Schweiz: Polizei nennt ab sofort keine Nationalität der Täter, um sie nicht zu „diskriminieren“

Symbolbild: Kantonspolizei
Symbolbild: Kantonspolizei

Schweiz: Um „Diskriminierung“ zu vermeiden, wird die Stadtpolizei Zürich ab sofort keine Informationen über die Nationalität der Festgenommenen mehr veröffentlichen.

„Das bedeutet, dass die Zürcher Polizei in ihren Pressemitteilungen nicht mehr über die Staatsangehörigkeit der mutmaßlichen Täter von Straftaten und Vergehen informiert, die verhaftet wurden“, sagte Richard Wolff, der Leiter der Zürcher Polizei. Nur das Geschlecht und das Alter, oder eine vollständige Beschreibung der Äußerlichkeiten werden, falls erforderlich, zukünftig veröffentlicht, „die Nennung der Nationalität sei diskriminierend“.

Im Falle einer zwingenden Notwendigkeit werden Journalisten jedoch Informationen verlangen dürfen, die „zurückgehalten“ wurden, weil sie „sonst als diskriminierend gelten“, berichtet die schweizer Zeitung 20 Minuten.

Diese Praxis widerspricht dem Trend in der Schweiz: Die kantonale Polizeikonferenz (CCPCS) empfahl nach langen Debatten die Gesetzesänderung, die seit mehreren Jahren diskutiert wird.

Die Entscheidung wurde bereits 2015 getroffen und dann wieder verworfen. Zu der Zeit war der CCPCS auch für das Verbot. (BH)

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