„Klimaschutz“ – ein tatsachenresistenter Glaubensakt!

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Wo bitte geht's zum Klima? (Foto: Durch otsphoto/Shutterstock)

„Alle Jahre wieder“, nun tagt das „Megaevent“ COP 23 in Bonn

Seit Monaten rauscht es immer häufiger und intensiver im Medienwald, ein Großereignis ankündigend. Der „Weltklimarat“ der Vereinten Nationen hat zur 23. Nachfolgekonferenz der Konferenz von Rio de Janeiro 1992 eingeladen und etwa 25 000 kleine, mittlere und große Klimaexperten aus aller Welt werden an dem Klimareigen teilnehmen. Ausrichter als Staat sind die Fidschi-Inseln, die technische Leitung hat Deutschland und logistische Unterstützung liefert das UN-Klimasekretariat in Bonn.

Von Wolfgang Thüne 

Zur Einstimmung des bundesdeutschen Publikums brachte DIE WELT Kompakt vom 6. November 2017 ein Interview mit Maria Krautzberger, Chefin des Umweltbundesamtes: „Klimaschutz wird unterschätzt“, um dann richtig zu stellen, „Klimaschutz“ ist „das größte unterschätzte Umweltproblem“. Doch was das ernste Problem am „Klima“ sein soll, sagt sie nicht. Der so gelobte „Musterschüler“ Deutschland werde sein selbst gestecktes „Klimaziel“ deutlich verfehlen und daher müsse man schleunigst „den klimaschädlichen Kohlestrom aus dem Netz“ nehmen und „die klimafreundlichen Gaskraftwerke“ besser auslasten. Die UBA-Präsidentin redet so selbstverständlich vom Klima, als ob dieses ein mess- und spürbarer Naturvorgang wäre. Ein Klick bei Google hätte sie des besseren belehrt, denn beim Klick auf Fidschi-Inseln taucht für Urlauber zuerst das Stichwort „Wetter & Klima“ auf. Als Soziologin hat sie eine Affinität zum „Klima“, denn sie befasst sich mit der „Gesellschaft“ und vergisst dabei die vielen diese bildenden Menschen. Exakt so ist es beim „Klima“ und den Klimatologen. Sie ignorieren das Wetter, obgleich sie wissen, dass dessen Mittelwerte aus 30 Jahren oder 10.957 Tagen erst „Klima“ machen. Diese geben an, wie hoch die mittlere höchste und tiefste Temperatur im November ist und wie viele Regentage im Mittel auftreten. Doch damit weiß kein Mensch, wie das tatsächliche Wetter am 6. November 2017 dort ist.

Die Frankfurter Allgemeine vom 6. November 2017 titelte „Deutschland zahlt Milliarden fürs Klima“. Andreas Mihm: „Deutschland lässt sich den Klimaschutz viel Geld kosten. Allein für die Förderung erneuerbaren Energien zahlen die Deutschen jedes Jahr einen Aufschlag auf die Stromrechnung von 25 Milliarden Euro.“ Auch ist Deutschland „einer der großen Klimaschutzfinanziers in der Welt.“ Zuletzt flossen 3,4 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt in den „Klimaschutz“. Bei der COP 23 sollen weitere Zusagen über 1,4 Milliarden Euro gemacht werden. Der größte Batzen kommt aus dem Etat von Minister Gerd Müller, „weshalb man sich im BMZ auch gerne als Klimaaußenministerium versteht“. Doch das sind nur Teilwahrheiten, denn was uns Bürger der Spruch „KLIMA RETTEN“ tatsächlich kostet, bleibt im Geheimen.

Zur Rolle der Medien und der Journalisten in der „Klimapolitik“

Die Medien, ob privat- oder öffentlich-rechtlich, haben eine Informations-, aber auch eine Kontrollpflicht zugunsten der Bürger. Dieser hat mehr und mehr das Gefühl, dass gerade die sehr wichtige Kontrollpflicht vernachlässigt wird, denn ansonsten würden die eben zitierten Äußerungen nicht so unkommentiert im Raume stehen bleiben. „Lügen wie gedruckt“ muss nicht willentlich geschehen, sondern kann auch Ausdruck mangelnder Courage sein, eklatante Lügen auch offen zu legen. Der Journalist steckt so gesehen in einer Zange. Er genießt zwar Pressefreiheit, aber die ist relativ, wie der Journalist Shams Ul-Haq mit dem Hinweis andeutet, dass „Journalisten nicht blauäugig der Wahrheit frönen“ können, wenn diese der Arbeitgeber nicht mag und sie ihren Job behalten wollen.

