Sonntag Abend 18.00 Uhr war Schluss! Auch wenn Sonntag Abend 18.00 Uhr doch erst um Mitternacht war!

Jouwatch Bildmontage
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„18.00 Uhr ist Schluss“, schrie Mr. Feinripp „Lindner“ von der FDP in die Mikrofone der Medienmeute. Übrigens, nachdem die Deadline von Donnerstag Abend auf Freitag Morgen verschoben wurde, um dann durch die FDP auf Sonntag Abend 18.00 Uhr verschoben zu werden.
Doch nun ist man sich einig: Auf ein paar Stunden mehr oder weniger kommt´s nun auch nicht mehr drauf an, wie Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner im ZDF sagte. Und schwupps wurde die Deadline wieder verschoben. Bis gegen Mitternacht Mr. Feinripp die Reißleine zog und ausstieg.

Von Holger Reichert

Wahrscheinlich wäre sie sonst noch so lange verschoben worden, bis der erste Teilnehmer der Koalitionsverhandlungen seine eigene Deadline erlebt und vor Altersschwäche vom Verhandlungstisch wegstirbt. Spätestens dann hätte aber wirklich Schluss sein müssen. Selbst zu dem Preis, dass man Neuwahlen ausruft. Merkel dürfte dann jedenfalls nicht mehr zur Wahl stehen. Sie würde dann wohl schon vom Steuerzahlers Notgroschen in großzügiger Rente leben.

Ja. So ist´s Recht. So lieben wir unsere Politiker. Terminzusagen sind so verbindlich, wie der Wetterbericht für anderthalb Monate später.
Da wird vor lauter Verbindlichkeit auch mal eine Merkelsche Maut, die es mit ihr definitiv und verbindlich nicht geben wird, schnell zur Merkelschen Chef-Sache erklärt, nur damit es sie dann doch noch gibt. Da kostet ein „Eneuerbare Energien Gesetz“ ganz verbindlich nur eine Kugel Eis.
Da gilt auch ein Soli verbindlich nur für eine wenige Jahre dauernde Frist, um dann auf Jahrzehnte uns Steuerzahler zu belasten, dann noch mit dem Irrsinn, dass sie tatsächlich kaum für einen Solidaritätszweck ausgegeben wird. Ich darf den geneigten Leser hier an die Worte der Politiker erinnern, dass man den Soli ja beibehalten könnte, um ihn für Flüchtlinge einzusetzen. Egal. Solidarität ist Solidarität. Egal mit wem. Selbst wenn wir damit unseren eigenen Untergang durch rückständige Religionskrieger finanzieren. Na mein Gott, dann sind wir eben solidarisch im Herzen geblieben, wenn man uns den Kopf abschneidet. Gott wird´s uns vielleicht vergelten. Sicher ist das aber nicht. Denn immerhin haben wir ihn dadurch verleugnet und verraten. Aber das wusste er ja ohnehin schon lange vor der Asylkrise und vor Judas. Denn da sprach Jesus schon: „Und Ihr werdet mich drei Mal verleugnet haben, bevor der Hahn zum neuen Morgen kräht.“ Mensch. Wie vorausschauend Jesus doch damals schon war. Zumindest scheint er von Merkels Erscheinen damals schon gewusst zu haben. Nur einen, neben Merkel unbedeutend erscheinenden Verräter Judas allein, kann er mit diesen bedeutenden Worten nicht gemeint haben. Nein, nein. Judas wird nur sein Alibi gewesen sein. Er muss diese Worte auf Merkel bezogen haben.
Doch nun ist es, wie es ist. Die FDP ist draußen, doch die Tröge sind noch immer randvoll und warten darauf, verzehrt zu werden. Die Dienstwagen sind frisch gewaschen und vollgetankt und ihre Schlüssel warten nur darauf, an die zukünftigen, also die alten, Benutzer übergeben zu werden.
Da wird man doch nicht, die Prämien so nah vor Augen, alles riskieren, und einen Neuanfang wagen. Zumal klar sein dürfte, dass der Neuanfang für viele „Volksverräter“, nein, sie heißen ja offiziell „Volksvertreter“, kein Neuanfang im herkömmlichen Sinne sein dürfte, sondern eher der (Neu)Anfang vom Ende. Und so wird man wohl ohne die FDP weiter versuchen, zu koallieren, wo es keine Übereinkunft geben kann. Wenigstens eine Minderheitenregierung muss noch drin sein, um nicht alle Dienstwagen an andere Nutznießer abgeben zu müssen.
In diesem Sinne, liebe verbliebenen Koalitionskoallierer, lasst Euch Zeit. Um Deutschland steht es zwar schlecht, noch lange aber nicht so schlecht, dass man nun in die Hände spucken müsste, um endlich mit der Regierungsarbeit zu beginnen.
Das hat Zeit. Kümmert Euch erst einmal in Ruhe um die Verteilung der Dienstwagen.
So scheinen es zumindest 87% der Wähler zu sehen.
Und da fällt mir gerade ein: Die Grünen sind nun offiziell in den Umfragen auf 11% geklettert und hängen der AfD direkt an den Fersen. Na Zufälle gibt es.
Ich frage mich gerade, ob es nun Sinn macht, doch einer Umfrage zu trauen, die ich nicht selbst gefälscht habe.
Schwere Entscheidung. Ach was. Ich bin doch nicht blöd. Die Grünen bei 11 % und damit direkte Verfolger der AfD?
Da glaubt man doch eher einem Arbeitgeber, wenn er am 1. April eine Lohnerhöhung verspricht. Und zwar, ohne dass man ihn vorher drauf angehauen hat.
In diesem Sinne, es bleibt spannend. Nein. Nicht wer uns regiert. Spannend wird nur, wann sie es endlich tut.

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