Abt. Krieg & Verteidigung: Uschi und die gute Basis

Foto: Wikipedia/ Von Dirk Vorderstraße - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34048622
Frau mit Herz: Ursula von der Leyen (Foto: Wikipedia/ Von Dirk Vorderstraße - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34048622

Ursula von der Leyen möchte Verteidigungsministerin bleiben. Der Wille ist des Menschen Himmelreich.

Von Max Erdinger

Thema Bundeswehr: In der JF gibt es ein Bild, das einfach zum Schießen ist. Tag der Bundeswehr 2017. Eine blonde Frau mit Fönfrisur steht im weißen Jäckchen der Unschuld am Rednerpult, mit dem Rücken einer Reihe von Bundeswehrmännern zugewandt. Groß im Bild die blonde Eloquenz, welche mit ausgebreiteten Armen und halb geschlossenen Lidern aussieht, als bekäme sie gerade einen schiefen Einschlag vom Heiligen Geist; am unteren Bildrand die Gesichtsmimik der Bundeswehrleute. Manfred Deix hätte es nicht besser hinbekommen. Meinereiner hat jetzt noch Bauchweh.

Die Blonde heißt Ursula von der Leyen, ist Bundesverteidigungsministerin und will das auch gerne bleiben. Hat sie gesagt. Im Falle Jamaika würde sie selbstverständlich Reggae statt Marschmusik spielen lassen, wenn es gewünscht sei. Letzteres halte ich für ein Gerücht. Verteidigungsministerin will sie aber bleiben. Das ist richtig. Schön begründet hat sie es auch, wie die Junge Freiheit meldet. Von der Leyen: „Ich stehe für die Truppe ein. Sie ist mir sehr ans Herz gewachsen. Das spürt man, daß da eine gute Basis ist. Ich würde mich freuen, wenn ich diese Aufgabe weiterführen könnte“.

Oh, – Malheur, Malheur! Es ist ihr die Truppe ans Herz gewachsen. Wie war das möglich? Da es nun aber einmal passiert sein muß, wenn die blonde Frau nicht lügt: Können wir einer blonden Frau mit Fönfrisur etwas wegnehmen, das ihr ans Herz gewachsen ist? Dürfen wir uns überhaupt fragen, ob Truppen an der Basis mit Verteidigungsministerinnen am Herzen zusammenwachsen sollen? Sollen wir das stilisierte Tatzenkreuz der Bundeswehr durch „Ein-Herz-für-Soldaten“-Aufkleber ersetzen? Ist Militär neuerdings die Herzensangelegenheit blonder Frauen mit Fönfrisuren in weißen Jäckchen? Die Sache scheint kompliziert geworden zu sein.

Gottlob ist es viel einfacher. Mit irgend etwas anderem, als ihrem Herzen, hätte Ursula von der Leyen einfach nicht begründen können, warum sie weiterhin Verteidigungsministerin bleiben will. „Weil ich Wehrdienst geleistet habe“, schied jedenfalls auch diesmal aus.

Wenn man an Angela Merkel denkt, an Ursula von der Leyen oder an Heide Simonis, die verzweifelt „und was wird aus mir?“ greinte, nachdem sie als Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein nicht wiedergewählt worden war, dann fragt man sich schon, ob Frauen für das Zusammenwachsen ihrer Herzen mit der Basis von Armeen und Ämtern vielleicht besonders anfällig sind und ob man nicht mehr Steuergelder in der Forschungsförderung zu dieser Frage versenken sollte. Frauenherzen im Sinne des basisgeschlechtlichen Fortschritts wieder „ein Stück weit besser“ zu verstehen, ist schließlich immer löblich.

Hat denn niemand ein anderes Ministeramt für Frau von der Leyen, das gut bezahlt ist und das ihren Neigungen eher entspricht? Es muß doch etwas geben, womit sich ihr Herz von Basis und Truppe wieder trennen läßt? Wie wäre es als Sonderbeauftragte der Bundesregierung für Militärgeschichtsforschung und soldatische Sexualkunde bei der UN in New York? Das wäre doch was …

 

 

 

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