Im Journalistenblatt 3/2017 empfiehlt der Journalist Albrecht Ude die „Suche nach der Wahrheit“. Ude: Fact Checking, das ist das beweiskräftige Überprüfen von Tatsachen, ist eine journalistische Kernkompetenz. Sie gilt als Königsweg gegen Fake News.“ Er gibt zu, dass es die Verbreitung falscher Nachrichten weiter geben wird, solange sich das propagandistisch oder wirtschaftlich lohnt.“ Warum dieses kritische Überprüfen von Fake News bei den Aussagen von „Klimaexperten“ nahezu total unterbleibt, hat wohl eher politische Gründe. Man will sich zeitgeistkonform verhalten und verbreitet jede Lüge, weil, ja weil sie aus dem Munde von „Klimaexperten“ kommt, vom Staat gern gesehen wird und damit sakrosankt erscheint.

Klimalügen

Der Vorwurf „Lügenpresse“ ist zwar objektiv wahr, aber die „Klimalügen“ dienten einem guten Zweck, seien politisch korrekt und damit praktisch vor Strafverfolgung sicher. Nach Ude ist das eigentliche Problem an Fake News, dass es sich lohnt, sie zu verbreiten. Es ist zwar physikalisch ausgeschlossen, dass sich die Erde, die unentwegt seit ihrer Entstehung Strahlung in Form elektromagnetischer Energie aussendet, Energie verliert und sich abkühlt, erwärmen könnte. Aber in Verbindung mit den „Treibhausgasen“ hat sich der Gedanke an eine „Erderwärmung“ aus eigener Kraft verfestigt und wird kritiklos von den Medien nachgebetet. Mit der „Treibhauslüge“ kann man Aufsehen erregen, die Auflagen steigern und viel Geld verdienen. Beispiele kolossaler Fake News sind der SPIEGEL vom 10. August 1986 mit dem „Kölner Dom in der blauen Nordsee“ oder der FOCUS vom 23. September 2017 mit dem Titelbild „Unsere Erde brennt“.

Viele beschimpfen die Medien als „Lügenpresse“, doch dieser Vorwurf stimmt nicht. Sie haben sich die Schlagworte „Klimakatastrophe“, „Treibhauseffekt“ oder „Erderwärmung“ nicht ausgedacht. Sie haben diese Lügen verbreitet, emotional mit Bildern von kalbenden Gletschern oder hungernden Eisbären aufgeladen, und zu Wahrheiten umgebogen. Ihr eklatantes Versäumnis ist, Presseerklärungen von Klimainstituten und Ministerien nicht auf faktische Richtigkeit überprüft zu haben. Sie haben die Sensation verstärkt, die Bildung von Ängsten befördert, obgleich sie wissen, dass Angst seit Urzeiten ein probates Herrschaftsinstrument ist, ein ideales Manipulationsmittel. Nach Albrecht Ude kann jeder Journalist mit einer „soliden Schulbindung“ zumindest erkennen, ob eine Argumentation plausibel ist.

Sind Wissenschaftsjournalisten die besseren Journalisten oder die hörigeren?

Wer über das „Klima“ schreibt und sich als Wissenschaftsjournalist ausgibt, hätte als erstes zumindest einen Blick auf die Webseite des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg werfen müssen. Dieses Institut ist 1975 gegründet worden und erklärt leicht verständlich den Unterschied zwischen Wetter und Klima, so wie er in der Schule gelehrt und in allen Lexika zu finden ist. Einzig existent in der Natur und natürlich ist das Wetter. Der Wetterbericht ist fester Bestandteil aller Nachrichten. Ihm sind wir ausgesetzt, ob es uns passt oder auch nicht. Das Wetter nimmt keine Rücksicht auf menschliche Aktivitäten unter freiem Himmel, ob bei Autorennen, Fußballtournieren, olympischen Spielen oder nur Grillfesten. Sind Erdbeben oder Vulkanausbrüche unvorhersehbare Naturereignisse, so gilt dies auch für das Wetter. Es ist nicht menschengemacht und alles, was heute an Wettergefahren prophezeit wird, hat es schon immer in der Erdgeschichte gegeben und wird es auch in Zukunft geben. Der ewige Wettereinfluss und Wetterwandel hat die Erdoberfläche geomorphologisch geformt, bis hin zu gigantischen tiefen Schluchten, der Vikos-Schlucht in Griechenland, der Xing-Schlucht in China, dem Kali Gandaki Tal in Nepal, der Tara-Schlucht in Montenegro, dem Grand Canyon in der USA.

