Krieg gegen Kohle: Umweltschutz statt Arbeitsplätze

Apokalytische Sekten haben in der christlich-jüdischen Kultur eine lange Tradition / Foto: Facebook

Vor dem heutigen Beginn der Weltklimakonferenz in Bonn demonstrierten etwa 7000 radikale Umweltschützer (Veranstalter: 25.000) am Samstag gegen den Kohlesektor, in dem 19,430 Menschen in Deutschland nun um ihre Arbeitsplätze bangen müssen.

von Collin McMahon

Im Zuge der Energiewende steigt der Einsatz von Braunkohle in Deutschland, da Wind- und Solarenergie nicht zuverlässig genug funktionieren, um ein modernes Industrieland zu versorgen. Im ersten Halbjahr 2017 stieg der Braunkohleverbrauch um 3%: „Hauptursache dieser Zunahme war die Steigerung des Kohleneinsatzes in den Kraftwerken zum Ausgleich fluktuierender Stromerzeugung bei Wind und Sonne sowie Rückgängen bei der Kernenergie,“ so die AG Energiebilanzen.

Es gab mal eine Zeit, da setzten sich Linke wie Union noch in erster Linie fürs Volk und für die arbeitende Bevölkerung ein. Doch mittlerweile haben wir eine „Wünsch-dir-was“ Politik, die Thilo Sarrazin in seinem Buch „Wunschdenken“ analysiert hat: „Die gesamte Logik der Energiewende ist in einen fraglien Zusammenhang eingebunden, bei dem sich Wissenschaft, Ideologie und quasi religiöse Glaubensinhalte mit einem sehr selektiven Blick auf die Wirklichkeit verbinden.“

Es ist egal, ob strategisch wichtige Firmen wie E.on 15.000 Mitarbeiter entlassen müssen oder ausländische Investoren wie Vattenfall nach Strich und Faden betrogen werden – Hauptsache die grüne Politik von Hofreiter bis Merkel kann das Ende der Atomkraft, das Ende des Verbrennungsmotors oder das Ende der Kohle beschließen. Praktikable Alternativen oder gar ein abgeschlossenes Physikstudium haben die Grünen natürlich nicht vorzuweisen – im Gegensatz zu Dr. Merkel, die es besser wissen müsste.

Donald Trump verfolgt derweil in den USA eine Politik der Energieunabhängigkeit und vor allem der „sauberen Kohle“. Seit Anfang 2017 sind in USA 50,000 neue Jobs in der Kohelindustrie – vorwiegend in strukturschwachen Regionen wie West Virginia – entstanden, seitdem Trump den „Krieg gegen Kohle“ beendet hat. Im größten „Sauberen Kohlekraftwerk“ der Welt Petra Nova in Houston, Texas, wird das gewonnene CO2 sogar in 130 km Entfernung bei der Erdölgewinnung benutzt.

Trump wurde natürlich auf der Demo in Bonn als Klima-Massenmörder verteufelt, obwohl der CO2-Ausstoß in den USA sinkt und nicht wie in Deutschland aufgrund der verfehlten Energiewende steigt.

Auch Deutschland war mal weltführend im Kohlebergbau. Im Kraftwerk Schwarze Pumpe in der Lausitz veranstaltete Vattenfall 2008-2014 ein Pilotprojekt zur Sauberen Kohle, bei dem Schadstoffe abgefiltert wurden und das CO2 eingefangen (Carbon Capture & Storage – CCS). Die Ergebnisse nannte Kraftwerksvorstand Vattenfall Hubertus Altmann 2010 „sehr vielversprechend“, die Rückgewinnungsquote lag bei 90%.

Doch im Zuge der Energiewende war das Projekt in Berlin „nicht mehr politisch gewollt“ und wurde abgebrochen, „obwohl wir in Deutschland das größte Potenzial für die Technik sahen“, so Vattenfall-Sprecherin Katharina Eickelberg gegenüber JouWatch. „Leider müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass in Deutschland der politische Wille fehlt, die Europarichtlinien umzusetzen und ein CCS Pilotprojekt zu ermöglichen, sagte Vattenfall Deutschland-Chef Tuomo Hatakka 2011. „Das ist ein herber Rückschlag für die Innovation, das Klima und die deutsche Wirtschaft.“

Nun wird eben in anderen Ländern an der CCS-Technologie weitergeforscht, genau wie bei Kernkraft, Gentechnik, Internet, Rüstung und allen anderen Zukunftstechnologien, die der linksgrüne Mainstream in Deutschland zum Teufelszeug erklärt hat.

In der strukturschwachen Lausitz arbeiten 10.470 Menschen in der Braunkohleindustrie, die jetzt im Zuge der Jamaika-Verhandlungen um ihre Arbeitsplätze bangen. „Die Menschen hier kommen sich vor wie die Verhandlungsmasse beim Politpoker in Berlin“, sagte der Bautzener Bundestagsabgeordnete Karsten Hilse (AfD) gegenüber JouWatch. „Am Ende sitzen die Union und die Grünen zusammen im Borchardt in Berlin und trinken Champagner, und bei uns werden Zehntausende arbeitslos.“

 

Collin McMahon ist Autor („Lukas und Skotti“) und Übersetzer („Gregs Tagebuch“). Er schreibt gerade an einem Buch über Donald Trump und die konservative Revolution.

 

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