morrissey im Jahr 2017 ist nun, dass dieses Spiel mit dem Widersprüchlichen einem einseitigen Zorn gewichen ist. Der Sound von Morrisseys Solowerk nach dem Comeback 2004 mit „You Are The Quarry“ war meist eher stumpf. Es hatte aber doch immer wieder famose lyrische Momente. Auf „Low in High School“ muss all das rechtspopulistischen Kampfbegriffen weichen – und man hört, was man eigentlich schon viel länger hätte hören können: einen alternden Mann, dem die Ideen und die Kraft ausgegangen zu sein scheinen, weshalb er Dringlichkeit mit Kraftmeierei verwechselt.“

Lieber Leser, haben Sie jemals von Julian Dörr gehört? Nein?! Kein Wunder. Dieser weitgehend unbekannte Name zeichnet als Autor eines moralinsauren Artikels, der sich einem wahren Helden und Könner widmet. Dörr – der Name ist Programm. Nennen wir ihn gleich Dörrpflaume, denn dieser mäßig talentierte Stusstexter verfügt nicht mal über analytisches Grundwissen in den Fächern Subversion und Widerstand, Independent Kultur versus Mainstream, Aufklärung und Humanismus sowie Politik als Zeichen demokratischer Kultur.

Dörrpflaume formuliert im Zeichen der Anpassung, sinniert in seinen Artikeln allen Ernstes über das Ende des „weißen Mannes in der Popkultur“ und die „Männlichkeit in der Krise“ – angeblich nennt sich die Dörrpflaume auch noch „männlicher Feminist“.

Merkel machte in 12 Jahren aus den Nachfahren einer einstigen „Herrenrasse“ nun alternativlos eine dackelnde „Zwergenrasse“, Männer, die nicht mehr wissen auf welche Toilette sie gehen dürfen. Und solch ein kleiner Kläffer im rosaroten Dress, vermutlich mit Düttchen am dummen Köpfchen, wagt es The Smiths und das Erbe der Independent Culture anzurempeln. „„Sein neues Album „Low in High School“ zeigt, wie aus dem coolen Arbeiterjungen aus Manchester, der gegen das Establishment aufbegehrte, ein Apologet des Rechtspopulismus werden konnte.“ – Das sagt die Dörrpflaume über jenen verdienstvollen Sänger, der zu Beginn der 1980er Jahre in Folge von Punk und New Wave mit seiner Band The Smiths nicht nur den britischen Indie-Rock maßgeblich prägte. 2004 kürte das Musikmagazin NMW Morrissey und seine Smiths noch vor den Beatles zu den „Most Influential Artist Ever“. Was bedeutet, dass wir es hier mit einem reichlich großen Kaliber zu tun haben, mit einer echten Persönlichkeit, mit einem bedeutsamen Künstler. Doch wie auch unlängst schon bei Rolling Stones-Legende Mick Jagger kommt aus dem Heerlager der Kanzlerin immer lauteres Gebell, denn überall auf der Welt regt sich was gegen eine neue Weltunordnung der alten linken Eliten und ihrer Seilschaften. In Deutschland sind Medien wie die SZ dabei inzwischen zu reinen Gehirnwaschanlagen verkommen, in denen parteiliche Linientreue von allen und jedem eingefordert wird, ein neuer Stalinismus, der auch an die benachbarte maoistische Kulturrevolution erinnert. Wer nicht stramm mitläuft, der wird exekutiert.

Es ist schon lustig, weil so durchsichtig. Künstler der höchsten Etage des Pop wie Jagger und Morrissey kritisieren in ihren neuen Liedern inzwischen lediglich die offensichtliche Manipulation und Meinungsunterdrückung durch staatlich und parteilich gelenkte Mainstreammedien, die der Pressefreiheit den Garaus machen wollen. „Lehre deine Kinder die Propaganda zu erkennen und zu hassen, die von den toten Abteilungen der Mainstream-Medien verbreitet wird.“ – Das singt Morrissey zu feinstem Rock, bei der SZ sorgt so was für Stromausfall in der Redaktion. Die Schranzen fühlen sich ertappt, diese Ekelmitläufer werden nun besungen, jetzt kommt die kulturelle Höchststrafe in Form intelligenter, gekonnter Abrechnungen. Da fällt dann Dörrpflaumen das Puderdöschen aus den Zitterhändchen mit den man gerade eben noch im Namen der Kanzlerin mal wieder Hexenjagd auf Andersdenkende machen wollte. Die Zeiten wandeln sich, das hätten diese ganzen Schranzen wissen müssen, denn das hatte ja schon Bob Dylan vorausgesungen.

