Weihnachten hinter Betonmauern

(Foto: Collage
Feiern im Gottesstaat Deutschland (Foto: Collage)

Essen – Die Freude bei Politik und Medien ist groß. Die insgesamt 17 tonnenschweren Betonklötze, die die Besucher des Essener Weihnachtsmarktes vor korangläubigen Lkw-Attentätern schützen sollen, sind billiger als geplant.

Statt 200.000 Euro kosten sie „nur noch“ 120.000 verkündete der Veranstalter Dieter Groppe und freut sich mit. Er habe „hart verhandelt“ und so die Rechnung für die Stadt spürbar gesenkt, heißt es.

Der Essener Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr durch 17 Straßensperren bestehend aus insgesamt 50 Betonquadern gesichert. Jeder der Betonklötze wiegt exakt 2,6 Tonnen und ist von der Dekra abgenommen. Doch Oberbürgermeister denkt schon weit in die Zukunft. Die Betonquader seien keine Dauerlösung befindet er und hat die Verwaltung angewiesen ein Konzept für versenkbare Poller zu erstellen.

Der Schaustellerverband DSB befürchtet, dass die Extrakosten auf die Schausteller und Budenbesitzer umgelegt werden. Damit stünde der beliebte Essener Weihnachtsmarkt vor dem sicheren Aus, warnt auch der Chef des Einzelhandelsverbandes Marc Heistermann.

Doch beim DSB-Präsidenten Albert Ritter überwiegen angesichts islamischer Terroranschläge weiterhin Optimismus und ungebremste Fröhlichkeit: „Feste sind keine Festungen. Wir lassen uns das Lachen nicht verbieten und müssen alles dafür tun, dass unsere freiheitliche Art zu feiern erhalten bleibt“, so Ritter ganz im Sinne der regierenden Kanzlerin, die das Motto ausgab: „Wir lassen uns die Art, wie wir leben, nicht kaputt machen.“ (MS)

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.