Anabel Schunke auf Facebook geperrt: „Die Wut wird wachsen“

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Die konservative Kolumnistin Anabel Schunke, die auch für JouWatch schreibt, wurde am 1.11. für 30 Tage von Facebook gesperrt, weil sie in einem Post sexuelle Übergriffe als „Neudeutsch: den Nafri machen“ bezeichnet hatte.

von Collin McMahon

In einem Video nimmt Schunke zu ihrer abermaligen Sperre Stellung: Es sei falsch, dass es sich bei dem Begriff Nafri „um eine pauschale Bezeichung für Nordafrikaner handelt. Der Begriff Nafri ist ein polizeiinterner Begriff und heißt nichts anderes als ‚Nordafrikanischer Internsivtäter’,“ so Schunke.

Schunke, die in Göttingen Politologie studiert, ihren Lebensunterhalt als Model und Publizistin bestreitet und vor allem auch auf Facebook mit Posts und Livechats bekannt geworden war, war bereits im Dezember 2016 für 30 Tage gesperrt gewesen, weil sie die sexistischen Anfeindungen gegen sie publik gemacht hatte. Außerdem hatte sie den Umgang Facebooks mit den blauen „verifiziert“ Häkchen im Zusammenhang mit HuffPo-Autor Aras Bacho kritisiert.

„Dennoch bin ich eigentlich sehr gut drauf, anders als bei meinen Sperren im letzten Jahr, obwohl man sich natürlich machtlos fühlt, weil einem ein großes Sprachrohr genommen wird. Ich habe 36.000 Follower auf Facebook, da wird einem einfach die Plattform entzogen. Das ist natürlich hart, ich muss aber sagen, dass ich das mittlerweile sehr sehr entspannt sehe, weil es nichts nützt. Es zeigt ja nur die Angst, die man mittlerweile vor der Gedankenfreiheit, der Meinungsfreiheit, der Kritik hat. Das Einzige wozu das führt ist, dass die Wut wächst. Meinungen sind ja nicht weg, nur weil man sie zensiert. Dann brodeln sie eben unter der Oberfläche weiter und es finden sich andere Wege des Austausches. Diese Bewegung und diese Haltung die mittlerweile in einem immer größeren Teil der Bevölkerung vorhanden ist, wird nicht mehr verschwinden. … Die Realität lässt sich nicht wegzensieren. “

Der Anwalt Joachim Nikolaus Steinhöfel hat Schunkes Post auf seiner Wall of Shame geteilt und angekündigt, gerichtlich auch gegen die Twitter-Sperre von Hamed Abdel-Samad vorzugehen: „Wir vertreten ihn anwaltlich und haben Wiederherstellung bis morgen, 18 Uhr, verlangt.“ Um 16 h Freitag hieß es von Steinhöfel: „Eigenlob: Weniger als zwei Stunden nach unserer Intervention bei twitter ist das Profil von Hamed Abdel-Samad wieder da. Jetzt warten wir noch auf eine Erklärung, wie es dazu kam.“

Anabel Schunke ist immer noch auf Twitter erreichbar.

 

 

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