Jamaika-Verhandlungen: Fett und Zucker wichtiger als „Migration“ ?

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Wenn's mal wieder etwas länger dauert (Foto: Imago)

Höchst interessant, welche Prioritäten die Jamaika-Unterhändler setzen. Die sich in vielen Punkten noch zerstrittenen möglichen künftigen Regierungspartner haben ein gemeinsames neues Feindbild gefunden: Fett und Zucker. Und sie haben sich auch ganz schnell schon einigen können und wollen, sobald die Regierung steht, eine „nationale Strategie zur Reduktion von Zucker, Fetten, und Salz in Fertigprodukten“ fahren.

Bei einem Thema, das die Gesellschaft sprengen könnte und unter dem so viele Bürger leiden, wird sich dagegen Zeit gelassen. Die dts-Nachrichtenagentur vermeldet:

„Die Jamaika-Sondierer haben die Debatte um das Thema Migration offenbar auf Mittwoch vertagt. Grund sei die Verzögerung der Diskussion bei den anderen Themen, hieß es in verschiedenen Medienberichten. Ein Hauptstreitthema am Abend sei das Thema Verkehr gewesen: Das Forderungspaket der Grünen zu diesem Thema sei nicht annehmbar, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt am Dienstagabend.

Am Abend wurden die strittigen Themen auf „Chef-Ebene“ in kleinerer Runde verhandelt. Spätestens in der Nacht zu Freitag soll klar sein, ob CDU, CSU, FDP und Grüne in Koalitionsverhandlungen gehen.“

Warum wohl, wird so ein wichtiges Thema nach hinten geschoben, wenn die Zeit doch so drängt und Angela Merkel auf die Uhr guckt? Wahrscheinlich, weil man dann keine wirkliche Lösung mehr präsentieren kann.

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