Frankreich: Immer mehr Polizisten nehmen sich das Leben

Foto:Durch BlackMac/shutterstock
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In Frankreich steigt die Zahl der Selbstmorde. Als Ursache wird der Druck durch die ständige Terrorgefahr und die Angriffe gegen sie vermutet.

Seit Januar haben sich bisher 39 Beamte das Leben genommen. Auch bei zwei weiteren Todesfällen wird Selbsttötung vermutet.

Der größte Teil der toten Beamten stammt aus dem Großraum Paris, indem 36.000 Polizisten Dienst tun.

Von zehn Beamten, die sich allein in den letzten zwei Monaten das Leben nahmen, stammen sieben aus Paris. Unter den 39 Selbstmördern sind nur 3 Frauen.

Das Selbstmordrisiko bei der Polizei ist dreimal höher als beim Rest der Bevölkerung, bei dem meist persönliche Motive dahinter stünden. Bei den Beamten wird berufsbedingter Stress und Druck vermutet.

Durch die permanente Terrorgefahr würden die Beamten ständig im Einsatz sein, Über stunden schieben und kaum noch Freizeit zur Erholung haben. Außerdem würden die ständigen „anti-sozialen“ Attacken ihnen mental zu schaffen machen.

„Die meisten Polizisten arbeiten fünf von sechs Wochenenden, statt frei zu bekommen“, erklärt das Mitglied der französischen Polizeigewerkschaft Louis-Guy Dubois.

Laut Dubois leiden die Beamten vor allem unter der allgegenwärtigen islamischen Terrorgefahr: „ Es ist wichtig, dass die Beamten mehr Freizeit bekommen, gerade jetzt, wo sie dringend für Kontrollen auf der Straße gebraucht werden um Terrorangriffe abzuwehren. Die Zahl der Überstunden ist geradezu explodiert. Die Polizei ist unter enormem Druck“, so der Gewerkschaftsführer. (MS)

 

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