Ein modernes Beispiel von „Wundersamer Wandlung“ (oder: Was geht mich mein Geschwätz von gestern an?)

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Das Johannes-Evangelium berichtet in Kapitel 2, Vers 1-11 von der sog. „Wundersamen Wandlung“; im Verlauf dieser Episode verwandelt Jesus, ohne großes Aufsehen, gewöhnliches Wasser in Wein, als dieses letztere Getränk auf einer Hochzeitsfeier auszugehen droht.

Von Quo usque tandem

Im Laufe des letzten Jahrzehnts (circa) hat sich, ohne dass die bundesdeutsche Öffentlichkeit dies bewusst wahrgenommen hätte, ein „remake“ diese wundersamen Ereignisses vollzogen. Dieses Phänomen wird durch die einschlägigen Aspekte der  derzeit stattfindenden Jamaika-Verhandlungen (sowie auch durch die vorausgegangene, irrationale Verweigerung einer Migrations-Obergrenze seitens unserer genialen Kanzlerin) klar verdeutlicht.  Zum besseren Verständnis dieser Aussage bitte ich Sie, geschätzte Leser, den nachfolgenden Text sorgfältig durchzulesen (Hervorhebungen stammen von mir):

Zitat-Anfang

Zuwanderung steuern und begrenzen

 Deutschland ist ein weltoffenes und gastfreundliches Land. Mit seinem Anteil der Ausländer an der Bevölkerung nimmt Deutschland unter den großen westlichen Industrienationen einen Spitzenplatz ein. …..  Die Ausländerarbeitslosigkeit hat sich massiv erhöht und liegt heute etwa  doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung. Die Zuwanderung erfolgte also überwiegend nicht in Arbeitsplätze, sondern in die sozialen Sicherungssysteme. Drei Viertel der Menschen aus anderen Ländern, die in Deutschland leben, kommen aus Staaten außerhalb der Europäischen Union. Deutschland kann aufgrund seiner historischen, geographischen und gesellschaftlichen Situation aber kein klassisches Einwanderungsland wie etwa Australien oder Kanada werden.

 Deutschland muss Zuwanderung stärker steuern und begrenzen als bisher. Zuwanderung kann kein Ausweg aus den demografischen Veränderungen in Deutschland sein. Wir erteilen einer Ausweitung der Zuwanderung aus Drittstaaten eine klare Absage, denn sie würde die Integrationsfähigkeit unserer Gesellschaft überfordern. Verstärkte Zuwanderung würde den inneren Frieden gefährden und radikalen Kräften Vorschub leisten.

 Rote-Grüne-Linke wollen keine wirksame Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung. Rote-Grüne-Linke schaffen über die Genfer Flüchtlingskonvention hinaus massive Anreize für Armutsflüchtlinge aus aller Welt. Dies würde in kurzer Zeit zu einer erheblich höheren Zuwanderung nach Deutschland führen, die nicht im Interesse unseres Landes ist.

 Bei einer Arbeitslosigkeit von insgesamt fast 6 Millionen Menschen gibt es für Arbeitsmigration nach Deutschland nur in Ausnahmefällen eine Rechtfertigung. Angesichts staatlicher Programme zur Eingliederung Jugendlicher in den Arbeitsmarkt und einer wachsenden Arbeitslosigkeit bei Arbeitnehmern, die älter als 55 Jahre sind, ist mehr Zuwanderung nicht verantwortbar. Die Qualifizierung einheimischer Arbeitskräfte hat Vorrang vor Zuwanderung. Wir müssen in Zukunft nicht nur in Sport und Kultur, sondern auch zur Sicherung wissenschaftlicher Spitzenleistungen, hoher Innovationskraft und wirtschaftlicher Dynamik für ausländische Spitzenkräfte verstärkt offen sein.

 Wir wollen Zuwanderungsanreize für nicht anerkennungsfähige Asylbewerber weiter einschränken. Nur staatliche Verfolgung darf einen Anspruch auf Asyl und Aufenthalt auslösen. Wir werden die verwaltungsgerichtlichen Entscheidungen in Asylverfahren beschleunigen und dazu die gerichtlichen Zuständigkeiten zur Überprüfung von Asylentscheidungen konzentrieren, um den Missbrauch des Asylrechts zu bekämpfen. ……….

Wir werden in das Asylbewerberleistungsgesetz mit den gegenüber der Sozialhilfe niedrigeren Leistungen alle ausländischen Flüchtlinge für die Dauer ihres nur vorübergehenden Aufenthalts einbeziehen. Die Leistungen sollen so ausgestaltet werden, dass von ihnen kein Anreiz ausgeht, nach Deutschland statt in ein anderes europäisches Land zu kommen.

 Zitat-Ende

 Geschätzter Leser. Woher habe ich dieses Zitat genommen? Ist dies schwere Artillerie, welche bereits jetzt, zum Zweck der Diffamierung des oben erwähnten Jamaica-Spektakels, seitens rassistisch-rechtspopulistisch-verbrccherischer politischer Gruppierungen in Stellung gebracht wird? Da Sie sowieso nie darauf kommen werden, verrate ich Ihnen die Antwort besser gleich: Es handelt sich um einen Ausschnitt aus dem Wahlprogramm von CDU/CSU des Jahres 2002 ! (Wo bleibt der Trompeten-Salut?)

Da ich nun einmal mit einer Bibel-Referenz begonnen habe, möchte ich auch mit einer solchen schließen; diese wird dem (leider noch beträchtlichen) Teil der „Menschen da draußen im Lande“, welcher die Versicherungen und Versprechungen der bundesdeutschen Kartell-Parteien immer noch für bare Münze nimmt, das wohltuende Gefühl vermitteln, die Eintrittskarte für das Himmelreich bereits in der Tasche zu haben:

Bei Matthäus, Kapitel 5, Vers 3, lesen wir: „Selig sind die Armen im Geiste, denn sie werden in das Himmelreich eingehen.“

 

 

 

 

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