Junge Islamkonferenz will keine Leitkultur von „alten weißen Politikern“

Symbolfoto: Durch MikeDotta/Shutterstock
Die Neusiedler Europas (Symbolfoto: Durch MikeDotta/Shutterstock)

Die junge Islamkonferenz Deutschland (JIK) ist ein bundesweites Dialüg-, Forderungs- und Jammerforum sowie ein Multiplikatorennetzwerk junger Menschen im Alter von 17 bis 25 Jahren, die das Misstrauen gegen Muslime kritisieren. Sie ist ein Projekt der MUTIK gGmbH und der Humboldt-Universität zu Berlin, gefördert durch die Stiftung Mercator.

An diesem Wochenende haben sich im Gustav-Stresemann-Institut GSI (unabhängige, überparteiliche und gemeinnützige Einrichtung der politischen Bildung in Bonn) 40 junge Teilnehmer aus ganz NRW getroffen, um unter dem Motto: „Schweigen war noch nie Gold“ „Ansätze zu finden, um das Zusammenleben in Deutschland nachhaltig zu verbessern“.

Von Verena B.

Unterstützt wurde die Veranstaltung von der passdeutschen Türkin und Ziehtochter Armin Laschets, Serap Güler (CDU), Staatssekretärin für die Integration Deutscher im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des künftigen Kalifats NRW, die sich u.a. für den bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht, gegen Ethikunterricht in Deutschland ausspricht und Sympathisantin der rechtsextremen, imperialistischen und vom VS beobachteten „Grauen Wölfe“ ist.

Ziele der JIK

„Wer bin ich und wo gehöre ich hin?“, fragen sich viele junge Menschen. Vor allem, wenn sie mit Vorurteilen zu kämpfen haben, so wie etwa Muslime, ist es nicht immer einfach, darauf eine befriedigende Antwort zu erhalten, denn nur, wenn diese gegeben wird, kann auch der Wunsch nach einer Partizipation („Lieber Partizipation  als Assimilation“) am gesellschaftlichen und politischen Diskurs entstehen – und genau hier setzt die JIK an, die sich als Dialogforum für Jugendliche und junge Erwachsene versteht.

Die MoslemInnen berichten über ihre wertvolle Arbeit:

„Die JIK ist uns schon alleine deswegen wichtig, weil wir und in vielen Debatten, die etwa in der deutschen Politik geführt werden, einfach nicht wiederfinden“, sagen Volkan Turan und Julia Henn aus Köln, die beide schon zum zweiten Mal an so einem Landestreffen teilnehmen. „So wird etwa gerne von der deutschen Leitkultur gesprochen – aber vor allem von alten weißen (!) Politikern“, führt ersterer aus. „Warum fragt man uns nicht, was wir darunter verstehen? Wie kann es sein, dass zum Beispiel eine Einwandererfamilie auch nach drei Generationen in Deutschland noch als fremd gilt und bei so einer wichtigen Debatte einfach ausgegrenzt wird?“

„Wir wollen keine theologische Diskussion führen, sondern eine soziologische.“

Da Diskussionen über den Koran und die dazugehörende Scharia bekanntlich verboten sind und in islamisierten Ländern nicht selten tödliche Konsequenzen (Allahu Akbar, Kopf ab) haben, soll nicht über theologische Fragen debattiert werden, höchstens in Dialüg-Veranstaltungen, wo der ISlam als Religion des Friedens, der Toleranz und der Barmherzigkeit gepriesen wird. Wer was anderes behauptet, ist ein ausländerfeindlicher Nazi mit Vorurteilen und fliegt raus.

„Uns geht es darum, dass hierzulande immer noch viele Menschen in der ein oder anderen Form marginalisiert und diskriminiert werden. Allerdings bilden Muslime hierbei die größte Gruppe und haben gerade in letzter Zeit unter ganz besonderen Vorurteilen zu leiden. Die meisten von ihnen sind doch längst perfekt integriert. Aber viele haben das diffuse Gefühl, nicht willkommen zu sein“. Kein Wunder also, dass dann die Partizipation an gesellschaftlichen Prozessen erschwert wird. „Unser Ziel ist es, Wege zu einem achtsamen Miteinander zu finden, in der Haltung und nicht Herkunft zählt.“

Das islamische U-Boot Serap Güler faselte:

„Es ist schon bemerkenswert, welch großer Wert gewissen Kategorisierungen beigemessen wird“, sagt sie. „Ich selbst bin als Türkin geboren, wurde irgendwann als Migrantin bezeichnet, dann als junge Frau mit Migrationshintergrund. Nachdem ich eingebürgert wurde, war ich Deutsche mit Zusatz, inzwischen werde ich gerne als junge muslimische Politikerin vorgestellt. Und immer wieder frage ich mich, warum das eigentlich so wichtig sein soll.“

Fazit: Wir sind untröstlich!

Es tut uns leid, dass es „alte weiße Männer“ in ihrem eigenen Land wagen, über unsere Leitkultur zu sprechen. Und da „Schweigen noch nie Gold“ war, werden die alten weißen und weisen Männer, ebenso wie die jungen weißen und weisen Männer und Frauen nicht schweigen, wenn es darum geht, den Islam als das zu enttarnen, was er wirklich ist: eine menschenverachtende religiöse und politische Ideologie, die nichts in unseren freiheitlichen Heimatländern zu suchen hat!

Am kommenden Wochenende wird der Dialog mit Planspielen und Workshops fortgesetzt. Am besten wäre es, wenn die Veranstalter beim nächsten Mal noch den Dawa-Künstler Pierre Vogel einladen würden, damit er möglichst viele junge deutsche TeilnehmerInnen überzeugt, in zehn Minuten zum ISlam zu konvertieren. Das wäre für sie alle nämlich das Beste!

Über den Rassismus der Korangläubigen in Bezug auf Christen, Juden und Homosexuelle wurde auf der Jungen Islamkonferenz übrigens nicht gesprochen.

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