Neues von der Insel: Wirtschaftsboom nach Brexit!

Symbolbild: Die Zeit zum Brexit läuft, Fotoquelle: pxhere.com
Symbolbild: Die Zeit zum Brexit läuft, Fotoquelle: pxhere.com

Großbritannien – Die Uhr tickt, die Zeit bis zum Brexit läuft. Während linke Studenten, die gegen den Brexit sind, der Regierung vorwerfen, Großbritannien zerstören zu wollen, erwarten Finanzexperten durch den Ausstieg aus der EU einen gewaltigen Wirtschaftsboom. In einem neuen Report wird geschätzt, daß der Brexit bis zu 74 Milliarden Euro in die Britische Wirtschaft pumpen könnte. Der Report „Budget for Brexit“ wurde jetzt von einer sechzehnköpfigen Gruppe euroskeptischer Ökonomen namens ‚Economists for Free Trade‘ veröffentlicht.

Von Bianca Hoe

Die Angst der Studenten vor dem Brexit ist in den Mainstreammedien präsent. Weniger liest oder hört man über die Pläne der vielen Engländer, die sich bereits jetzt die Hände reiben, wenn sie an die Zeit nach dem Brexit denken. Viele können den Tag, an dem Großbritannien sich von der EU löst, kaum erwarten. Bereits jetzt laufen neue Geschäftsideen auf Hochtouren und die Engländer sehnen den Tag herbei, an dem sie endlich wieder „echte“ Glühbirnen nutzen und verkaufen, oder Staubsauger mit hohen Wattzahlen nutzen können. Auch die Vorfreude auf einen heißen Kaffee aus einer  Kaffeemaschine, die den Kaffee wieder heiss hält und sich nicht laut sinnloser EU-Verordnung nach maximal 30 Minuten abschaltet, ist groß. Bauern dürfen in England zukünftig Gurken verkaufen, die sage und schreibe krumm wie Gurken sind und nicht den EU-Vorgaben entsprechen müssen. Die Mehrheit hat für den Brexit gestimmt und die Mehrheit der Bevölkerung freut sich auf die Befreiung von den EU-Richtlinien.

Auch wenn der Brexit noch nicht vollzogen ist, fest steht jetzt schon, daß der Austritt aus der EU die britische Wirtschaft beleben und ankurbeln wird. durch den erwarteten Anstieg der Steuereinnahmen, werden Steuern gesenkt, staatliche Projekte finanziert und die Staatsverschuldung gesenkt werden können.

Eine Steuersenkung wird dringend nötig sein, denn die aktuelle Belastung der Haushalte in Großbritannien war zuletzt unter dem Labourpolitiker Harod Wilson 1970 so extrem hoch wie heute. Damals schritt Maggie Thatcher ein, um das Land vor einer Katastrophe zu bewahren.

Die Gruppe „Economists for Free Trade“, die jetzt eine Studie über die wirtschaftliche Entwicklung Großbritanniens veröffentlicht hat, geht vom EU-Austritt des Landes im dritten Quartal 2020 aus. Danach werden Kosten und Arbeitslosigkeit in England deutlich sinken, Reallöhne steigen und eine höhere Produktion wird den Wechselkurs im Exportgeschäft zugunsten der Engländer beeinflussen.

Der 37-seitige Bericht widerspricht der düsteren Wirtschaftsprognose, die vom Finanzministerium und dem Büro für Budgetverantwortung kurz vor der Brexit-Abstimmung  veröffentlicht wurde.

Durch den Wegfall von EU-Zöllen auf Waren aus dem Rest der Welt, der verbesserten Exportleistung und Milliarden Einsparungen an Geldern, die sonst in die EU flossen, sehe die Zukunft laut der Ökonomen von „Economists for Free Trade“ rosig aus. Sie prognostizieren bis 2025 ein jährliches Wirtschaftswachstum von drei Prozent.

Auch die in deutschen Anti-Brexit Medien gern verbreitete Nachricht, Briten würden jetzt massenhaft die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen, zeigt nur eine Seite der Medaille.  Denn viele Engländer, die jetzt noch außerhalb Großbritanniens wohnen, sehen den Breit als Chance für neue Geschäftsideen. Denn bald müssen Äpfel keine Mindestgröße von sechs Zentimetern und ein Mindestgewicht von 90 Gramm haben. Bäume dürfen nach dem Brexit in England wieder wachsen, wie sie wollen und es wird nicht „reguliert“ wie groß Astlöcher zu sein haben. Zukünftig interessiert es auf der Insel nicht, wieviel Gramm Salz in einem Brot verwendet wurden, Waldhonig muss bald nicht mehr laut EU-Richtlinie einen bestimmten Pollen- und Wassergehalt und nicht mehr, wie jetzt mit einem Wert von 0,8 MikroSimens pro Zentimeter“leitfähig“ sein.

„One Size“, die erfundene Einheitskonfektionsgröße für Kleidung, wird ebenso Geschichte sein wie die nach EU-Rezeptur gebackene „Pizza Margarita“.

Bereits jetzt freuen sich die Brexitbefürworter darauf, die sinnlosen 52-seitigen Verordnungen mit acht Kapiteln und 40 Unterpunkten zum Thema „Schnuller“ auf den Müll zu schmeißen. Großbritannien braucht in Zukunft weder Seilbahngsetze, noch die Vorschrift über Orte, an denen es keine Seilbahn geben darf.

Seiltänzern wird es nach der EU-Befreiung gestattet sein, ihren Tanz ohne vorgeschriebenen Sturzhelm aufzuführen. Besonders freuen sich die Engländer drauf, Teebeutel wieder auf den Kompost werfen zu können, ein weiteres EU-Verbot. Nur für so manchen Mann brechen harte Zeiten an, denn für Viagra könnte die jetzt vorgeschriebene Kostenerstattung wegfallen.

 

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