72 Prozent für Seehofer-Rücktritt

Hat die CSU mit Seehofer überhaupt noch eine Chance? (Foto: JouWatch)

Bayern – Auf Horst Seehofer (CSU) sind die Bayern alles andere als gut zu sprechen. Fast drei Viertel der Bayern wollen, dass er als CSU-Chef und Ministerpräsident zurücktritt. 

Dieses vernichtende Ergebnis förderte eine am Freitag veröffentlichte Forsa-Umfrage im Auftrag der Mediengruppe RTL zu Tage. Selbst unter den CSU-Anhängern sprechen sich 61 Prozent dafür aus, das Seehofer endlich geht.

35 Prozent halten Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) für den geeigneten Seehofer-Nachfolger. Von 47 Prozent der CSU-Wähler erhält der Franke dafür Zustimmung. Dass Seehofer seine Koffer packen solle, formulierte am deutlichsten wohl die Junge Union. Diese hatten in ihre „Erlanger Erklärung“ geschrieben, wen sie für den maßgeblich Schuldigen für das desaströsen Abschneiden der CSU bei der Bundestagswahl hält.

Wie der Spiegel berichtet, soll Markus Söder – sollte er den Ministerpräsidentenposten bekommen – bereit sein, auf den CSU-Vorsitz zu verzichten. Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und der stellvertretende Parteichef Manfred Weber sollen bereits Ambitionen auf den CSU-Vorsitz gezeigt haben.

Die Forsa-Befragten gehen auch davon aus, dass die CSU bei eventuellen Neuwahlen noch schlechter als am 24. September abschneiden würde. CSU-Chef Horst Seehofer macht  seine innerparteilichen Widersacher für die schlechten Umfragewerte seiner Partei verantwortlich, so WeltOnline.

Mit Blick auf die von Söder und der Jungen Union forcierten Debatte über seinen Rückzug sagte er: „Dies ist nicht bekömmlich, weder für mich noch für die Gesamtpartei.“ Man sehe die negativen Auswirkungen dieser Personaldebatte an den Umfragen. „Die habe ich nicht zu verantworten.“ Dass Personalentscheidungen erst nach der Sondierung in Berlin anstehen sollten, sei vom CSU-Vorstand beschlossen worden, so der politisch zwar noch nicht erlegte, aber zumindest weidwund geschossene Seehofer. (SB)

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