Asylbewerberin mit offener TBC – 88 Personen könnten infiziert sein

(Bild: jouwatch)
Infektionserkrankungen auf dem Vormarsch (Bild: jouwatch)

Oberbayern/Altöttig –  Wie das Landratsamt Altötting am Montag mitteilte, wurde bereits am 16. Oktober eine 20-jährige Frau aus Somalia in der Kreisklinik Altötting stationär aufgenommen, die seit Anfang Oktober an Husten, Fieber und Schwäche litt. Dort wurde offene Lungentuberkulose diagnostiziert. Seit März besucht die junge Frau eine Berufsintegrationsklasse der Beruflichen Schulen Altötting-Unterneukirchen. Bis zu 88 Personen könnten sich nun angesteckt haben.

Im Rahmen einer Umgebungsuntersuchung wurden bis zu 88 Kontaktpersonen der erkrankten Frau ermittelt. Als Kontaktpersonen werden entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK) unter anderem Menschen angesehen, die in den letzten sechs Monaten vor Erkrankung an einer mikroskopisch offenen Lungentuberkulose in Summe mehr als acht Stunden gemeinsam mit dem Erkrankten in einem geschlossenen Raum zugebracht haben, so unter anderem das Wochenblatt.

„Es gebe jedoch keinen Anlass zu Hysterie“

Demnach werden sowohl die Mitbewohner der Somalierin, wie auch die Mitschüler sich einer Untersuchung unterziehen müssen. Der Leiter des Gesundheitsamtes Altötting Dr. Franz Schuhbeck empfiehlt allen Kontaktpersonen der erkrankten jungen Frau bei länger bestehendem Husten, Fieber oder neu aufgetretener Schwäche, eine Röntgenuntersuchung der Lunge durchführen zu lassen.

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Es gebe jedoch keinen Anlass zu Hysterie, so die Verlautbarung des Leiters des Staatlichen Gesundheitsamtes weiter. Denn: TBC-Erkrankungen seien „gar nicht so selten“ und kämen auch bei der einheimischen Bevölkerung vor. Aufgrund der Berichterstattung zum benannten Fall würden „allerlei Kommentare und Gerüchte“ kursieren. Es würde behauptet, dass „TBC-Erkrankungen in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Zuzug von Flüchtlingen aus dem Nahen Osten und Afrika stünden“, so der Alt-Neuöttinger Anzeiger. Die Welt sei sehr mobil, räumt Dr. Schuhbeck daher ein und macht geltend, dass man nicht sagen könne, wo sich die 20-jährige Asylantin angesteckt habe.

Über Bayern herein geflüchtet

Nach eigenen Angaben sei sie ein Jahr unterwegs gewesen, ehe sie nach Bayern herein „flüchtete“. Damals – also zur Hochphase der unkontrollierten Massenimmigration, die in besonderem Maße über die bayerische Grenze erfolgte – sei sie medizinisch untersucht worden. Die Tests seien negativ gewesen, heißt es dazu abschließend. (SB)

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