New York: Juraprofessor lehnt es ab, dass seine Kinder mit Weißen befreundet sind

Jouwatch Fotocollage aus Bildschirmfotos bei 4chan
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New York – „Können meine farbigen Kinder mit Weißen befreundet sein?“ Diese bizarre Frage ist die Grundlage eines am Sonntag veröffentlichten Artikels in der New York Times, die der Autor mit „Nein“ beantwortet, wenn auch mit einigen wenigen Ausnahmen.

Von Bianca Hoe

„Die Geschichte hat farbigen Menschen wenig Anlass gegeben, den Weißen in Form von echter Freundschaft zu vertrauen. Die letzten Monate haben gezeigt, wie verachtend die Gesellschaft mit Rassenminderheiten umgeht“, schreibt Ekow N. Yankah, Juraprofessor an der Yeshiva Universität, einer privaten, jüdischen Universität in New York City.

Yankah sieht die weiße „Verachtung“ gegenüber andersfarbigen Minderheiten darin begründet, daß zum Beispiel die Angst vor einer Opium-Epidemie in lezter Zeit zunimmt, die Sorge über steigende Arbeitslosigkeit unter weißen Arbeitern steigt und wiederholt schwarze NFL-Spieler kritisiert werden, die nicht für die Hymne der USA knien. Es ärgert den Juraprofessor, daß „offensichtlich diese Themen weit mehr Aufmerksamkeit erhalten als die Leiden der Afro-Amerikaner“ und das Verhalten der Weißen „enthülle die geheime Verachtung, die Weiße für Nicht-Weiße haben“.

Basierend auf dieser Schlussfolgerung erklärt Yankah, was er seinen Kindern beibringen wird: „Im Gegensatz zur verbreiteten Meinung, werde ich meinen Jungs erklären, daß sie tiefste Zweifel haben sollen, daß Freundschaft mit Weißen möglich ist“, sagt der Juraprofessor. „Ich werde meine Söhne lehren, daß ihr schöner Farbton etwas Besonderes ist. Erspart mir Plattheiten darüber, daß wir im Inneren alle gleich sind. Ich will meine Kinder in Sicherheit wissen und deshalb werde ich ihnen das beibringen, ehe die Welt ihnen den gewalttätigen Rassismus, der von Weißen ausgeht, zeigt.“

Der gesamte Artikel des Juraprofessors und seine eigene rassistische Haltung beruht nicht etwa auf persönlicher Erfahrung. Seine Heimatstadt sei bemerkenswert frei von rassistischen Spannungen betont er und glaubt, dass der Gewaltausbruch in Charlottesville auf die Präsidentschaft Donald Trump´s, der für ihn die Hässlichkeit in Person ist, zurückzuführen sei.

Die große Anzahl von Weißen, die für Trump stimmten, hätte gezeigt, daß es an der Zeit sei, die kaukasische Rasse hellhäutiger Europäer aufzugeben.

„Natürlich hat der Aufstieg dieses Präsidenten auf allen Seiten die Fesseln gelöst. Aber für farbige Leute ist das noch einmal besonders schlimm. Sich vorzustellen, wir könnten jetzt Freunde in dieser politischen Lage sein, erfordert von Farbigen quasi die Aufgabe der eigenen Sicherheit und die ihrer Kinder sowie der Verzicht auf persönliche Rücksicht und Selbstwertgefühl“, behauptet der Professor mit „schwerem Herzen“.

„Nur weiße Menschen können Mr. Trumps politischer Bedeutung etwas abgewinnen, denn sie können die ‚Unannehmlichkeit‘ aus einer sicheren Position einfach ignorieren. Die Wahl Trumps und das darauffolgende Jahr haben meine schlimmsten Gedanken bestätigt: Farbige können Weißen nicht vertrauen“, läutet Ekow N. Yankah das neue Zeitalter der Rassentrennung ein.

Während Yankah in seinem Artikel über interkulturelle Freundschaft außergewöhnlich erbost klingt, gibt er am Ende zu, daß er selbst noch viele weiße Freunde hat, doch dass seien nur die, die im Kampf gegen Trump auf der Straße an seiner Seite stünden.

„Das Wählen von Demokraten reicht nicht aus. Nur ein guter Nachbar für Farbige zu sein, reicht ebenfalls nicht aus. Sie müssen sich Zeit nehmen, um gegen Trump zu protestieren und sich für ‚Black Lives Matter‘ einsetzen, um Vertrauen von Farbigen zu gewinnen. Wer das nicht macht, gehört zur Liga der unverbesserlichen Trump-Wähler“, und ist, wenn es nach dem „liberalen“ Professor geht, keinen Pfifferling wert.

Yankah gehört zu den Professoren, die ihre Schüler regelmäßig mit solchen Botschaften indoktrinieren. Er veröffentlichte ein Buch mit dem Titel „No Campus for White Men“ (Keine Weißen auf dem Campus). Angesichts dieses Hasses auf Weiße, verwundern solche Umfrageergebnisse nicht:

Bildschirmfoto Kessler Twitter
Bildschirmfoto Kessler Twitter

Inzwischen ruft die Aussage „es ist okay, weiß zu sein“ gewaltige Proteste an den Universitäten hervor.

Jouwatch Collage aus Bildschirmfotos
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Die veröffentlichten Zettel mit dieser Aussage wurden umgehend von farbigen Studenten  „als Ausbrüche von gefährlichem Rassismus“ bezeichnet.

Marcia L. Sells, Dekanin der Harvard Law School, verurteilt die Zettel-Botschaften als einen Versuch „die Universität zu spalten“.

„HLS [Harvard Law School] wird das hier nicht dulden. Wir leben, arbeiten, lehren und lernen gemeinsam in einer Gemeinschaft, die aufgrund unserer Vielfalt stärker, besser und tiefgründiger ist und weil wir einen offenen, respektvollen und konstruktiven Diskurs fördern“, schrieb Sells in einer E-Mail an die Studenten.

Die Überreaktion auf diese eher harmlose Aussage sendet die klare Botschaft, daß es nicht in Ordnung ist, eine weiße Hautfarbe zu haben. „Würde unsere Universität diese Zettel als Streiche abtun, würde sie akzeptieren, daß es in Ordnung ist, weiß zu sein“. Sells vergleicht dass mit der Feststellung „Linkshänder schreiben ja auch nicht, daß es in Ordnung ist, Linkshänder zu sein“.

Inzwischen hat die rassistische Auffassung, die weiße Hautfarbe an sich sei zu verurteilen, an vielen US-Universitäten Einzug gehalten.

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