Fast 1,6 Millionen „Schutzsuchender“ im Land

Foto: Durch thomas koch/Shutterstock
Alle auf dem Weg nach Deutschland (Foto: Durch thomas koch/Shutterstock)

In Deutschland leben rund 1,6 Millionen „Schutzsuchende“. Damit stieg die Zahl dieser Gruppe in den letzten zwei Jahren von 851.000 um 113 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt Wiesbaden mit.

Dazu zählen auch ausreisepflichtige abgelehnte Asylbewerber. Über deren Verbleib wissen die Behörden offenbar nicht immer Bescheid.

Rund die Hälfte der sogenannten Schutzsuchenden stammt aus Syrien, Afghanistan und Irak. Fast zwei Drittel von ihnen sind Männer.

Etwa 400.000 Ausländer fallen aus der Statistik heraus, weil bei ihnen nicht geklärt werden kann, ob sie „schutzsuchend“ sind oder nicht.

Ende 2016 war bei 573.000 Menschen (36 Prozent) noch nicht über den Asylantrag entschieden. Bei 158.000 Flüchtlingen wurde ihr Asylantrag abgelehnt. Sie sind damit grundsätzlich zur Ausreise verpflichtet, doch drei Viertel von ihnen (118.000) erhielten eine Duldung und brauchen deshalb das Land nicht verlassen.

Mehr als 30.000 Asylbewerber sind nach Angaben der BILD-Zeitung abgetaucht.

„Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass im Ausländerzentralregister registrierte Ausreisepflichtige im Einzelfall möglicherweise bereits ausgereist oder untergetaucht sind, ohne dass die zuständige Ausländerbehörde hiervon schon Kenntnis beziehungsweise den Sachverhalt an das AZR gemeldet hat“, so ein Sprecher des Bundesinnenministeriums.

Der größte Teil der „Schutzsuchenden“ hält sich mit 37% laut Statistik in Sachsen-Anhalt auf, Bayern hat mit 11%  den geringsten Anteil dieser Gruppe.

Die Zahl der Klagen vor den Verwaltungsgerichten gegen Asylbescheide verfünffachte sich binnen eines Jahres beinahe. Zum Stichtag 30. Juni waren laut Focus mehr als 320.000 Asylklagen vor den Gerichten anhängig. (MS)

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