Abt. Fäkal: Trockenscheissen in Berlin

Foto: Durch Paul Richard Jones/Shutterstock
Unter diesem Senat macht Berlin wirklich Fortschritte (Foto: Durch Paul Richard Jones/Shutterstock)

Berlin – Sensationeller Fortschritt in der hauptstädtischen Notdurftsbekämpfung. Ein gut funktionierender Vertrag mit einem Aufsteller von öffentlichen Toiletten wird gekündigt. Es soll künftig Trockentoiletten für die Öffentlichkeit geben.

Von Max Erdinger

Motto wahrscheinlich: Jedes gesparte Spülgewässer macht das Gewissen des Schissers besser.

In einem Pilotprojekt werden fünf Trockentoiletten in Lichtenberg aufgestellt und vier weitere in der Nähe von Badeanstalten. Die umwelttechnisch überaus fortschrittlichen Defäkierhäuschen werden ganz ohne Wasser auskommen. Geschissen wird auf Sägespäne. Nette Vorstellung, pfui Teufel.

Motto möglicherweise: Wer grün ist und so denken kann, der scheißt auch auf den Sägespan.

Gunnar Schupelius in der BZ: „Wer will denn das: eine Grube unter der Klobrille! Das ist absurd. Was sind da für Leute am Werk, die über Plumpstoiletten philosophieren und diese ernsthaft planen und dafür öffentliche Gelder ausgeben?“

Da hat er recht. Über dem Donnerbalken hat man im Mittelalter geschissen. Die an ein Abwassernetz angeschlossene, wasserkraftgereinigte Spültoilette gilt als die zivilisatorische Errungenschaft von Kulturvölkern, welche die Nase voll hatten von Tod und Gestank. So eines sind wir auch mal gewesen.

Der zuständige Umweltstaatssekretär, Jens-Holger Kirchner (Grüne), jedoch: „Trockentoiletten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und haben die Nische der Öko-Pioniere schon lange verlassen.“

Um diesen analfixierten Kommunisten mit ihren dreitürigen Gendertoiletten, ihrer Analsexaufklärung für Schulkinder und ihrer Vorliebe für das Scheißen auf Plumpsklos wenigstens den Wettbewerb auf dem Markt beizubringen, schlage ich vor, neben jede dieser Trockentoiletten ein hygienisch einwandfrei bewässertes Toilettenhäuschen der Firma Wall zu stellen. Zählen, welche der beiden Defäkieralternativen besser ankommt.

Motto hierzu: Nun bist du mit Scheissen dran! Wähl´ Wasser oder Sägespan.

Der Hammer ist, daß sich der Berliner Senat überaus schwer tut, irgendetwas auf die Reihe zu bekommen. Sei es die Terrorismusbekämpfung, Erhalt der Infrastruktur, sei es die Unterwanderung der Polizei, die Zunahme bei der öffentlichen Gewaltkriminalität, Clans, sei es das chronische Schuldenwachstum – egal: Für alles rund ums Arschloch ist immer Geld und Interesse vorhanden. Wie´s wohl kommt?

Motto jedenfalls: Willst du mit Sägespänen zocken, muß der Schisser trocken hocken.