Apple und Time-Magazin ehren „Kopftuch-Emoji-Erfinderin“

Der Islam hat nun endlich ein eigenes Handy-Emoji (Symbolbild).  Foto: عدنان حليم / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)); Öffentliches Profilbild Schülerin Rayouf Alhumedhi

Österreich – Die muslimische Welt zeichnet sich durch Gewalt und Intoleranz aus. Werden Errungenschaften aus der Medizin, der Technik oder der Literatur vermeldet,  kann man sich sicher sein, dass diese auf keinen Fall aus dem islamischen Herrschaftsbereich stammen.

Jedoch scheint dieses Unvermögen durch eine junge, 16-jährige Kopftuch tragende Muslima durchbrochen worden zu sein. Die österreichische Schülerin Rayouf Alhumedhi aus Wien störte sich massiv daran, dass weltweit 550 Millionen Frauen das islamische Kopftuch tragen. Jedoch nicht dieses frauenverachtende islamische Diktat per se treibt Alhumedhi um. Vielmehr hielt die Muslima es für unerträglich, dass es für das Heer von korangetreu Verschleierten bislang kein Symbolbild auf dem Handy gab.

Die gläubige Saudi-Araberin wandte sich deshalb an Apple und an das Unicode Consortium, das die Standards für die Piktogramme festlegt. Und nun ist es endlich so weit! Seit diesem Herbst starrt einem eine braungesichtige, hohläugige Emoji-Muslima mit lila Kopftuch aus der Symbolbildreihe entgegen.

Für ihre Initiative kürte das renommierte US-Magazin „Time“ die Schülerin der Vienna International School im 22. Bezirk nun zu den weltweit einflussreichsten Teenagern.

Die glückliche Alhumedhi ist sich sicher, dass ihr Symbol die Welt positiv beeinflussen werde. Denn, so die kindliche Vorstellung: Sobald Menschen, die gegen das Kopftuch oder gegen den Islam als Glaubensform sind, das Emoji auf ihrem Handy entdecken, wird alles gut. Dass das Mädchen mit ihrem Vorschlag wohl von ganz anderer Seite instrumentalisiert worden sein könnte, ging im Jubelgeschrei mutmaßlich unter. (SB)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...