Ab in die letzte Reihe! Sängerin und Rassistin Lido Pimienta verbannt Weiße bei ihrem Konzert

Lido Pimienta (2. v.l.) - Youtube - Screenshot
Lido Pimienta (2. v.l.) - Youtube - Screenshot

Toronto – Die kanadische Sängerin Lido Pimienta, outete sich jetzt während eines Live-Auftritts als Rassistin. Pimienta forderte bei einem Auftritt am 19. Oktober ihre weißen Zuschauer auf, sich in den hinteren Teil der Konzerthalle zu begeben. Diese rassistische Aufforderung ist fester Bestandteil ihrer Shows, doch dieses Mal traf sie auf Widerstand.

Von Bianca Hoe

Eine freiwillige, weiße Helferin, die anwesend war, um die Show im kanadischen Nova Scotias zu fotografieren und zusammen mit ebenfalls weißen Zuschauern stand, kam dem Wunsch der aus Kolumbien stammenden Sängerin nicht nach. Auf die Durchsage „braune Mädchen nach vorne“, reagierte die Helferin laut Festivalpersonal „aggressiv“ und „offenkundig rassistisch“.

Sängerin fordert Weiße auf, nach hinten in den Raum zu gehen und Schwarze sollen nach vorne, vor die Bühne kommen. Doch eine Frau bleibt stehen.
Sängerin fordert Weiße auf, nach hinten in den Raum zu gehen und Schwarze sollen nach vorne, vor die Bühne kommen. Doch eine Frau bleibt stehen.

Allie O’Manique, die auch bei der Show auftrat, erklärte, die Fotografin habe sich geweigert, ihren Platz in der Nähe der Bühne zu räumen und nach hinten zu gehen.

„Die Zuschauer um sie herum wurden wütend auf die Fotografin, weil sie sich weigerte, sich zu bewegen“, fügte O’Manique hinzu.

„Geh jetzt nach hinten!'“

„Schließlich, nachdem sie sich etwa 10 Mal wiederholt hatte und die Frau sich noch immer weigerte, nach hinten zu gehen, sagte Pimienta: „Du kürzst meine Zeit und du respektierst diese Frauen nicht“, und „ich habe keine Zeit für so etwas“, so O’Manique.

Die „uneinsichtige“ Weiße wurde vom Veranstalter umgehend aus der Halle geworfen und darf auch in Zukunft nicht mehr an Konzerten teilnehmen, bestätigte der Sprecher des Festivals, Trevor Murphy.

Der Vorstand der Veranstaltung gab eine lange demütige Erklärung ab, in der er die weiße Freiwillige in der Luft zerriss und sich wortreich bei Pimienta entschuldigte:

„Wir werden dieses Verhalten nicht akzeptieren und Sie sollten es auch nicht. Übernimm Verantwortung für deine Freunde, sprich mit ihnen und unterstütze sie auf ihrem Weg, Rassismus zu begegnen. Farbige haben „Safe-Spaces“ verdient und wir alle sind dafür verantwortlich, das zu ermöglichen“, heißt es von Seiten des Veranstalters. „Es tut uns leid, dass eine unserer Freiwilligen Ihre Kunst, Show und Ihr Publikum gestört hat, indem sie aggressiv und rassistisch auftrat“, hieß es weiter. „Wir haben so viel Respekt vor der Kunst und Musik, die du kreierst, und dem Raum, den du Frauen, Farbigen, Transgendern und nichtbinären Menschen gibst. Sie sind ein Vorbild für uns und viele Menschen in unserer Gemeinschaft. Wir sehen sie. Wir spüren sie. Wir hoffen, dass Sie wieder mit uns zusammenarbeiten werden.“

„Ich habe nie weiße Leute gebeten, meine Show zu verlassen, das würde ich nie tun“, bestritt Pimienta in einer E-Mail. „Ich fordere auch nie Männer auf, meine Show zu verlassen, ich bitte sie, den Raum als einen Akt der Liebe und Solidarität mit anderen Menschen zu teilen, die ständig ihre Existenz der Welt gegenüber rechtfertigen müssen.“

Sie fügte hinzu, dass sie allerdings „Männer sehr wohl dazu aufgefordert habe, in den hinteren Teil des Raumes zu gehen, weil Männer sie und ihr Publikum verunsichern. 90 Prozent der Leute, die ihre Shows ansehen, lieben diesen speziellen Teil, wo sie ‚den Raum umgestaltet‘. Oft wurde ihr gedankt, dass ich auf die Schwarzen geachtet habe und ihnen das Gefühl gab, keine Minderheit zu sein.“

„Die Entschuldigung hat mich tief berührt, auch wenn sie wissen, dass sie noch einen weiten Weg vor sich haben, damit sich Dinge endlich ändern, aber immerhin haben sie reagiert und ich hoffe, dass hört jetzt nicht auf und die Bewegung nimmt zu“, so die Polaris-Preisträgerin.

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