Großbritannien: Weihnachten ist jetzt für alle da, außer für’s Christkind

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Weihnachten halal (Foto: Screenshot/Youtube)

Die größte Handelskette Großbritanniens, Tesco, gestaltet ihre Weichnachts-Anzeigen-Kampagne politisch korrekt um: Die Multikulti-Gesellschaft feiert Weihnachten. Das einzige, das fehlt, ist jede Symbolik, die auf das Christentum hinweisen könnte. Krippe, Stern und die Drei Weisen aus dem Morgenland, für Tesco alles Schnee von gestern!

Von Marilla Slominski

Unter dem Titel „Wie immer Du Weihnachten feierst, bei Tesco ist jeder willkommen“, startet die britische Supermarktkette ihr Weihnachtsgeschäft.

In dem 30-sekündigen Werbespot ist so ziemlich alles vertreten, was die schöne neue Welt der die politische Korrektheit ausmacht: schwules Pärchen mit Kind, einsame weiße alte Frau auf dem Sofa, die feiernde Freundestruppe und – natürlich darf auch die heutige Lieblingsreligion nicht fehlen – verhüllte Muslimas, mit verhüllten kleinen muslimischen Töchtern, die sich Geschenke überreichen.

Alle vereint zu Weihnachten eins – und das ist der Truthahn! Von dem ursprünglichen christliches Fest zur Geburt Jesus bleibt nichts übrig außer Völlerei über einem toten Vogel.

Der kurze Spot sorgt für einerseits für Freude auf dem Twitter Account des Unternehmens: „Wir leben schließlich in einem atheistischen Land“, so das Motto der PC-Korrekten.

Doch andere zeigen sich angesichts der Negierung des Gedenkens an die Geburt eines Mannes, der die Welt veränderte, umso mehr empört: „Ich war heute bei Tesco einkaufen. Hätte ich gewusst, dass Tesco so gegen das traditionelle Weihnachten ist, hätte ich mein Geld woanders ausgegeben“. „Schrecklicher PC-Müll. Schämt Euch“ „Seit wann feiern Muslime Weihnachten, seid ihr verrückt geworden““ „Ist der Truhtahn halal?“ und einige haben nur einen dafür deutlichen Kommentar für das Unternehmen übrig: „Was für eine Scheiße!“

Doch Tesco schließt die Augen fest angesichts der Wirklichkeit, die sich etwas weniger rosarot präsentiert.

Auf die Frage, ob ein Muslim einem Christen „Frohe Weihnachten“ wünschen darf, ist die Antwort der Islam-Gelehrten eindeutig: Nein, das ist eine Sünde, haram und streng verboten!

In Indonesien wurden die Korangläubigen 2012 vom höchsten islamische Gremium des Landes aufgefordert, nicht an Weihnachtsveranstaltungen teilzunehmen und Christen auch nicht zu beglückwünschen.

Ma‘ruf Amin, Chef der Abteilung für Richtsprüche (Fatwas) beim Indonesischen Rat der Rechtgelehrten (Ulamas), erinnerte die mehr als 200 Millionen Muslime des Inselstaates daran, dass noch immer die Anti-Weihnachts-Fatwa aus dem Jahr 1981 gelte.

Auch für das „Islam-Forum“ ist es völlig klar: Weihnachten darf weder gefeiert noch in Form eines Grußes gewürdigt werden.

Wie ernst gläubige Muslime diese Anweisungen nehmen, zeigt der Fall eines pakistanischen Ladenbesitzers in Glasgow, der im vergangenen Jahr erstochen wurde. Der 40jährige Anhänger der muslimischen Ahmadiyya Gemeinde hatte es gewagt, seinen Kunden, Nachbarn und seiner „geliebten christlichen Nation“ ein frohes Osterfest auf Facebook zu wünschen.

Ein 32-Jähriger Korangläubiger machte deutlich, was er davon hielt. Er fiel nur drei Stunden später mit einem Messer über den 40-Jährigen her und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus verstarb.

Die britische Supermarktkette folgt einem immer größer werdenden Trend, christliche Feste und deren Bedeutung aus der öffentlichen Wahrnehmung zu tilgen.

So verbannte der Coffee-Shop Reise Starbucks Sterne, Schneeflocken und andere weihnachtliche Motive von seinen Bechern und lässt sie seither in schlichtem Rot erstrahlen. Gleichzeitig nennt es die speziellen, um die Weihnachtszeit erhältlichen Heißgetränke, „This Year Holiday Drinks“, frei übersetzt „diesjährige Feriengetränke“. Das Unternehmen feiert so den Beginn der Ferien, die mit dem Beginn des ursprünglichen Festes einhergehen und sich selbst damit als zeitgemäß und weltoffen.

Auch andere Unternehmen machen aus ihrer Abneigung gegen christliche Wurzeln keinen Hehl. So wurden der 30-Sekunden-Spot einer Christlichen Organisation, der zu Weihnachten die Geschichte rund um die Geburt Jesus Christus erzählen sollte, kurzerhand aus den Kinosälen verbannt. „Zu religiös“, lautete das Urteil der Kinochefs.

Auch in Deutschland sorgen anti-christliche Aktionen immer wieder für Aufregung. Erst im September geriet der Discounter Lidl unter Beschuss, nachdem er Kreuze, die griechische Kirchen auf der Insel Santorin schmücken, auf Joghurt-Bechern einfach wegretuschiert hatte. Nachdem ein regelrechter Shitstorm über das Unternehmen hinwegfegte, knickte Lidl ein, sprach- zumindest in Österreich – von „einem Fehler“ und zeigte Verständnis angesichts des Ärgers.

„Wir werden das Feedback weitergeben und dieses bei der Gestaltung künftiger Verpackungen berücksichtigen“, so die lapidare Antwort des Discount-Riesen, der seinen Kunden aber die Erklärung, warum überhaupt Kirchenkreuze wegretuschiert worden waren, schuldig blieb.

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