Online-Pranger „Agent*In“ will alleine weitermachen

(Bild: Screenshot)
Der Online-Pranger „Agent*In“ soll weitergeführt werden (Bild: Screenshot)

Der Online-Prager „Agent*In“ der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung, der „antifeministische“ Personen, Organisationen, Ideologien und Kampagnen“ im Stil der Amadeu-Antonio-Stiftung denunzierte, ging Anfang August nach massiver Kritik erst mal „vorübergehend offline“ (JouWatch berichtete). „Wir kommen aber wieder!“, so die damals unverhohlene Drohung.

Das zur Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung gehörende Gunda-Werner-Institut veröffentlichte Ende Juni unter dem richtungsangebenden Namen „Agent*In“ ein „Anti-Gender-Network“ (JouWatch berichtete). Auf dieser, im Lexikonstil aufgemachten Webseite, wurden „antifeministische“ Personen, Parteien, Organisationen, Ideologien und Kampagnen aufgelistet, die den „Agent*Innen“ unangenehm aufgefallen sind.

Nachdem der Denunziantenstadel loslegte, habe die Zahl der Kritiker bereits in kürzester Zeit die Zahl jener überstiegen, die von den linken Gesellen an den öffentlichen Pranger gestellt worden waren, so damals Tichys Einblick.

Heinrich-Böll-Stiftung will zukünftig „andere Formen“ des Denunziantentums finden

Anfang November nun teilte die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung – eigentlich der Rechtsform nach keine Stiftung, sondern ein eingetragener Verein – mit, das von ihr betriebene „Antifeminismus-kritisches Online-Lexikon“ beenden zu wollen. Man werde, so die Pressemitteilung, in der „Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus und Angriffen auf feministische und gleichstellungspolitische Errungenschaften zukünftig andere Formate der politischen Bildungsarbeit nutzen und neu entwickeln.“ Staatliche Gelder hierfür sind bekanntlicher Weise in Hülle und Fülle vorhanden.

Die langatmige Erklärung der beiden Heinrich-Böll-Stifungsvorstände, Barbara Unmüßig und Dr. Ellen Ueberschär zum Ende ihres Denunziantenprojekts ist ebenfalls auf der Homepage nachzulesen.

„Wir werden das Projekt nun in einer überarbeiteten Form fortsetzen“

Der federführende Münsteraner Anarchist und Soziologe Andreas Kemper kündigte jedoch an, die Redaktion wolle „Agent*In“ eigenständig weiterbetreiben. „Wir werden das Projekt nun in einer überarbeiteten Form fortsetzen“, sagte der Aktivist laut der Szene-Nachrichtenplattform queer.de. So sollten die Einträge nicht mehr als Liste dargestellt werden – diese Kritik habe die Redaktion „sehr ernst genommen“, so Kemper, der – wenn er nicht gerade Gender-Kritiker an den öffentlichen Prager stellt, beim Antifa-Kongress im Münchner DGB-Haus als Referent angekündigt ist (JouWatch berichtete) oder gegen die AfD als „Kronzeuge“ agiert (Jouwatch berichtete).

Den Kritikern von „Agent*In“ warf Kemper vor, an einer „Verschwörungsideologie des sogenannten ‚Gender-Faschismus‘, der ‚totalitären Homolobby‘“ zu arbeiten. (SB)

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