Ali Baba und die Räuberpistolen der „Bild“

Foto: Screenshot/Facebook
Foto: Screenshot/Facebook

Große Aufregung bei den Springerblättern. Nachdem JouWatch ein Foto veröffentlicht hat, das sich schnell im Netz verbreitet und für Empörung gesorgt hat, kontern jetzt die Mainstream-Journalisten und stellen sich wie gewohnt schützend vor ihre neue Lieblingsreligion.

Und darum geht es:

Am 29. Oktober hatten wir diesen kurzen Beitrag mit dem entsprechenden Foto veröffentlicht:

Von wegen, eine Islamisierung findet nicht statt. Dieses Foto haben wir auf Facebook gefunden. Es zeigt einen Spielplatz in Berlin Neukölln, Silbersteinstraße. Schon die Kleinsten werden auf ihr zukünftiges Leben unter dem Halbmond vorbereitet.

Sehr genau zu erkennen ist der islamische Halbmond auf dem Bild. Und die Minarette belegen, dass es sich um eine Moschee handelt. Nun schreibt die „Bild“ (im Einklang mit ihrer Billig-Kopie, der „BZ“):

Ein Ort für Hassprediger und Selbstmordattentäter sei es. Man sei hier im Orient, fremd im eigenen Land. Und sowieso: armes Deutschland! So lauten Kommentare unter einem Foto, das derzeit bei Facebook und Twitter kursiert.

Berlin – Auf dem Foto zu sehen: dieser Märchenspielplatz in Berlin-Neukölln. Charakteristisch: die Kuppel mit Halbmond auf der Spitze. 

Für einige User ein Problem. So schreibt einer im Netz: „Fürchterlich nicht tragbar. Hier ist nicht der Orient.“ Ein anderer: „War ja klar, die Erste Kleine Moschee steht auf einem Kinderspielplatz und was sagt der Bürgermeister/Bauamt dazu, nichts?!Was für Angsthasen!!!!!!!“

In Absprache mit zwei Kitas um die Ecke hat der Bezirk einen Themen-Spielplatz auch für dieses Areal beauftragt. Der Multikulti-Kinderladen „Ali Baba und seine Räuber“ schlug vor, das namensgebende Märchen umzusetzen.

An der Ausschreibung beteiligten sich drei Firmen. Die Spielart GmbH aus Laucha (Thüringen) baut die Kletterkonstruktion.

Nun kennen wir alle das Märchen von Ali Baba und den 40 Räubern. Doch in diesem Märchen geht es gar nicht um Moscheen, sondern um Paläste, Räuberhöhlen und Wunderlampen.

Schaut man sich die vielen Filmplakate und Bilderbücher an, so findet man den islamischen Halbmond ebenfalls nicht.

Zum Halbmond, der nun diesen islamisierten Spielplatz ziert, lesen wir im „Focus„:

Die schmale Sichel des Neumondes (arabisch: hilal) hat zwar an sich keine religiös-symbolische Bedeutung, spielt aber in der islamischen Glaubenspraxis eine große Rolle. Die Sichel des Neumondes beziehungsweise seine astronomische Berechnung ist für die Bestimmung solcher Anlässe wie des Beginns des Ramadans oder der Wallfahrt von Bedeutung.

Die Darstellung der Mondsichel ist vielseitig verwendbar. Sie dient als Symbol für die geographische Ausdehnung des Islams (Eroberung), als Erkennungszeichen für medizinische Ambulanzen (Roter Halbmond) oder Erste-Hilfe-Kästen oder als schmückender Abschluss auf Minaretten und Moscheekuppeln. Auch auf Flaggen verschiedener Nationalstaaten ist der Halbmond häufig abgebildet.

Und genau darum geht es: Mit diesem Halbmond hat der Islam auch diesen Spielplatz erobert. Mehr wollten wir eigentlich auch nicht sagen.

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