Geschlechtertrennung im Schwimmbad dank Islam wieder eingeführt

Symbolbild: Männer haben während der Frauenschwimmzeiten keinen Zutritt.
Symbolbild: Männer haben während der Frauenschwimmzeiten keinen Zutritt.

DarmstadtZukünftig wird es im Bessunger Schwimmbad Schwimmzeiten nur für Frauen geben. Das Stadtparlament hat einem Antrag des Ausländerbeirats am Dienstagabend mit breiter Mehrheit zugestimmt. Nur die AfD-Fraktion stimmte entschieden mit Nein.

Ümit Cengiz, der Vorsitzende des Ausländerbeirats, verkündete, „dass viele Frauen in Darmstadt schon lange auf diese Möglichkeit warten und es an der Zeit sei, das Thema anzugehen“. Die Bürgerschaft Darmstadts sei „ethnisch, kulturell und weltanschaulich vielfältiger geworden“, hieß es im Antrag.

Cengiz ist der Ansicht, dass eine extra Schwimmzeit die Integration fördere und wies Kritik daran als „falsch“ zurück. Laut ihm wären diese Zeiten ausschließlich für Frauen eine „Chance für soziale Integration, sowohl für Frauen mit Mitgrationshintergrund und auch Frauen ohne Mitgrationshintergrund“, heißt es im Antrag weiter.

Diese Schwimmstunden gibt auch bereits in anderen Orten in Hessen und in Deutschland und sollen „nicht nur für muslimische Frauen sein“, sondern „Frauen einen zusätzlichen Freiraum“ bieten, fügte Cengiz hinzu.

Ab demnächst werden die zweistündigen Frauen-Schwimmzeiten jeweils Samstagvormittags angeboten werden. In dieser Zeit soll dann nur weibliches Personal im Bad tätig sein, zudem soll zur Bessunger Straße hin im Bad ein „Sichtschutz“ errichtet werden, um zu verhindern, dass Passanten hinein und Badende hinaus sehen können. Die badenden Frauen sollen so vor Blicken geschützt werden.

Bürgermeister Rafael Reißer von der CDU erklärte, dass extra Schwimmzeiten für Frauen möglich sein müssen: „Wir werden das durchsetzen, weil uns das wichtig ist.“ Bis zur Umsetzung des Frauenschwimmens müsste allerdings erst noch geklärt werden, wie sich der Betrieb mit ausschließlich weiblichen Angstellte umsetzen lasse.

Siegfried Elbert, der AfD-Fraktionsvorsitzende kritisierte das Vorhaben als „kontraproduktiv“. Es handle sich nicht um „harmloses Schwimmen“, sondern um „ein islamisches Frauenschwimmen“, das die Gleichberechtigung von Mann und Frau in Frage stelle und den „Weg in die Parallelgesellschaft“ ermögliche.

Reißer von der CDU reagierte sichtbar wütend auf Elberts Worte. „Das ist übel, das macht mich ärgerlich“, rief der Sportdezernent und warf Elbert vor, er sei „nur unterwegs, um zu spalten“. Roland Desch, der Fraktionsvorsitzende der CDU stimmte dann in Reißers Tenor ein und meinte „es sei zu befürchten gewesen, daß die AfD das Thema nutzt, um Ängste in der Bevölkerung zu schüren“.

Aus Sicht der Grünen, vertreten durch Sozialdezernentin Barbara Akdeniz, ist das Angebot die Erfüllung eines Herzenswunschs. Die Grünen sehen hier keine „islamische Schwimmstunde“ und sind überzeugt, dass „wir muslimischen Frauen dabei die Möglichkeit geben, sich anzudocken“. Ihr Ehemann Yücel Akdeniz fügte verhöhnend hinzu, „er kenne Brustschwimmen, Rückenschwimmen und Kraulen, aber kein islamisches Schwimmen.“ (BH)

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