NGO „Sea-Watch“ „Rettungsaktion“ geht daneben: 5 Tote !

Symbolbild: JouWatch
Immigranten (Symbolbild: JouWatch)

Libyen – Die Vorwürfe wiegen schwer. Die libysche Küstenwache macht die angeblich „humanitären“ und selbsternannten Seenotretter „Sea-Watch e.V.“ für den Tod von insgesamt fünf Menschen verantwortlich.

Wie der Libya Observer berichtet, sei es bei der Aufnahme von Immigranten, die am Montag etwa 30 Kilometer vor libyschen Küste in Seenot geratenen waren, zu einem tumultartigen Zwischenfall gekommen.

„Sea-Watch verursachte den Tod von insgesamt fünf Menschen“

Während die libysche Küstenwache die rund 100 Immigranten an Bord nahmen, habe sich das NGO-Schiff „Sea-Watch 3“ genähert. Bereits gerettete Immigranten seien dann wieder ins Meer gesprungen, um das Schiff der vermeintlichen Seenotretter zu erreichen. Bei diesem Versuch sollen insgesamt fünf Menschen ertrunken sein. Die NGO-Crew habe die Anweisung der Küstenwache ignoriert, sich zu entfernen.

Die libysche Küstenwache teilte mit: „„Insgesamt befanden sich 110 Migranten auf einem Boot nahe der libyschen Küste. Die Rettungsaktion der libyschen Küstenwache lief gut, doch die unautorisierte Intervention von „Sea-Watch“ verursachte schließlich den Tod von insgesamt fünf Menschen.“

NGO fordert: Bundesregierung muss Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache auf Eis legen

Gegen die Darstellung wehren sich die selbsternannten Seenotretter und behauptet wiederum ihrerseits, dass die Küstenwache Libyens für den Tod der Menschen verantwortlich sei, da diese die  Funksprüche der „Sea Watch 3″-Besatzung ignoriert hätten.

Auf ihrer Homepage wird von den umstrittenen Seenotretter „klar gestellt“: „Diese Toten gehen auf das Konto der sogenannten Libyschen Küstenwache, die durch ihr brutales Vorgehen eine sichere Bergung der Schiffbrüchigen verhindert hat. Die Verantwortung trägt jedoch die Europäische Union, die die Libyer ausbildet und ausstattet und in deren Sinne diese Truppe handelt. Die Bundesregierung muss aus dieser weiteren Tragödie endlich Konsequenzen ziehen und die Zusammenarbeit mit der Libyschen Küstenwache auf Eis legen. Die Europäische Union muss damit aufhören, Migrationsabwehr vor die Wahrung von Menschenrechten zu stellen.” Die Verschleppung und mutmaßliche Rückführung einer bisher unbekannten Zahl Flüchtender nach Libyen stellt einen schweren Völkerrechtsverstoß dar.“

Ein Sprecher der libyschen Marine bezeichnet die Vorwürfe als „fabriziert“ und nennt Sea-Watch einen „Wolf im Schafspelz“. Man werde in den kommenden Tagen den Beweis für die Falschdarstellung liefern. Die NGO-Schlepper freuen sich indes, 58 Immigranten „gerettet“ zu haben. (SB)

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