Unser Land dreht jeden Tag ein bisschen mehr durch. Und ab kommendem Montag auch Penny wieder! 

Bildschirmfoto Facebook: Penny
Bildschirmfoto Facebook: Penny

Es scheint nur noch wenige Themen zu geben, die so exorbitant wichtig sind, dass sie mittlerweile unsere täglichen Schlagzeilen füllen. Neben dem Flüchtlingswahn und seinen Kosten, sowie dem Kampf gegen seine Kritiker, im Politikerjargon Nazis genannt, ist nur noch ein Thema omnipräsent. Und zwar das Leben und die Befindlichkeiten der Schwulen und Lesben. Kein Thema füllt unsere Nachrichten im Moment so sehr, wie dieses. Die neue Berliner rotrotgrüne Regierung ist sogar so versessen auf dieses Thema, dass sie als allererste Amtshandlung die Einführung von Gendertoiletten beschloss.

Von Holm Teichert

Ja. Es wurden keine Programme gegen die unsagbare Armut von extrem vielen Berlinern verabschiedet. Auch keine Wohnungsbauprogramme mit Mietpreisbindung für immer mehr Berliner, die sich ihre Wohnungen nicht mehr leisten können und nach einem arbeitsreichen Leben auf Grund der explodierenden Mieten auch noch aus ihrer Heimatstadt vertrieben werden. Es gab auch keine Programme gegen die nicht mehr zu kontrollierende Kriminalität in Berlin. Selbst der immer massiver um sich greifende Islamismus war dem regierenden Senat bisher keine spürbare Überlegung wert. Nein. Gendertoiletten waren wichtig. Und sogar so wichtig, dass sich Grüne, Linke und die Genossen der SPD tatsächlich und in aller Ernsthaftigkeit, öffentlich in ihren Debatten stritten, ob in die Gendertoiletten auch noch Stehpissoirs für Frauen reingehören.

Wäre ja ein Unding, wenn Frauen auch zukünftig sitzen müssen, während Männer stehen dürfen. Diese schreiende Ungerechtigkeit hat in Berlin ab sofort ein Ende gefunden. OK. Zumindest, wenn die Finanzierung endlich geklärt ist. Der Bundestag, immerhin das Parlament einer der führenden Wirtschaftsnationen der Welt, hat kein anderes Thema so bewegt, wie die Gleichberechtigung von Homosexuellen. Und zwar vor dem Standesbeamten. Dass Homosexuelle nach der Eheschließung nun auch mit gesetzlicher Rückendeckung Kinder adoptieren dürfen, ist nur ein kaum beachteter Nebeneffekt. Ich befürchte, dass es sehr viele gleichgeschlechtliche Paare geben wird, die sich auch diese Gelegenheit nicht entgehen lassen werden, um hier ihre Normalität unter Beweis zu stellen.

Keine Frage, Homosexuelle müssen keine schlechteren Eltern sein. Soweit sie echte Eltern sein können. Was aber geschieht mit deren Kinder spätestens auf dem Schulhof? Klassenkeile? Schwerste psychische Traumata auf Grund des Hasses der Mitschüler, die sich diese Kinder als Opfer nehmen werden? Geschenkt. Scheißen wir einfach gemeinschaftlich auf die Psyche der Adoptivkinder. Hauptsache, dass wir so schön romantisch und fortschrittlich sind. Schwule Eltern, pah, das müssen uns andere Länder erst mal nachmachen.

Doch nun hat auch Penny den Zahn der Zeit erkannt und feiert sich für seine Weltoffenheit und Toleranz. Der Weihnachtsmann erhält bei Penny Verstärkung. Und zwar vom Regenbogenzipfelmann. Mit allem Tamtam kündigte Penny an, dass dieses Jahr wieder, leider aber nur für kurze Zeit, auch schwullesbische Paare endlich vollwertige Weihnachten feiern können. Sie bekommen ihren eigenen schwulen regenbogenfarbenumwickelten Schokoladenhohlkörper.

Mensch Penny, ehrfurchtsoll verneige ich mich vor Euch. Was haben wir Barbaren den Homosexuellen bisher nur angetan? Mussten diese armen, geplagten Seelen doch bisher ihre schwullesbische Weihnacht mit den schnöden Schokoweihnachtsmännern feiern, die nach Eurer Theorie wohl nur uns Hetenschlampen glücklich machen konnten, wenn sie auf dem Gabentisch lagen.

Was ist eigentlich mit den bösen Schwulen? Also mit denen, die nicht artig waren? Bekommen die auch weiterhin nur eine normale Rute? Oder gibt es die demnächst auch als Regenbogenfarbenpracht? Ich meine ja nur, dem Hintern wird’s wahrscheinlich egal sein, wie die Rute aussieht, die ihn gerade malträtiert, aber dem Schwulen, der zu dem gehauenen Hintern gehört, wahrscheinlich nicht.

Wenn Ihr hier noch keine Pläne gemacht habt, fordere ich Euch auf, dies umgehend nachzuholen. Es wäre ja mehr als nur diskriminierend, wenn wir den schwulen Unartigen das Weihnachtsfest vermiesen, nur weil die Rute nicht schön bunt ist. Jetzt aber mal im Ernst, liebe Penny-Regenbogenfan-Mitarbeiter: Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Es geht mir nicht gegen Schwule oder Lesben.

Ich habe wie fast jeder von uns, einige Kumpels und Bekannte, die schwul oder lesbisch sind. Es geht mir darum, dass unserer Gesellschaft immer mehr der Zwang aufgedrückt wird, alles als normal und alltäglich hinzunehmen, was doch außergewöhnlich und in der absoluten Minderheit ist. Wenn gerade einmal, laut Wikipedia, rund anderthalb Prozent der deutschen Bevölkerung homosexuell ist, aber die Wahrnehmung und den Fokus des verschwindend kleinen Restes von rund 98,5% Heterosexueller so massiv auf sich lenkt, dann wird es skurril. Wird hier aus Profitgier nicht wieder einmal weit über das Ziel hinausgeschossen?

Seid Ihr Euch sicher, dass die Schwulen und Lesben so glücklich über Eure Regenbogenliebe-Artikel sind? Oder seid Ihr schon mal auf die Idee gekommen, dass es ihnen unangenehm ist, weil sie merken, dass der schon fast wahnhafte Zwang, alles Homosexuelle zu hypen, die Toleranz der restlichen Bevölkerung so nach und nach zerstört?