Die Mannschaft mit der Raute

Foto: Collage
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Fußball war für mich mein Leben lang sehr wichtig. Besonders die internationalen Wettbewerbe wie Europapokal oder wenn die Nationalmannschaft antrat. Doch die Mannschaft mit der Raute, die ist nicht meine.

Von Volker Kleinophorst

Fußball war in meiner Generation (Jahrgang 1957) bei Männern das Allerwichtigste. Der Fußball hat aus der Bundesrepublik überhaupt erst eine Nation gemacht und uns Nachgeborenen etwas mitgegeben, was überall im Ausland eine gewisse Anerkennung brachte. Der deutsche Fußball und seine Spieler waren überall anerkannt für Siegeswillen und Fairness. Im Ostblock, in den westlichen Eben-noch-Gegner Ländern, sogar in Südamerika. Dafür war ich immer dankbar, denn Fußball war sicher ein besserer Gesprächseinstieg bei einer englischen Gastfamilie als die Erinnerungen an die für uns Nachgeborene zwar weit entfernte, aber eben doch sehr frische Vergangenheit. Ich glaube, ich habe nahezu alle Länderspiele gesehen seit 1966. Die Nationalmannschaft war für mich Deutschland.

Aber so wichtig, wie der Fußball mit dem Sieg von Bern 1954 als identitätsstiftendes Element der Bundesrepublik war, kann auch die Dekonstruktion des Landes nicht ohne ihn vonstatten gehen und so hat er sich zu einer Geldmaschine und Propagandaschleuder entwickelt, die nur noch nervt.

Erst hat man mit Hilfe des Bosman-Urteils seit 1995 die Ligen mit Ausländern überschwemmt, was dazu führt, dass heute überall, und eben nicht nur in Deutschland, Multi-Kulti-Teams gegeneinander antreten. Eine ganz wichtige Signalwirkung für die Gesellschaft, Multi-Kulti sei das neue Deutschland/Europa. Das ist die Zukunft. Wir werden alle coole Millionäre mit Idiotenfrisuren und rosa Fußballschühchen.

Danach die extreme Kommerzialisierung, besonders seit den 90er Jahren. Wer den Fußball der 60er und /70er noch erlebt hat, kennt eben den Unterschied.

Dann die unendlich wichtige Frage: Können Frauen Schiedsrichter und natürlich Sportreporter beim Männerfußball sein. Klar, wo man mit wenig Arbeit und flachsinnigen Gelaber per Quote viel Geld einsacken kann, darf Frau doch nicht fehlen. Gibt es sonst noch einen Grund? Ich sehe keinen, weder bei Frau „Ich-kann-Fallrückzieher“-Neumann noch bei Frau „Mein-Pappi-weiss-Alles“-Wontorra. Diese sabbernde Erregung der Bild bei „unserer Bibbi Steinhaus“, einer weiblichen Schiedsrichterin, die auch noch recht attraktiv ist. Was soll das? Der Fußball ist nur noch Bühne für irgendwelchen gesellschaftspolitischen Blödsinn.

Dann nach dem Titel 2014 die Umbenennung von „Deutsche Nationalmannschaft“ in „Die Mannschaft“. So was von blöde, dazu die Dauerpenetration „Say not o racism“. Wer sagt da schon Yes. Nur Wenige. Was soll die aufdringliche Multi-Kulti Propaganda? Sie suggeriert: Was im Fußball geht, geht auch im wirklichen Leben. Das hauen sie dir so lange um die Ohren, bist du meinst, du hast es schon immer geglaubt. Dabei ist ja der Witz dass sich die Spieler in den Multi-Kulti-Teams nach Nationen, Ethnien oder Religionen hierarchisieren. Der Streit Cavani-Gruppe(Uruguay) Neymar-Gruppe (Brasilien) bei Paris Saint Germain, einer zusammenkauften Multi-Kulti-Truppe, die der Investorengruppe Qatar Sports Investment gehört und mit Paris außer dem Austragungsort nicht so irre viel zu tun hat, war ja erst gerade in den Schlagzeilen. Jetzt gewinnen sie, da geht es dann. Läuft es nicht, brechen die Konflikte wieder auf. Auch in der französischen Nationalmannschaft ein Dauerthema, weil da läuft es ja eher nicht so.

Ja und nun laufen „Unsere Jungs“ mit der „Ich-zeige-der-ganzen-Welt-mein-Geschlechtsteil“-Raute von Merkel auf der Brust auf. Ohne Nationalfarben. (Außer auf der Kapitänsbinde)

Aber mit Kopftuchmädchen (Ein Kind, ich dachte das Kopftuch hat etwas mit Geschlechtsreife zu tun?) bei Einlauf und Hymne.

Ihr seid doch wohl bescheuert.

Nicht mehr mein Team.

Der Kommentator Oliver Schmidt bei der dem Spiel vorhergehenden „Weltkriegserinnerungsgeschichte“: „Fußball ist eine Nebensache, wenn auch eine wichtige. Aber er kann eine Bühne bieten. Für das was wirklich wichtig ist.“

Nur? Wer bestimmt eigentlich, was wirklich wichtig ist.

Warum nicht mal ein Schweigeminute für die Opfer des islamischen Terrors?

Wandere aus, solange es noch geht!
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