Das infantile Recht auf freie Moscheen

Foto: Durch Syda Productions/Shutterstock
Deutschland gehört zum Islam (bald endgültig) (Foto: Durch Syda Productions/Shutterstock)

Das Recht auf freie Religionsausübung ist, was die christliche Hemisphäre anbetrifft, nicht nur Ausdruck für gelebte Freiheit und Demokratie, sie ist auch Grund- und Menschenrecht. So weit so gut. Doch die Sache hat einen Haken. Die Religionsfreiheit findet ihre Grenzen in den konkurrierenden Menschenrechten. Diese Grenzziehung gegenüber der freien Religionsausübung hat noch eine weitere Dimension. Westliche Demokratien fußen als weitgehend säkularisierte Gemeinwesen auf der jahrhundertealten Trennung von Staat, Kirche und Herrschaft. Genau jene Form der Trennung gibt es in arabischen Kulturkreisen nicht.

Von Claudio Michele Mancini  

Wenn unsere christliche Gesellschaft bedenkenlos und selbstverständlich in unseren Großstädten den Bau von Moscheen zulässt und damit die freie Ausübung von Religion akzeptiert oder fördert, dann mag dies unserem Grundgesetz und den Grundrechten entsprechen, muss aber nicht jedem gefallen. Wenn jedoch der muslimische Glaube daraus den Anspruch ableitet, die öffentliche Moral zu bestimmen oder gar mit eigenen Glaubensüberzeugungen und im Namen ihrer Religion die Gesellschaft zu dominieren, dann sind Grenzen überschritten, auf die eine Demokratie reagieren muss.

Diese banale Erkenntnis kann ich von einer Regierung nicht nur erwarten, ich muss sie voraussetzen, wenn der Staat gleichzeitig seiner Aufgabe des Schutzes der eigenen Bevölkerung nachkommen will. Mit welch bodenloser Naivität jedoch unsere Politiker im alleinigen Vertrauen voraussetzten, dass unser Grundgesetz auch von jenen respektiert und eingehalten wird, die aus völlig fremden Kulturkreisen bei uns buchstäblich eingefallen sind, grenzt an vorsätzlicher Dummheit. Das beweist schon die infantil-christliche Einschätzung, die Moscheen und deren Imame seinen ein Hort der friedfertigen Lehre.

Scheich Nahjan Mubarak Al Nahjan, der in seinem Land das Ministerium für Toleranz leitet, rügte in Abu Dhabi vor der Deutschen Presse-Agentur unsere Regierungsverantwortlichen mit folgendem Wortlaut: „Man kann nicht einfach eine Moschee öffnen und jedem erlauben, dorthin zu gehen und zu predigen. Auch nicht in meinem Land. Es muss eine Lizenz dafür geben.“ In den autoritär regierten Emiraten am Golf stehen Moscheen unter umfassender Kontrolle der Herrscher, die damit radikalen Tendenzen vorbeugen. Dort kennt man die Gefahren, die von Imamen ausgehen können, nur zu gut. Zusammen mit mächtigen Geheimdiensten und weitreichenden Befugnissen der Sicherheitskräfte haben die Vereinigten Emirate große Anschläge der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) oder anderer Terrororganisationen in der Vergangenheit verhindert.

Weiter führte er aus: „Und wir denken, dass auch in Europa etwas passieren muss“, sagte Scheich Nahjan. Die Länder auf dem Kontinent hätten es gut gemeint, als sie „diesen Leuten“ erlaubten, ihre eigenen Moscheen und ihre eigenen Gemeindezentren zu betreiben. Religiöse Führer müssen ausgebildet sein, sich mit dem Islam auskennen und eine Lizenz haben. Schließlich könne in Europa auch niemand einfach in eine Kirche gehen und die Predigt halten. Wie wahr.

In Deutschland spielt der Staat bei der Auswahl der Prediger in Moscheen keine Rolle. Moscheen brauchen hierzulande keine Genehmigung. Hat sich hierzulande noch kein Politiker darüber Gedanken gemacht, dass der Isam nicht nur eine Religion, sondern auch Doktrin ist? Kaum ein Bürgermeister, kein einziger Deutscher, nicht einmal örtliche Sicherheitsorgane haben einen blassen Schimmer, welcher religiöse Führer seine „Schäflein“ mit welchen Lehren indoktriniert. Müssen wir uns dann wundern, wenn Terroranschläge, Messerattacken, blutrünstige Amokläufe oder Vergewaltigungen auf deutschen Straßen beinahe zum Tagesgeschehen gehören, wenn nicht klar ist, was in Moscheen tatsächlich passiert?

Letztes Jahr hatten Polizisten einen Prediger aus Hildesheim verhaftet. Der aus dem Irak stammende Islamist war in Salafisten-Kreisen unter dem Namen Abu Walaa bekannt. Er hatte junge Muslime für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeworben zu haben. Der Verfassungsschutz beobachtet Dutzende Moscheen in der Bundesrepublik, aber eben nur von draußen. Verhindern konnten sie die Anwerbungen nicht, weil ich keinem gläubigen Araber unterstellen würde, sich in Sachen religiöser Überzeugungen ausgerechnet dem Verfassungsschutz anzuvertrauen.

In Deutschland, aber auch in Frankreich, Großbritannien und Belgien haben sich nachweislich Muslime ebenso radikalisiert wie hierzulande, weil muslimische Gotteshäuser und Gemeindezentren nicht kontrolliert wurden. Im gleichen Interview mit dem Toleranzminister erklärte dieser vor deutschen Mikrofonen: „Wir haben immer unsere Hilfe angeboten. Wir haben mehrfach den deutschen Sicherheitsorganen geraten, erst nach gewissenhafter Prüfung Lizenzen für die Betreibung von Moscheen auszustellen.“ Bis heute sei sein Land aber nicht um Hilfe aus Europa gebeten worden.

Man kann den Ausprägungsgrad arroganter Selbstüberschätzung deutscher Politiker nur ansatzweise erahnen, die sich nach jedem blutigen Anschlag der deutschen Öffentlichkeit stellen und mit arrogantem Habitus erklären: „Wir sind betroffen, aber es gibt keine hundertprozentige Sicherheit.“ Stattdessen werden munter Islamische Vereine wie TTIP oder Ahmadiya Muslim Jammat, Religionsschulen wie Milli Görüs, türkische, schiitische, sunnitische und alevitische Moscheen mit Finanzmitteln deutscher Steuerzahler unterstützt, die kaum irgendwelchen Kontrollen unterworfen sind.

Man möchte in die Tischkante beißen, wenn man am Rande der Sondierungsgespräche in Berlin zur Kenntnis nehmen muss, dass die politischen Parteien ernsthaft über den weiteren Familiennachzug von Flüchtlingen debattieren, ohne die Minimalerfordernisse für ein friedliches und gedeihliches Miteinander vorher umgesetzt zu haben. Der lächerliche Versuch der Integration einer muslimischen Kultur in eine christliche Gemeinschaft gleicht dem Vorhaben, einer Herde von Wildschweinen die Pflege von Blumenbeeten im Park zu überlassen. Der humanitäre Wahnwitz scheint bei manchen so weit zu gehen, dass man den Verfechtern gutmenschlicher Integration Hirnleere bescheinigen muss.

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Medizinskandal Herzinfarkt