Das Klima ist vom Wetter abgeleitet, es ist eine Arbeitsgröße für Zeiten, in denen und aus denen es keine Wetterbeobachtungen gibt. Neuerdings, seit der Existenz von Barometern, Thermometern und anderen meteorologischen Messinstrumenten, wird das Klima berechnet. Aber das führt zu keiner Existenz von Klima. Man kann sich an dem Konstrukt Klima nicht versündigen, wie der Vorwurf „Klimakiller“ unterstellt. Und schon gar nicht wirkt das „gekillte“ Klima auf das Wetter ein, um sich zum Racheengel aufzuschwingen. Auch die FOCUS-Formulierung „Wenn die Erde sich rächt…“ ist unsinnig. Unsere eigene Niedertracht sollten wir der Erde nicht andichten, nicht dem Wetter und erst recht nicht dem „Klima“, das nur ein künstliches Definitionskonstrukt ist und kein „Maßstab“, an dem sich das Wetter ausrichten und orientieren müsse.

In der WELT vom 21. August 2017 erschien von Norbert Lossau ein Artikel „Eine Mafia der Vernunft“. Es ging um den TV-Journalisten Jean Pütz, der die Sendung „Hobbythek“ von 1974 bis 2003 moderierte. Darin befinden sich einige Kernsätze, die allerdings nie beachtet wurden, wie: „Es gibt unumstößliche Naturgesetze, die man auch nicht mit Mehrheitsbeschluss ändern kann“. Oder aber: „Wenn ein Populist einen Gesetzesantrag stellen würde, die Schwerkraft abzuschaffen, würden das viele unterstützen. Wir leben heute in einer postfaktischen Welt, in der alles verquatscht wird und Politiker fast alles ungestraft behaupten können.“ Wo ist hier das ‚mea culpa’?

Und die ganze Klimawelt, die wir schützen wollen, ist eine postfaktische Welt. Klima kann erst berechnet werden, wenn die Wetterdaten als „Geld im Kasten“ liegen und zu „Klima“ geldbringend veredelt werden. Das Wetter geht dabei weiter, ist längst über alle Berge. Geht dies in kein Wissenschaftsjournalistengehirn? Was soll das Vorhaben „Schutz der Wettervergangenheit“, das als „Klimaschutz“ verkauft wird? 1984 lud Prof. Dr. Ulrich Lohmar, Direktor des Bonner Instituts für Kommunikationsforschung, nach Mayschoß an der Ahr ein, mit Unterstützung des Forschungsministers Dr. Heinz Riesenhuber. Geladen waren die zehn wichtigsten Wissenschaftsjournalisten. Im Jahr 1986 kam es in Bonn zur Gründung der Wissenschaftskonferenz WPK. Man nannte sich „Mafia der Vernunft“, hielt jede Woche eine Pressekonferenz ab und warb mit dem Slogan „Vernunftbegabte aller Länder vereinigt euch!“

„Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe“

Das Ganze war ein Rohrkrepierer oder wurden die Wissenschaftsjournalisten, zu denen auch Jean Pütz gehörte, darauf politisch eingeschworen, die „Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe“, die von dem Bonner Physiker Prof. Dr. Paul Heinloth im Namen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V. am 20. Januar 1986 im Hotel Tulpenhof den Pressevertretern vorgetragen wurde, nicht als irreal zu verreißen, sondern als real zu verkaufen? Was hat sich hinter den Kulissen abgespielt? Ein investigativer Journalist hätte hier ein dankbares Betätigungsfeld.

Gleichgültig, was in Bonn bei der COP 23 beschlossen werden möge, das Wetter wird sich nicht darum kümmern. Es ist unbestechlich, auch nicht mit astronomisch noch so hohen Milliardenbeträgen. Lustig ist der Begriff „Klimaziele“. Ich weiß nicht, welches Ziel das „Klima“ hat. Ist es die CO2-freie Atmosphäre? Das halte ich für absolut ausgeschlossen, denn dann gäbe es keine Fotosynthese, keine grünen Pflanzen, keine Nahrung für Tier und Mensch. Auch das Wetter hat kein Ziel, außer dass es sich vom Charakter her den Jahreszeiten und damit dem Strahlungsangebot der Sonne anpasst.

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