Doch nun kommt es immer dicker. Nach einer wahren politisch-medialen Hinrichtungswelle und drastischer Zensur des Internets (Maas/Stasi-Kahane vs. Facebook) mit prominenten Opfern wie etwa dem deutsch-türkischen Schriftsteller Akif Pirincci schlägt der progressive Geist der Evolution zurück. Nachdem bereits Volksrock’n’Roller Andreas Gabalier gegen den „Gender Wahnsinn“ wetterte und sich kritisch an der Grenze zu deutschen Landen mit dem Untertanengeist unter Merkel befasste, kommen nun immer neue Künstler aus ihren Übungsbunkern – und schießen zurück. Schlechte Zeiten für Dörrpflaumen in Zeiten angestauter Wut. Der österreichische Musiker und Songwriter Peter Cornelius haut nun auch in die Kerbe und ruft auf zum fröhlichen Tontaubenschießen gegen LINKS! Auf seinem neuen Album „Unverwüstlich“ und begleitenden Interviews donnert er dem angepaßten Mainstream seine künstlerische Faust wohlverdient in die saturierte Fresse: „Musiker Peter Cornelius prangert ‚kollektive Bewusstlosigkeit‚ an, während Europa ‚umgevolkt‘ wird. In einem Interview mit der österreichischen ‚Krone‘ rechnet Musiker Peter Cornelius mit einer Art ‚kollektiver Bewusstlosigkeit‘ ab, die so wirke, als sei die europäische Menschheit durch ‚Valium im Trinkwasser‘ beeinflusst. Bei allem, was sich heute abspielt, sei kein Widerstand vorhanden, prangert er an.“

Man muss dabei natürlich gar nicht jede Formulierung teilen, „Umvolkung“ ist schon heftiges Vokabular, es kann durchaus rechtsextrem und „rasserein“ mißverstanden werden. Darum geht es auch gar nicht. Es geht darum, dass die Leute sich allenfalls wie auf Valium verhalten, dieses aber weil sie gezielt seit Jahren eingeschüchtert, bedroht, geschlagen, ausgegrenzt, auf Facebook gelöscht oder gesperrt werden, der Verlust des Arbeitsplatzes oder von Arbeitsaufträgen konkret angedroht oder vollzogen wird – wenn sie denn ihre eigene, regierungsunabhängige Meinung gegen Gender Mainstream, Euro, Energiewende, hohe Steuerlasten, Skandalrenten, offene Grenzen oder den allgegenwartigen Islam verlauten lassen. Still und heimlich haben mächtige, finstere Hinterzimmerregenten überall im Westen einen neuen Totalitarimus mitten in der Demokratie hochgezogen. Der Kritiker ist der Feind, der Kritiker ist der Böse, der Kritiker ist ein Unmensch, der Kritiker hat kein Recht auf Mitsprache, gegen den Kritiker mobilisieren wir den „zivilen Widerstand“, der Kritiker hat den Mund-Tod verdient, haltet den Kritiker, Tod dem Kritiker.

Peter Cornelius ist schon lange dabei, aber nicht von gestern. Künstler wie er sind nun von Heute und von Morgen, während diejenigen, die solchen Mitmenschen den Mund und das Mitdenken weiter verbieten wollen, längst ihre Zukunft hinter sich haben. Es wird knallen. Die ersten Schüsse fallen. „Morgen gehört dem der ES kommen hört“ sang David Bowie und Peter Cornelius sagt: „Für mich hat Angela Merkel die Deutschen praktisch ins Koma regiert. Sie hat auf viele Dinge überhaupt nicht reagiert oder sie rausgeschoben und immer gesagt, Deutschland ginge es eh gut. Das kann nicht ewig so weitergehen. Irgendwann kommen die unmittelbaren Spätfolgen, wo es die Menschheit hochreißen wird, aber dann ist es zu spät. Es gibt dann ein schlimmes Erwachen.“

Hört, hört, hört. Erinnert euch mal an die Böhsen Onkelz. Die leben auch noch – gegen den Mainstream. Oder an Heinz Rudolf Kunze, der für sein Lied „Willkommen liebe Mörder“ zwar heftig von Merkels politisch korrekten Gesinnungssoldaten beschimpft wurde – aber ebenso genau den richtigen Ton zum richten Text fand. Auch HRK lebt noch. Künstler wie Joachim Witt oder Rammstein fallen auch durch das Sieb der ökolinken Kontrolle, denn nichts kann feinen Sand bei einer zu grob gewordenen Sanduhr noch aufhalten…..

 

 

 

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