Wohin mit dem Überfluss? (oder: Die Neu-Guinea-connection)

Foto: Durch Autor übermittelt
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So ziemlich alle bundesdeutschen Medien sind sich dahingehend einig, dass die Steuer-Einnahmen unseres Landes sprudeln wie noch nie zuvor. Selbst der (inzwischen ins Altenteil gewechselte) Bundes-Finanzminister Schäuble, von dem eigentlich – im Interesse der Förderung seiner “Schwarze-Null“-Strategie – eine eher miesepetrige Beurteilung der einschlägigen Situation zu erwartet gewesen wäre, hat solchen Meldungen seit einiger Zeit nicht mehr widersprochen.

Von Quo usque tandem

Schön für Deutschland – finden Sie nicht auch, werter Leser? Allerdings erhebt sich jetzt für die Verantwortlichen die quälende Frage: “Wohin mit dem Überfluss?“

Abbau des ungerechten, die deutsche Mittelklasse nach und nach stangulierenden fiskalischen “Mittelstandsbauchs“? Indiskutabel! Man verringert ja schließlich auch nicht den Druck einer Saftpresse. Anpassung des Renten-Niveaus an dasjenige der Lebenshaltungskosten? Wäre gegen jegliche politische Tradition! Investition in Verbesserung des Bildungswesens? Seid Ihr bekloppt? Wo wir die doch endlich so weit haben, dass sie nicht mehr merken, wie sie auf die Nudel geschoben werden! Nein! Die Kneten-Bonanza muss selbstverständlich für den weiteren Ausbau der kulturellen Vielfalt in diesem, unserem Lande eingesetzt werden.

Nur – woher nehmen? Die halbe Welt ist ja bereits als Sozialleistungs-Pensionär der einen oder anderen Spielart bei uns zu Gast! Da fällt unser hektisch suchendes Auge auf Papua-Neuguinea: O Wunder! Das autochthone Bevölkerungs-Element dieses Weltteils ist bei uns bisher lediglich durch Spurenelemente vertreten.

Man stelle sich die ungeahnten Möglichkeiten der kulturellen Bereicherung vor, wenn erst Vertreter der papuanischen Ethnien mit durch die Nase gezogenen Eber-Hauern und – bis auf die typische Koteka (Anm. d. Verfassers: Längliche Kürbishülle als Futteral für die Mannes-Zierde), im Naturkostüm – über den Kurfürstendamm schlendern. Auch die Szenerie in unseren Gerichtssälen würde sehr an Farbe gewinnen (“Der Angeklagte verspeiste das Opfer nach vollzogener Vergewaltigung“). Die ewigen Verfahren wegen “Kuffar-im-öffentlichen-Raum-zum-Krüppel-schlagen“ u. Ä. werden ja schließlich langsam monoton. Der vorgenannte – noch hypothetische – Angeklagten-Gourmet wäre natürlich im Ernstfall, mit Hinblick auf das Element der “Kultur-Spezifischkeit“ freizusprechen.

Um zu erreichen, dass die Protagonisten dieser neuen ethnisch/ kulturellen Bereicherung sich bei uns rasch heimisch fühlen, wird die traditionelle Bereitstellung von direkten und indirekten Sozialleistungen nicht genügen – nein, es wird darüber hinaus notwendig sein, unsere Innenstädte intensiv zu begrünen sowie dort Wildschweine, Warane, Krokodile, Exemplare der grünen Baum-Phyton und Paradiesvögel (hier könnte man sicherlich auf den Inhalt des Reichstags-Gebäudes zurückgreifen) in hinreichender Menge auszusetzen. Als weitere (entscheidende) Komponente der einschlägigen Willkommenskultur müsste die deutsche Weiblichkeit dazu angehalten werden, den Textilanteil ihrer Kleidung substantiell zu reduzieren.

Also, ans Werk! Ich möchte der politischen “Elite“ unseres Landes als ersten Schritt diverse – natürlich steuer-finanzierte – Informationsausflüge in das Zielgebiet vorschlagen (aber Vorsicht! Schickt nicht eine gewisse Altmeisterin in Zuwanderungsfragen – sie hat genau die körperliche Fülle, welche angetan ist, den potentiellen Studienobjekten das Wasser im Munde zusammen zu treiben). Als nächster Schritt wären dann wohl Verhandlungen mit der Regierung von Papua-Neuguinea über geeignete Werbemaßnahmen vor Ort angezeigt (in diesem Zusammenhang existiert ja ein reichhaltiger Fundus von Erfahrung).

All dies sind natürlich – im Grunde anmaßende – Vorschläge eines Laien; unsere regierende Klasse wird selbstverständlich am besten wissen, was in dieser Angelegenheit zum Wohle des deutschen Volkes zu tun ist – wie sie dies ja auch in der Vergangenheit stets gewusst hat. Und wird entsprechend Zielführendes in die Ergebnisse des derzeit stattfindenden Jamaika-Spektakels einbetten.

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