Zahnärzte: „Flüchtlinge leiden häufiger an Karies und Parodontitis“

Foto: Durch Anna Jurkovska/Shutterstock
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Aufgrund der fehlenden Prävention in ihren Heimatländern leiden Asylanten deutlich häufiger an Karies und Parodontitis. Die Zahngesundheit von Asylanten entspreche der Situation in Deutschland vor 30 Jahren, hieß es in einer am Freitag vorgestellten Studie der Universität Greifswald. Ärztepräsident Frank-Ulrich Montgomery hatte jedoch verkündet, „Flüchtlinge seien überdurchschnittlich gesund“.

Vor allem bei geflüchteten Kindern und Jugendlichen gebe es einen deutlich höheren Kariesbefall als bei gleichaltrigen Deutschen, so der Informationsdienst Wirtschaft (IDW). Ebenso wie die häufigeren Paradontitiserkrankungen bei erwachsenen Asylanten sei dies auf einen Mangel an Prävention in den Herkunftsländern zurückzuführen, erklärte der Leiter des Forschungsprojekts, Christian Splieth am Freitag.

Karies im Milchgebiss komme bei Flüchtlingskindern demnach vergleichsweise oft vor. Schon Dreijährige hätten im Schnitt 2,62 betroffene Zähne. Nur rund ein Drittel (35 Prozent) der Zwölfjährigen weise noch ein naturgesundes bleibendes Gebiss auf, während dies in Deutschland in dieser Altersgruppe 80 Prozent seien.

Ausweitung der Präventionsleistungen auch auf Flüchtlinge: Kosten: 178 bis 1.759 Euro pro Flüchtling

Die Zahnärzte fordern daher eine Ausweitung der Präventionsleistungen auch auf Flüchtlinge. Es wäre „sehr sinnvoll, die vorhandenen Strukturen der Gruppen- und Individualprophylaxe gezielt auf die Flüchtlinge auszuweiten“. Auch zusätzliche Informationen über zahnmedizinische Prävention, zum Beispiel in Sprachkursen, wären aufgrund der hohen Quote unbehandelter Karies sinnvoll.

Insgesamt 544 Flüchtlinge waren für die Studie von Ende 2016 bis Mitte 2017 im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, der Bundeszahnärztekammer und Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung untersucht worden. Die Organisationen beenden am Samstag den diesjährigen Deutschen Zahnärztetag in Frankfurt am Main.

Die Kosten für eine vollständige Wiederherstellung der Mundgesundheit betragen der Studie zufolge zwischen 178 bis 1.759 Euro pro Flüchtling – in Abhängigkeit von der Altersgruppe. Die tatsächlichen Kosten durch die Inanspruchnahme der Behandlungen nach der regelhaften GKV-Versorgung dürften diese hypothetisch ermittelten Gesamtkosten pro Flüchtling jedoch deutlich unterschreiten, so die Macher der Studie

„Flüchtlinge weitaus gesünder als Deutsche!“

Im Gegensatz zur Studie steht nach wie vor die Aussage des Ärztepräsident Frank-Ulrich Montgomery. Dieser hatte – von den Mainstreammedien wie der Zeit verbreitet – Ende 2015 festgestellt, dass der Gesundheitszustand von „Flüchtlingen“ weit über dem der Deutschen liege, diese fitter als angenommen seien und die Behandlungskosten dieser Gruppe unter denen der Deutschen liegen werde. Wie es scheint, stimmt weder die Aussage des Ärtzepräsidenten, noch die dem Bürger vermittelten Kosten, die eine Rundumversorgung der Hereingeflüchteten betrifft.

Aktuellen Zahlen nach zu urteilen, liegen mit der Einführung der teuren Gesundheitskarte für Asylanten allein die durchschnittlichen Gesundheitskosten pro Kopf von 1.523 auf 3.274 EUR, so der Bürger Bund Bonn (BBB) laut einer Mitte Oktober veröffentlichten Pressemitteilung.

Kosten für Immigration liegen bei rund 450 Milliarden Euro

Finanzanalyst Axel Retz hat für „Börse-Online“ verschiedene Berechnungen zusammengetragen und kam auf ein noch höheres Ausgabenniveau. Entwicklungshilfeminister Gerhard Müller (CSU) gab an, jeder Asylsucher koste rund 2.500 Euro pro Monat. Der Journalist Retz stellte dem die Bilanz des Instituts der Deutschen Wirtschaft und diejenige des Kieler Instituts für Wirtschaftsforschung gegenüber. Ersteres komme auf 4.167 Euro pro Person und Monat, die Kieler gar auf 4.583 Euro.
In dieser Summe seien die Kosten für Unterbringung, Sicherheitspersonal in den Lagern, Gesundheitskosten, Kosten für Gerichte, Polizeieinsätze, Sprach- und Integrationskurse sowie für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge enthalten, die jeder Asylsucher monatlich verursacht.

Retz hat den Durchschnitt der drei Werte ermittelt und kommt auf 45.000 Euro pro Jahr und Person. 2014 bis 2016 sind rund 1,5 Millionen Asylsucher ins Land gekommen. Damit ergibt sich eine Summe von 67,5 Milliarden Euro jährlicher Gesamtkosten. Die zur Debatte stehenden 200.000 Personen, die jedes Jahr in Deutschland aufgenommen und von den Steuerzahlern versorgt werden solle, kosten danach weitere neun Milliarden Euro jährlich. Zum Vergleich: Neun Milliarden umfasst der Jahresetat des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 67 Milliarden Euro sind etwas mehr als der Bundesetat für Verteidigung, Bildung und Forschung sowie für Gesundheit zusammen − laut Haushaltsbericht für 2016.

Prof. Dr. Hans-Werner Sinn geht davon aus, dass Merkels Flüchtlingschaos dem Steuerzahler 450 Milliarden Euro kosten wird und benannte in einem kürzlich geführten Interview mit dem Magazin „The European“ darüber hinaus eine Vielzahl der gravierenden Fehler der Merkel-Regierung.  (SB)

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