Wenn Feminismus unter der Burka endet

Symbolbild: Offensichtliche Geschlechtertrennung
Symbolbild: Offensichtliche Geschlechtertrennung

Angesichts der nahezu hysterische geführten Sexismus-Debatte“ platzt einem britischen Reporter der Kragen. Seiner Meinung nach arbeiten die selbsternannten Kämpferinnen für Frauenrechte mit ihren Argumenten den Islamisten zu. Feministinnen machen gemeinsame Sache mit Islam-Gläubigen. Am Ende wird es für alle Frauen „Verhüllt Euch“ vor den „bösen“ Blicken der Männer.

Ein Kommentar in Auszügen von Peter Hitchens für mailonline

Übersetzung Bianca Hoe

Ich schlage für die kommende Herbstmode für Frauen in der Politik die Farbe Schwarz vor. Schwarz ist schmeichelhaft für die Figur und strahlt eine kühle Distanz aus. Kein Mann oder Politiker würde es wagen, seine Hand auf das Knie unter einem schwarzen Gewand zu legen, vermutlich hätte er auch Schwierigkeiten, das Knie oder etwas anderes unter den schwarzen Stoffbahnen zu orten.

Ist es das, was Ihr wollt? Ihr, die Ihr bei jeder Kleinigkeit anfangt, gegen die übergriffigen Männer und die unangebrachten Scherze zu kreischen. Ihr habt in dieser Sache viel gemeinsam mit den militanten Islamisten. Auch sie sehen in Männern sabbernde Raubtiere, die nur auf ihr nächstes Opfer warten.

Basierend auf diesem Gedanken herrscht im Islam die strenge Kleiderordnung, die Ausdruck sexueller Segregation ist und die Feministen doch eigentlich so schockierend finden.

An diesem Punkt stellt sich heraus, dass Ihr ihrer Meinung seid. Jede männliche Handlung, jedes Wort, benutzt ihr,  um Männer schuldig zu sprechen – denn Männer „sind so“. Das Leben der „Täter“ wird damit auf ewig ruiniert.

Seid Ihr alle total verrückt geworden? Habt Ihr jedes Maß verloren?…

…In gewisser Weise bin ich sehr altmodisch. Ich bin im viktorianischen Sinne prüde, deshalb versuche ich, mich unter Kontrolle zu haben. Mich schockieren grobe Worte noch, besonders wenn sie in Gegenwart von Frauen und Kindern geäußert werden.

Ich bin bestürzt, wenn ich in der Öffentlichkeit, im Fernsehen oder normalen Gesprächen an Dingen teilhaben muss, die einst nur für beschämte Männern in zwielichtigen Straßengeschäften zu haben waren. Ich will anderen Menschen nicht beim Sex zusehen.

Ich kenne die 60er Jahre mit all ihren Folgen. Ich war Zeuge, all der fürchterlichen, oft tragischen Auswirkungen, die stattfinden, wenn Männer und Frauen sich von den alten Regeln, der Treue und Beständigkeit befreien und der Vorstellung folgen, totale Freiheit bedeute totales Glück.

Seitdem ist es mir nicht möglich, zu sehen, warum die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, die eine zweifellos eine große Errungenschaft unserer Zeit ist, gleichzeitig mit der militant anmutenden Zerstörung der Ehe und der traditionellen Familie einhergehen muss.

Viele, die heute nach Gleichberechtigung der Frau schreien, haben ein anderes, viel schärferes Ziel. Sie betrachten Männer als den „Feind“, das „Patriarchat“, als etwas, das mit allen Mitteln gestürzt und durch eine feminisierte Gesellschaft ersetzt werden muss. Sie sehen in der Ehe eine Einrichtung zur Unterdrückung der Frau.

In der vergangenen Woche sind sie ihren Zielen ein ganzes Stück näher gekommen.

Die, die für die Gleichheit kämpfen, belächeln auf der einen Seite spöttisch die herrschenden Umgangsformen und fordern sie auf der anderen Seite wieder zurück.

Doch woher kommen die herrschenden Umgangsformen unserer liberalen Gesellschaft? Sie waren bisher Teil einer sorgfältigen ausgefeilten Norm beim Werben um eine Frau, sie waren geprägt von Respekt, der innerhalb des traditionellen Ehe- und Familiengefüges erlernt wurde und das jetzt komplett verschwunden ist.

In dieser post-Ehe-, Freiheit-für-alle-Zeit, warum sollten da ausgerechnet für die Sexualität Umgangsformen erwarten? Alles wird nur noch durch die Polizei oder den öffentlichen Twitter-Pranger geregelt.

Es waren diese alten Umgangsformen, die es uns, im Gegensatz zur islamischen Welt erlaubten, Männer und Frauen zu mischen, ohne schwarze Ganzkörperumhüllungen, Schleier und Nicht-Berühren-Regeln, die so streng sind, dass sie sogar den Händedruck zwischen Mann und Frau unmöglich machen.

Das alles ist vorbei, was tun wir nun? Ich bin wütend über die stattfindenden öffentlichen Denunziationen, nicht weil ich sie glaube oder nicht (wer weiß schon, was stimmt), sondern weil sie Vertrauen unmöglich machen.

Das Vertrauen zwischen Männern und Frauen ist dem Feminismus zum Opfer gefallen und es ist zerstört. Der unerlässliche Kampf der Feministen, Männer stets als Täter darzustellen, hat eine Vertrauensbasis unmöglich gemacht…

…In Zukunft werden wohl kluge Politiker alle Gespräche mit dem anderen Geschlecht unter Aufsicht führen, aufzeichnen und filmen. Frauen werden dazu verpflichtet werden, zuvor ihre Einverständniserklärungen zu unterschreiben. Das wird die einzige Möglichkeit sein, vor Anschuldigungen wie „Hand auf´s Knie gelegt“ sicher zu sein.

Die andere Möglichkeit wird nur darin bestehen, den Niqab oder die Burka zu tragen und die Geschlechtertrennung einzuführen. Die beste Möglichkeit, die Rückkehr zur Vernunft, wird in absehbarer Zeit nicht mehr zu erwarten sein.

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