Italien: 4-Jährige stirbt an Malaria

Foto: Durch Tashatuvango/Shutterstock
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Italien – Im September starb ein vierjähriges Mädchen in der norditalienischen Stadt Trento an Malaria. Jetzt stellt sich heraus, sie hat sich während eines Krankenhausaufenthalts infiziert. Zum gleichen Zeitpunkt wurde in dem Krankenhaus Santa Clara eine Familie behandelt, die die Malaria-Erkrankung aus Burkina Faso „mitgebracht“ hatte.

„Wir können definitiv ausschließen, dass das Kind sich die Malaria-Infektion außerhalb des Krankenhauses zugezogen hat“, verkündete die italienische Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin.

Untersuchungen ergaben, die Familie und das Mädchen waren mit Erregern des gleichen Malariastammes infiziert. Es wird vermutet, dass das kleine Mädchen durch eine bereits benutzte Nadel angesteckt wurde, was sie ihr Leben kostete.

Zuerst waren die Experten davon ausgegangen, dass die Familie im Flugzeug eine Mücke mit Malaria mitgebracht hatte, die das Kind dann stach, doch diese weithergeholte Vermutung stellte sich jetzt als falsch heraus. Auch das Risiko, durch Mücken infiziert zu werden, die sich durch den Klimawandel in nördlichen Ländern wohlfühlen sollen, ist verschwindend gering.

Insgesamt waren im Jahr 2015 laut WHO 212 Millionen Menschen an Malaria erkrankt. 90 Prozent von ihnen leben in Afrika. Malaria galt seit 1962 in Italien als ausgerottet. (MS)

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