Italien: Polizei räumt besetzte Migrantenwohnungen!

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Überall im Einsatz (Foto: fotolia/benekamp)

Italien – In Turin haben die Behörden gestern damit begonnen, das ehemalige Olympische Dorf zu räumen. Dort hatten zeitweise bis zu 1000 illegale Migranten in den vergangenen vier Jahren Wohnungen besetzt.

Im Morgengrauen transportierten die Behörden in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und der Polizei die letzten 60 „Flüchtlinge“ in ihre neuen Unterkünfte.

Eine Handvoll illegaler Einwanderer weigerten sich trotzdem, ihre ärmlichen Behausungen zu verlassen und verbarrikadierten sich.

„Als wir ein Zuhause gebraucht haben, habt ihr uns keins gegeben und jetzt, wo wir hier untergekommen sind, wollt ihr uns wegschaffen“, beklagte sich einer von ihnen.

In der Vergangenheit war es im Olympischen Dorf immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Anwohnern und Migranten gekommen. Vor einem Jahr blockierten die illegalen Einwanderer Straßen, beschädigten Fahrzeuge, Straßenschilder und Mülltonnen, weil in der Nähe Feuerwerkskörper explodiert waren. Daraufhin fühlten sie sich bedroht und gingen schreiend auf Einheimische los.

Die Gebäude waren für die Athleten der Olympischen Winterspiele 2016 gebaut worden. Die Turiner Regierung hat zusammen mit der San Paolo Bankgruppe ein Projekt beschlossen, die Gebäude bis 2020 komplett zu räumen und bietet den Migranten neue Unterkünfte und Ausbildungsmöglichkeiten, damit sie in der Lage sind, Arbeit zu finden. (MS)

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