Gibt es heute noch Medien für anständige Medienkritik?

Alle Fragen werden beantwortet, auch wenn es schwer fällt (Foto: Pixabay)

Eigentlich wollte ich schon vor ein paar Tagen mit meiner Serie der Medienkritik beginnen. Aber ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Es ist zu jeder Zeit und fast in allen Staatsmedien so viel zu kritsieren, daß ich zur Zeit davon überwältigt bin. Also eine generelle Medienkritik?

von Roi Henry

Mich ekelt. Nehmen wir den MDR mit seinem Bericht über einen deutschen Jugendlichen, der von deutschen Behörden abgehängt wird, wohingegen die Migranten fast alles bekommen, was sie begehren.
Nehmen wir die FAZ mit ihren Verleumdungen gegen die AfD und Albrecht Glaser, der Bundestagsvizepräsident werden sollte, aber nicht über die gleichen Qualifikationen wie Claudia Roth verfügt, die gerne auch einmal Deutschland als ein Stück Scheiße betiteln läßt.

Alles in allem handelt es sich aus meiner Sicht um eine nationale Schande. Als ob es nie Qualitätsjournalismus gegeben hätte. Ich weiß es aber besser, ich bin ein wenig älter. Es hat wirklich einmal Journalismus gegeben. Die Erinnerung an die alte weise Tante ZEIT, den frechen und gut informierten SPIEGEL. Selbst der Eulenspiegel wußte, was anständige Kritik am System bedeutete. Hinter einer FAZ saß tatsächlich oft ein kluger Kopf. Die taz mit gerechter linker Aufmüpfigkeit. Wo sind die denn alle hin? Verschwunden in der Diktatur oder gleichgeschaltet.

Sei einigen Jahren gibt es JouWatch. Hier wird tatsächlich darüber berichtet, was vorfällt, was abgeht, was anzuprangern ist.

Und irgendwo in der Nähe eines Misthaufens wird versucht, zu verklickern, daß ein Bürgermeister einer Geistergemeinde Zweifel am Status von JouWatch als Presse hat. Geht’s noch? Wir werden Euch sowas von aufmischen, daß Ihr Euch warm anziehen müßt. Wir werden Eure Sünden offenlegen, wir werden Erna Krause rächen, die nie Gehör fand, wir wollen eine bessere Gesellschaft. Genau. Und andere Medien.

Vera Lengsfeld schreibt auf ihrem Blog, daß man, wenn Merkel Geschichte sei, der Frage nachgehen müsse, wie es erneut passieren konnte, daß die „Eliten“ kritiklos einer Führungsfigur hinterher hechelten und Andersdenkende mit Methoden bekämpft haben, die nach zwei totalitären Diktaturen tabu sein müßten.

Das ist ein Auftrag. Daran werden wir erinnern und eine Beantwortung dieser Frage von Vera Lengsfeld einfordern. Bis dahin auch mit mitunter ein wenig konsternierter Medienkritik.

Wandere aus, solange es noch geht!
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